Rentenanwartschaften und Versorgungsausgleich

von
Mr.Q

Hallo Rosanna,

Vielen Dank für die aufmunternden Wort. Gerade die Unbelehrbarkeit und mangelnde Einsichtswilligkeit kann gehörig nerven. Immerhin lernt man etwas dazu, auch wenn ich als Single dadurch einer zukünftigen eigenen Eheschließung immer reservierter gegenübersteht und häufig nur noch in Absicherungskategorien denke. Nichts ohne Ehevertrag und alles dokumentieren, was bei einer Trennung einmal strittig werden könnte, so mein unromatisches Fazit.

Ich hoffe jedenfalls sehr, dass die Angelegenheit bald abgeschlossen ist. Jedoch befürchte ich, dass das Ergebnis nie zu einer völligen Zufriedenheit führen wird und sie sich bis ans Lebensende beklagt wird.

Hier noch einige Angaben zur Präzisierung:

Die Anerkennung des Versorgungsausgleichs in der 2. Ehe ist eben eines der Probleme.

Der Ehemann geht davon aus, dass sich durch die Nachzahlung der Heiratserstattung im Zeitraum der 2. Ehe auch der Zeitraum der Rentenanwartschaft entsprechend in die 2.Ehe verschiebt und damit während der 2. Ehe von Seiten der Frau eine Rentenanwartschaft gebildet wurde. Davon fordert er die Hälfte. Für ihn zählt die Zahlung in der 2.Ehe als Beginn der Anwartschaft.

Die Bestimmung dieses Zeitraums ist das Kernproblem des Versorgungsausgleichs.

Im zeitlichen Ablauf sieht das bei der Ehefrau so aus:

a) Arbeitsleistung Ehefrau
b) 1.Ehe - Heiratserstattung
c) Erziehung der Tochter
d) 1.Ehe - Scheidung
e) 2.Ehe - keine Anwartschaft durch eigene Erwerbstätigkeit
f) 2.Ehe - Nachzahlung der ursprünglichen Heiratserstattung
g) 2.Ehe - Bezug der Altersrente
h) 2.Ehe - Scheidung

Beim Ehemann sieht das so aus:

a) Rentenanwartschaft bis zur Beendigung der 1.Ehe
b) 1. Ehe - Scheidung
c) 2. Ehe - Umschulung
d) 2. Ehe - freiberufliche Tätigkeit ohne Rentenanwartschaft
e) 2. Ehe - Altersrente, zusätzlich Fortsetzung der freiberuflichen Tätigkeit und Einkünfte aus Vermietung.

Er bezieht Altersrente und hat auch zuvor keine Rente wegen Erwerbsminderung bezogen.

Insofern suche ich eine Belegstelle, z.B. als BGH-Urteil, Paragraphen oder als Verwaltungsanweisung, die solch einen Fall eindeutig regelt und dokumentiert, wie ein Rentensachbearbeiter diese zeitliche Zuordnung treffen würde.

Mfg Mr.Q.