Rentenauskunft, Ewerbsminderungsrente höher als Regelaltersgrenze?

von
Dennis

Schönen guten Tag,

ich habe eine Rentenauskunft bekommen wo drin steht:
-Rente wegen voller Erwerbsminderung 833 Euro,
-voraussichtliche Regelaltersrente 662 Euro

Ich muss aber dabei sagen das ich zur Zeit Student bin und in den letzten fünf Jahren kaum was eingezahlt habe womit der durchschnitt berechnet wird.

Ich habe
- 69 Monate Beitragszeiten
- 63 Monate Anrechnungszeiten

Kommt der Unterschied daher, das bei der Erwebminderungsrente sich die Studienzeit positiv auswirkt und da ich in den letzten fünf Jahre kaum gearbeitet habe die voraussichtliche Regelaltersrente so nidrig ist?

von
W*lfgang

Hallo Dennis,

Sie sollten dem mittleren Betrag (Regelaltersrente) Aufmerksamkeit schenken - das was aus den 69 Monaten aktuell an Rente vorhanden wäre (max. 300 EUR?) , ist aber auch nur eine Momentaufnahme, da Ihr Arbeits/Rentenleben noch vor Ihnen liegt.

Für die EMRT werden andere Hochrechnungsgrundsätze berücksichtigt, als für die Regelaltersrente (die läuft bis 67, die EMRT verkürzt bis 62, was die zu bewertenden Zeiträume in Rahmen der Gesamtleistungsbewertung um eben diese 4 Jahre beeinflusst). Die Studienzeit/Anrechnungszeit hat auf beide Hochrechnungen die selben Auswirkungen - die Länge bis Rentenbeginn ist entscheidend, was da an pauschalen Werten in beide/hochgerechnete Renten einfließt.

Wenn Sie Ihr Studium irgendwann abschließen sollten, machen Sie anschließend was sinnvollen: Studium des SV-Rechts ;-))

Hey ...ich finde es gut, dass Sie sich schon jetzt damit beschäftigen! Tiefere Einblicke in die Frühphase von (eigentlich nicht besonders aussagefähigen) Rentenauskünften besprechen Sie besser mit der nächsten Beratungsstelle.

Gruß
w.

von
Dennis

Nur warum ist dann meine Ewerbsminderungsrente höhr angesetzt als meine Regelaltersrente?

Das macht doch alles keinen Sinn!

von
Schade

Doch das macht Sinn!

Bei der RegelAR wird so getan, als ob bis zur Rente nichts mehr dazukommt, hier werden nur die bislang gezahlten Beiträge berücksichtigt- und das ist nach knapp 6 Jahren Beitragszeit eben nicht viel. :)

Bei einer EM Rente wird die Zeit bis 62 hochgerechnet mit dem von Ihnen durchschnittlichen Beitragswert......Sie bekommen also die Jahre bis 62 quasi geschenkt, falls Sie heute erwerbsgemindert wären.

Durch diesen Effekt ist die EM rente in diesen Fällen immer höher als die Regel AR.

von
B´son

Zitiert von: Schade

Doch das macht Sinn!

Bei der RegelAR wird so getan, als ob bis zur Rente nichts mehr dazukommt, hier werden nur die bislang gezahlten Beiträge berücksichtigt- und das ist nach knapp 6 Jahren Beitragszeit eben nicht viel. :)

Bei einer EM Rente wird die Zeit bis 62 hochgerechnet mit dem von Ihnen durchschnittlichen Beitragswert......Sie bekommen also die Jahre bis 62 quasi geschenkt, falls Sie heute erwerbsgemindert wären.

Durch diesen Effekt ist die EM rente in diesen Fällen immer höher als die Regel AR.

Stimmt fast ;-)

Der Unterschied ist :
Für die Hochrechnung bei der Erwerbsminderungsrente (=Zurechnungszeit) wird ein Durchschnittswert aller bisher erreichten Rentenanwartschaften zugrundegelegt (also auch aus den weiter zurückliegenden Beitragszeiten), siehe Ausführungen von Schade.

Bei der Hochrechnug für die Regelaltersrente sind ausschließlich die Einzahlungen der letzten 5 Jahre berücksichtigt.
Das heißt : je weniger Beiträge in den letzten 5 jahren liegen, desto niedriger ist der Wert für die Hochrechnung.
Diese Hochrechnung soll Ihnen auch nur als Anhaltspunkt dienen, damit sie einschätzen können "Hey wo gehts denn hin, wenn ich bis 67 weiter so einzahle (oder auch nicht...) wie die letzten 5 Jahre". ;-)

Experten-Antwort

Hallo Dennis,

B´son hat Ihnen bereits den Grund für die unterschiedlichen Beträge bei der Rente wegen voller Erwerbsminderung und der hochgerechneten Regelaltersrente genannt.