Rentenbeginn ist etwas unklar - Teil 2

von
Sandra

Frage jetzt hier nochmal nach - Guten Tag an alle .

Folgende Antwort gab jemand einem Fragesteller in einem anderen Forum, welcher sich zwischen Leistungsfall 2005 und 2010 entscheiden musste:

(...)So mancher geht von dem Trugschluß aus, den Zeitpunkt des Beginns der EM-Rente noch möglichst so lange wie möglich hinauszuzögern, weil sich davon dann eine höhere EM-Rente versprochen wird. Das kehrt sich aber oft ins Gegenteil um, weil nicht selten durch Krankheit oder durch Behinderung die Höhe des Entgelts absinkt im Vergleich zu dem Entgelt, was man noch als Gesunder erzielen konnte, und dann diese niedrigeren Entgelte den erzielten Entgeltpunkt-Durchschnitt nach unten drücken. Da aber dieser Entgeltpunkt-Durchschnitt bei einer EM-Rente die entscheidende Rolle spielt bei der Belegung der Monate vom Beginn der EM-Rente bis zum 60. Lebensjahr, drückt man sich damit nur selbst die Höhe der EM-Rente - oft ahnen das viele noch nicht (...)

Bei uns liegt die selbe Beitragssituation vor: das ab Leistungsfall (2008) nur noch 3 Jahre Beiträge eingezahlt wurden (bis 2011, wg. ALG2 Bezug wo RV einzahlen 2012 ja weggefallen ist), also ab Leistungsfall wening und nur 3 Jahre Beiträge eingezahlt wurden
Nach Überprüfung was bei Rentenbeginn 2008 (statt 2014) auf Grund Par.116 und 99 raus kommen würde, weil Rehaantrag 2008 übersehen wurde, würde die Rente mit Beginn 2008 plötzlich bei 220€ weniger ausmachen als Beginn 2014.
Da in beiden Berechnung doch nur Beiträge bis LF 2008 berücksichtigt werden - die Zurechnungszeiten bis 62 nur auf 60 Lj. veringert, was lt. DRV nur 5% weniger ausmachen würde, erklärt sich jetzt nicht wieso früherer Beginn wo man Leistungsfähig war, weniger Anspruch bestanden haben sollte. Beträge in Renteninformation waren 2008 auch höher als 2013 - also müsst Rentenbeginn 2008 bei uns besser ausfallen und nicht schlechter.

Wer kann das nachvollziehen?
Nach der Antwort aus andern Forum zum gleichen Thema, stimmt was nicht, dass früheren Beginn so extrem weniger ausfallen kann

von
Die Farbe Schwarz

Ich versteh die Frage jetzt nicht zu 100%....

Wenn Sie von der Rentenhöhe bei Beginn 2008 reden, vergleichen Sie dann in beiden Fällen (2008 + 2014) jeweils die Rentenhöhe zum gleichen Zeitpunkt (z.B. zum 01.01.2016)?

Andernfalls müssen Sie bei der Rentenhöhe von 2008 noch beachten, dass zwischenzeitlich mehrere Rentenanpassungen stattfanden.

von
Sandra

Es ist aus Berechnungsbetrag für 2008 nicht ersichtlich, ob da schon die Zurechnungszeiten dabei sind, denn der Betrag entspricht 1:1 der Renteninfo 2008.
Im Vergleich betrachteten wir:
Im Betrag in RentenInformation 2013 stand noch viel weniger als 2008, aber letztendlich war der Bruttorente dann im Rentenbescheid um ca. 300€ höher ausgefallen. Weil da noch die Zurechnungszeiten (LF bis 60/62.Lj) dazu kamen??

Wird in Proberechnung immer nur der Betrag 1:1 von Renteninfo mitgezeilt ohne Zurechnungszeiten von LF bis 60/62Lj. ?
Und ist der Betrag aus Renteninfo somit noch nicht das entgültige Rentenbrutto?
Dann würde es nämlich passen.

von
Upsala

Bei dem ausgewiesenen Zahlbetrag für eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf der Renteninformation ist eine Zurechnungszeit in der Regel schon berücksichtigt.

... wenn das Ihre Frage war..?

von
Sandra

Der aufgeführte Bruttobetrag in der Proberechnung wird als "monatliche Rentenanwartschaft" bezeichnet.
Es ist für uns Laien jetzt nicht nachvollziehbar, ob das schon der komplette Rentenbruttobetrag sein soll (wenn man sich für 2008 entscheidet) oder ob dazu erst noch Zurechnungszeiten dazu kommen (Lj bis 60Lj.) und sich erst dann der komplette Rentenbetrag ergibt.

Stellt die aufgeführte monatliche "Rentenanwartschaft" von xxx € also schon die zu erwartende "Rentenbrutto" dar, wie man es aus Bescheid kennt, oder kommt zu Rentenanwartschaft erst noch Zurechnungszeiten und ergibt sich dann erst der monatliche Rentenbetrag ?

von
=//=

Ich würde Ihnen empfehlen, sich mit Ihren Fragen an eine Auskunfts- und Beratungsstelle bzw. an den zuständigen Sachbearbeiter zu wenden. Es läßt sich offensichtlich hier im Forum nicht genau klären, warum und weshalb so ein großer Unterschied bei den Renteninformationen und Rentenberechnungen besteht.

In den Renteninformationen ist immer die Zurechnungszeit berücksichtigt, und zwar zum Zeitpunkt der Erstellung der RI.

von
Sandra

Der Fehler wurde von Mitarbeiter DRV heute telefonisch gefunden ; -)

Die Proberechnung weist nur den Stand 2008 auf. Der ließe sich daher auch überhaupt nicht mit dem Rentenbetrag im Rentenbescheid Beginn 2014 vergleichen, WEIL hier offenbar alle Rentenanpassung und Gesetzänderung ab 2008, in dem aufgeführten Betrag noch gar nicht berücksichtig wurden sind. Es fehle der Proberechnung also die notwendigen Anlagen von der "Rentenentwicklung 2008 bis 2014" , um überhaupt als Versicherte zu wissen, wie hoch die Rente jetzt im Jahr 2014 inzwischen ausfallen würde mit Beginn 2008 ....um das mit Beginn 2014 vergleichen zu können.

Selbst SB könnten uns bei persönlichen Termin mit dieser Proberechnung nicht beraten was günstiger wäre, weil die Anlage fehle was der genannte Rentenbetrag aus 2008, heute in 2014 als Rentenhöhe ergeben würde. Man bräuchte die Hochrechnung von 2008 bis 2014, was da jetzt 2014 raus käme und die fehlt!

Wir hätten jetzt quasi den Abspruchbetrag von "damals noch 2008" aufgeführt bekommen ohne die Berechnung in Anlage, wie sich dieser Betrag von 2008 bis heute 2014 inzwischen entwickelt hat!
Deshalb wäre dieser Betrag auch noch so extrem niedriger im Gegensatz zu Rentenanspruch 2014 der uns bereits vorliegt!

Warum das nicht gleich hoch gerechnet wurde, was jetzt 2014 raus käme, weil das ja wichtig ist um zu vergleichen wie Rentenhöhe 2014 je Variante ausfällt, erschloss sich der SB auch nicht.

von
Die Farbe Schwarz

Zitiert von: Sandra

Die Proberechnung weist nur den Stand 2008 auf.

Sag ich doch ;-)

Experten-Antwort

Hallo Sandra,

schön, dass Sie die Angelegenheit inzwischen klären konnten.

von
Sandra

@ Die Farbe Schwarz
Ja, du lagst richtig