Rentenbeginn in Frankreich

von
uschisiggi

Folgendes Problem:
Französin ( Jahrgang 12/46; seit Jahren 50 % schwerbeschädigt ) lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in Deutschland und hat jetzt zum 1.12.07 die Rente eingereicht. Soweit, sogut. Parallel dazu hat sie auch über die Rentenversicherungsanstalt in Frankreich im Juli ds.Jahres für Ihre ersten Arbeitsjahre die Rente eingereicht und jetzt erfahren, dass diese Rente auch gewährt wird, allerdings erst ab Antragstellung. Leider hätte sie versäumt, Rente schon zum 1.12.2006 zu beantragen, daher wären diese Monate jetzt verloren. Niemand wußte hier bei der Rentenversicherung, dass man/frau in Frankreich schon ab 60 Jahre Rente beziehen und gleichzeitig in Deutschland weiterarbeiten kann. Ist das wirklich so und sind damit die 7 Monate verloren ?
fragt uschisiggi

von
z

Ob die 7 Monate Frankreich-Rente endgültig fehlen, kann ich nicht beurteilen, aber ich würde zu einem "Ja" tendieren.

Wenn man in Deutschland z.B. trotz erfüllter Wartezeit nicht mit 65 in die Regelaltersrente geht, bekommt man diese auch erst ab dem Antragsmonat, dann allerdings mit einem kleinen Zuschlag.
Im Übrigen gibt es für Schwerbehinderte der Geburtsjahrgänge bis 1950 auch in Deutschland die Möglichkeit der Altersrente (u.U. sogar abschlagsfrei!!!)

Verbindungsstelle für Frankreich ist die:
Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz
Eichendorffstrasse 4-6
67346 Speyer
Telefon 06232 17-0
Telefax 06232 17-2589

von
z

Die Schwerbehindertenaltersrente gibt es für die Jahrgänge bis 1950 ab dem 60. (!!!) Lebensjahr - unter Erfüllung der Vertrauensschutzregelung abschlagsfrei!

(hatte oben das 60. LJ vergessen)

Experten-Antwort

Verbindungsanstalt für Frankreich ist die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, Tel.: 0800 1000 48016
Wenn die Bestimmungen im Rentenrecht analog wie in Deutschland sind, dann beginnt die Rente mit dem Antragsmonat (also 7 Monate weg). Ebenfalls wird wahrscheinlich (in Deutschland ist es so) bei einer Rentenleistung aus Frankreich und Entgelt aus Ihrer Beschäftigung in Deutschland gegengerechnet.

von
Michael1971

Ein Hinzuverdienst führt bei Bezug einer französischen Altersrente aus dem allgemeinen System nur dann zur Kürzung der Rente, wenn die Beschäftigung auch zur Versicherungspflicht in einem der französischen Versorgungssysteme führt.

Dies bedeutet, dass eine Beschäftigung in Deutschland nie die Kürzung der französischen Altersrente bewirken kann.

Die 7 Monate Rentenbezug sind also tatsächlich verloren, zumal zusätzliche Trimester erst wegen des verspäteten Bezuges einer Altersrente nach dem 65. Lebensjahr entstehen würden.