Rentenbeginn wählen

von
Herbert0

Hallo,
ich soll gemäß DRBund wählen, ob die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung am 1.Mai 2011 (Rehaantrag umgewandelt) oder am 1.2.12 (eigener Antrag) beginnen soll. Welche Vorteile oder Nachteile ergeben sich jeweils?
Kann die Krankenkasse mir etwas vorschreiben und meine Gestaltungsmöglichkeit einschränken (bin noch arbeitsunfähig mit Wiedereingliederung und werde Teilzeit weiterarbeiten?
Danke
Herbert

von
Hoyer

Sofern Sie Krankengeld bezogen haben, kann Ihre Krankenkasse durchaus darauf bestehen, daß Sie den nächstmögliche Rentenbeginn wählen.

Es ist ohnehin unverständlich, warum man Ihnen Wahlmöglichkeiten lässt.

Die Rentenberechtigung beginnt gewöhnlich immer zu dem Zeitpunkt, an dem die Erwerbsminderung eingetreten ist!

von
W*lfgang

Zitiert von: Herbert0

Hallo,
ich soll gemäß DRBund wählen, ob die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung am 1.Mai 2011 (Rehaantrag umgewandelt) oder am 1.2.12 (eigener Antrag) beginnen soll. Welche Vorteile oder Nachteile ergeben sich jeweils?
Kann die Krankenkasse mir etwas vorschreiben und meine Gestaltungsmöglichkeit einschränken (bin noch arbeitsunfähig mit Wiedereingliederung und werde Teilzeit weiterarbeiten?
Danke
Herbert

Hallo Herbert0,

der Vorteil kann in der Rentenhöhe liegen. Teilen Sie der DRV Bund mit, dass Sie um Übersendung von Probeberechnungen zu den 2 möglichen Rentenbeginnen bitten und sich dann entscheiden werden.

Ob die Krankenkasse Ihnen etwas 'vorschreiben' kann, sollte eigentlich schon jetzt geklärt sein. Die DRV hätte Sie normalerweise darauf hingewiesen, wenn Sie kein Gestaltungsrecht hätten.

Verfahren Sie wie oben vorgeschlagen, und suchen Sie sich dann den günstigeren Rentenbeginn aus. Wenn die Krankenkasse dann nicht rummault, ist alles ok (zumal die ja auch von einer höheren Rente profitieren würde - höhere KV/PV-Beiträge).

Gruß
w.
PS an Hoyer:
> Es ist ohnehin unverständlich, warum man Ihnen Wahlmöglichkeiten lässt.

Unverständlich nur für die, die die Gestaltungsmöglichkeiten nicht kennen ;-)

von
Uuuuups

Sofern Sie in Ihrem Dispositionsrecht durch die Krankenkasse nicht formell eingeschränkt worden sind, können Sie wählen, ob der Reha-Antrag als Rentenantrag gelten soll oder der später gestellte Rentenantrag maßgeblich sein soll. Wenn Sie durchgehend Krankengeld bezogen haben, das höher als die Rente ist, dürfte sich dabei für Sie vermutlich kein finanzieller Unterschied ergeben. Ob sich bei gleichem Leistungsfall eine unterschiedliche Rentenhöhe ergibt, können Sie bei der DRV Bund erfragen. Vermutlich ist die Leistungshöhe jedoch gleich. Lediglich die Krankenkasse dürfte vermutlich von einem früheren Rentenbeginn im Rahmen eines Erstattungsanspruchs gegen den Rentenversicherungsträger profitieren.

von
Anita

Ich hatte zu der Fragestellung (allerdings volle EM-Rente) gleich Vergleichsberechnung von der DRV mitbekommen, waren nur wenige Cent Unterschied.

von
zelda

Die DRV Bund fragt Sie nach dem gewünschten Rentenbeginn, weil zum Beispiel ein früherer oder späterer Rentenbeginn durchaus Auswirkungen auf die Höhe anderer (z.B. privater oder betrieblicher) Renten haben kann, die sich nach dem Rentenbeginn der DRV dann richten.

Dies wird in dem Schreiben der DRV - so meine ich mich zu erinnern mit der Passage "Auswirkungen auf andere Rechtsgebiete" oder so etwas umständlich umschriebn.

Ansonsten gilt das schon von den anderen zur Einschränkungsmöglichkeit durch die KK Geschriebene.

Die DRV schreibt Sie nur wegen eines Wahlrechtes zum Rentenbeginn an, wenn dort zumindest nicht bekannt ist, dass Sie durch die Krankenkasse eingeschränkt wurden.

MfG

zelda

von
Anita

Zitiert von: zelda

Die DRV schreibt Sie nur wegen eines Wahlrechtes zum Rentenbeginn an, wenn dort zumindest nicht bekannt ist, dass Sie durch die Krankenkasse eingeschränkt wurden.

Das wüsste die DRV ggf.durch den "Rehaantrag". Mir war allerdings nicht klar, dass ich mich mit der Kasse abstimmen müsste. Hatte den späteren Termin genommen, weil sonst Rückzahlung des Krankengeldzuschusses an Arbeitgeber teuer geworden wäre. Die Kasse machte aber keine Probleme.

von Experte/in Experten-Antwort

Aufgrund des geschilderten Sachverhalts ist eine rechtsverbindliche Auskunft in diesem Forum nicht möglich. Trotz zum Teil richtiger Antworten ist doch noch manches unklar. Lassen Sie sich doch einfach das Schreiben der Deutschen Rentenversicherung Bund in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung näher erklären. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Service/Beratungsstellen" ermitteln. Bei einem Beratungsgespräch –wenn der Sachverhalt ganz klar ist- kann man Ihnen die Vor- oder Nachteile besser erläutern. Ob Sie überhaupt in Ihren Gestaltungsmöglichkeiten ( sogen. Dispositionsrecht) eingeschränkt sind erfahren Sie dort ebenfalls. Gleichzeitig kann man Ihnen auch die Höhe der Rente mitteilen.

von
Herbert0

Hallo Forum, ich bedanke mich für all die Antworten. Ich werde mich beim VdK beraten lassen und berichte über den Fortgang. Gruß Herbert