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Rentenaufstockung in 400€ Job, bei Erziehungsurlaub und pflegebetrag ?

von
S.Papia

Ich habe seit kurzem einen 400€ Job und überlege ob ich die 4,9% rentenaufstockung machen soll oder nicht. Ich bin noch bis zum 9. Dezember 2011 im Erziehungsurlaub. Weiterhin wird von der pflegekasse meiner Mutter in meine Rente einbezahlt, da ich meine Mutter (pflegesufe III) mitpflege. Soll ich nun aufstocken, oder nicht? Was für Nachteile habe ich, wenn ich es nicht mache?

von
KSC

Solange Sie anderweitig (durch Kindererziehung oder Pflege) pflichtversichert sind, macht die Aufstockung wenig bis keinen Sinn.

Aus 400 € zahlen Sie mntl. 19,60 € also im Jahr knapp 240 €- jedes dieser so aufgestockten Jahre bringt Ihnen später etwa einen Euro mehr Monatsrente.

Rechnen Sie ob das lohnt.

Sie können das immer noch machen wenn die andere Versicherungspflicht endet ( z.B. Kind ist 3 Jahre alt, Pflegebedürftiger stirbt..usw..)

von
-_-

Zitiert von: S.Papia

Ich habe einen 400€-Minijob und überlege ob ich auf die Versicherungsfreiheit verzichten soll. Was für Nachteile habe ich, wenn ich es nicht mache?

Bei gleichzeitiger Versicherungspflicht aus anderem Grunde, allein zur Steigerung der Rentenhöhe, macht es keinen Sinn auf die Versicherungsfreiheit des Minijobs zu verzichten, da die Steigerung der Rentenhöhe minimal ist. Wesentlicher Vorteil der Aufstockung auf einen vollwertigen Pflichtbeitrag ist die Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes wegen Erwerbsminderung und der Anspruch auf Reha-Maßnahmen, den Sie nirgends ohne Gesundheitsprüfung so günstig bekommen. Wenn diese Gründe entfallen, weil Sie durch die anderweitige Versicherungspflicht darauf ohnehin einen Anspruch haben, sparen Sie die monatlichen 19,60 EUR lieber anderweitig langfristig an.

Mehr Infos unter
http://www.minijob-zentrale.de/nn_10182/DE/2__AG/2__aufstockung__Rente/aufstockung__der__rentenversicherungsbeitraege.html

Experten-Antwort

Wie "KSC" und "-_-" bereits geschrieben haben, müssten Sie bei einem Verdienst von monatlich 400 Euro pro Monat 19,60 Euro zahlen, wenn Sie auf die Versicherungsfreiheit verzichten würden. Die sich daraus ergebende Rentensteigerung wäre aber minimal.
Der Hauptnutzen des Verzichts ist, dass man dadurch vollwertige Pflichtbeitragsmonate erwirbt, mit denen man den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente entweder aufrecht erhalten oder evtl. sogar erwerben kann. Des weiteren können damit u. U. die Voraussetzungen für Rehabilitationsmaßnahmen erfüllt werden.
Sie bekommen allerdings derzeit bis zum Ablauf von 36 Kalendermonaten nach der Geburt für Ihr Kind Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung. Außerdem sind Sie auch wegen der Pflege Ihrer Mutter versicherungspflichtig. Nachdem Sie also bereits versicherungspflichtig sind, ist ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit derzeit überflüssig. Sollten allerdings beide Tatbestände der Versicherungspflicht wegfallen, wäre ein Verzicht evtl. sinnvoll. Sie sollten sich aber vorher bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherung beraten lassen. Zu beachten ist dabei noch, dass ein Verzicht nur für die Zukunft möglich ist.