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Rentenbeginnzeitraum unterschiedlich bestimmt

von
LS

In einem mir vorliegenden Rentenbescheid mit Datum xx.12.2000 wird auf der Deckblattseite angegeben:
... erhalten Sie von uns
-Rente wegen Berufsunfähigkeit-
Die Rente beginnt am 01.07.1999.
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In Anlage 4 des gleichen Bescheides wird im Rechenabschnitt, in dem eine &#34;Pauschalzeit&#34; ermittelt wird, deren Ermittlung auf der Grundlage von % vorgenommen wird, die abhängig sind vom Rentenbeginn, als Rentenbeginn der Monat Juni 1999 genannt.
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Ebenfalls in Anlage 4, im Rechenabschnitt, in dem man zusätzliche Entgeltpunkte für beitragsfreie und beitragsgeminderte Zeiten ermittelt, wird, zur Bestimmung des begrenzten Leistungswertes, der Monat Juni 1999 herangezogen.
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Der Monate Juni 1999 ist aber im Bescheid als Monat Zurechnungszeit enthalten und in Anlage 4 als beitragsfreier Monat Anrechnngszeit bewertet worden.
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Frage: Gibt es Ausnahmeregelungen, wonach in einem Bescheid von unterschiedlichen Beginnzeiträumen ausgegangen wird oder werden kann oder handelt es sich möglicherweise um eine rechtswidrig begünstigende Bewertung, weil hier ein Programmfehler dafür verantwortlich ist.
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Bin an Meinungen zum Sachverhalt interessiert.

von
F U N

Hallo,
man muss unterscheiden zwischen dem sogennannten "Lsitungsfall" und dem Zeitpunkt des Rentenbeginns.

Eine eigene Rente beginnt immer zum 1. des Monats in dem ALLE Voraussetzungen für die Rente erfüllt sind.

D.h., wenn der Leistungfall im Juni 1999 war , dann beginnt die Rente ab dem 01.07.1999.

Für die Berechnung der Zeiten gilt natürlich der Monat Juni noch mit, hier bei ihnen die sogenannte Zurechnungszeit.

Also in soweit erscheint alles richtig zu sein. Sie haben natürlich auch die Möglichkeit den damaligen Rentenbescheid in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in ihrer Nähe auf Richtigkeit überprüfen zu lassen.

von
Wolfgang

Hallo LS,

etwas &#39;wirr&#39; :-) ...den Bescheid/die Berechnungen muss man &#39;sehen&#39; - zumal eben zu diesem Zeitpunkt noch diese ominösen Pauschalzeiten verrechnet worden sind.

Einfach: Schriftsatz an die DRV &#39;bitte um Überprüfung, weil ...&#39; - sollte sich unkompliziert aufklären lassen.

Gruß
w.

von
LS

glaube kaum, dass die In-Ansicht-Nahme größere Klarheit schafft, weil in diesen beiden Rechenabschnitten nichts anderes steht.
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Um mit Robert Lemke zu sprechen:
a)
Gehe ich recht in der Annahme, das für die Ermittlung der Pauschalzeit der maßgebende &#34;Vom Hundertsatz&#34; sich nach dem Monat und Jahr des Rentenbeginns richtet?
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Rentenbeginn nach Deckblattaussage der 01.07.1999.
Danach hätten nach meiner Kenntnis 9% berücksichtigt werden dürfen, berücksichtigt wurden aber 9,5%, weil man den Juni 1999 als Rentenbeginn genommen hat.
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b)
auch für die Bestimmung des &#34;Vom Hundertsatztes&#34; zur Ermittlung des begrenzten Gesamtleistungswertes der Monat und das Jahr des Rentenbeginns ausschlaggebend ist?
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Danach hätten lt. Deckblattangabe für den Monat Juli 81,0000% genommen werden dürfen, müssen, man hat aber 81,3333% genommen, ein Wert, der für den Rentenbeginn Juni gilt.
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In einem Rentenbescheid steht ja im Allgemeinen das Rentenbeginndatum nicht irgendwo innerhalt des Bescheides, sondern, etwas dneres ist mir nicht bekannt, auf der 1. Seite des Bescheides.
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Gehe hier schon von einem Programmfehler aus, weil der Bearbeiter an dieser Stelle im Rechenprogramm ja keine Möglichkeit der manuellen Einflussnahme hat.
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Für mich erklärbar wäre, dass es für eine bestimmte Fallkonstellation Ausnahmen gibt, die, wenn sie denn existieren, existierten, ich gern gewußt hätte.

von
...

Um FUN´s Worte nochmal anders zu formulieren:

&#34;Eintritt der Erwerbsminderun&#34; und &#34;Rentenbeginn&#34; sind zwei unterschiedliche Dinge!

&#34;Eintritt der Erwerbsminderung&#34; ist der Zeitpunkt, an dem Ihre gesundheitlichen Einschränkungen dazu führten, dass sie nicht mehr erwerbstätig sein können! (Ist bei Ihnen scheinbar der Monat Juni 1999 gewesen)

&#34;Rentenbeginn&#34; ist der Monat in dem die Rente beginnt. Zum ersten diesen Monats (bei Ihnen 07/1999) müssen alle Voraussetzungen (inkl. Erwerbsminderung, die ja im Juni 1999 eingetreten ist und damit am 01.07. vorgelegen hat) vorliegen!

Der Rentenbeginn steht (so wie bei Ihnen) auf der ersten Seite des Rentenbescheides.

Die Berechnung der Rente mit allen einzelnen Schritten (in den Anlagen) stellt auf den Zeitpunkt des Eintritts der Erwerbsminderung ab - also 06/1999.

Im Übrigen bitte den Bescheid nehmen und bei einer Beratungsstelle persönlich vorsprechen, dann kann man Ihnen dies anhand des Bescheides erläutern!

von
Heike

@LS wird wohl kaum zu einer Auslunft- und Beratungsstelle gehen.
@LS ist doch der Dienstleister, der ein besseres Rentenprogramm als die DRV hat!
Wahrscheinlich hat aber sein Programm eine Macke.

Heike

Experten-Antwort

Hallo LS,

leider kann Ihre Frage ohne Einsichtnahme in den damaligen Rentenbescheid in diesem Forum nicht geklärt werden. Es ist daher zu empfehlen, sich mit der Fragestellung und dem Rentenbescheid an eine Beratungsstelle in der Nähe zu wenden.

von
Wie geil

Ach stimmt,das war ja das kleine Genie.Der als einziger auf der gesamten Erde ein Programm selber geschrieben hat,und es auch beherrscht.

Aber vom Rentenrecht hat er trotzdem leider keinerlei Ahnung.

von
Guter Rat

Hallo LS,

nehmen sie sich die Bescheide und fahren sie zu einer der vielen Beratungsstellen der DRV und lassen sie sich die Bescheide erklären von Menschen die sich mit der Materie auskennen.

Bevor man von igrnedwelchen Programmfehlern spricht,sollte man es sich einfach erklären lassen.Und wenn man ein ganz klein bisschen Ahnung vom Rentenrecht hat ( ob das bei Ihnen der Fall ist,mag ich nicht beurteilen ),wird man es verstehen.

von
LS

Der Menschheit wäre mehr geholfen, wenn Sie Ihre geistige Potenz darauf konzentrieren würden, eine sinnvolle Erklärung für die Beantwortung einer Anfrage zu finden, als mit sinnlosem Gerede aufzuwarten.

von
LS

mich verwundert Ihre Aussage, dass eine Beantwortung hier nicht möglich sein soll? Es geht doch um nichts anderes als die Frage
zu a) und
zu b)
zu beantworten, weil die Handhabung und Anwendung ja für alle Bescheide gilt, nicht nur für den vorliegenden.
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Wird aber von Ihnen aber
a) und oder b) bejaht, kann es doch eigentlich nujr ein Programmfehler sein.

von
Wolfgang

Hallo LS,

&#62; Gehe hier schon von einem Programmfehler aus, weil der Bearbeiter an dieser Stelle im Rechenprogramm ja keine Möglichkeit der manuellen Einflussnahme hat.

Genau deswegen - nicht lange nachgegrübelt und lamentiert ...Frage unter Textbeleg ab an die Grundsatzabteilung DRV, Antwort kommt bestimmt - und schlüssiger und schneller. Und sollte tatsächlich ein Textbaustein/Berechnungsschritt nicht passen, wird das umgehend ausgebügelt (nach kleiner Diskussion im versteckten Gremium ;-))

Gruß
w.

von
LS

Werte(r) Userin/User &#39;...&#39;, ich entschuldige mich bei Ihnen in aller Form, weil ich sie ungewollt mit in die Antwort einbezogen habe, die ich für &#39;Heike&#39;, und &#39;Wie geil&#39; geschrieben habe.
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Zum Sachverhalt:
Zurechnungszeit beginnt im Juni, dieser Monat ist als beitragsfreier Monat auch in Anlage 4 mit dem Gesamtleistungswert entsprechend bewertet worden.
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Für die von mir angesprochenen Sachverhalte und die Anfrage zu a) und zu b) ist nicht der Juni zutreffend, wie Sie es darstellen, sondern immer der Monate des Rentenbeginns.
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Leider hat die Expertin dazu nichts ausgesagt.
Sollten Sie selbst im Besitz eines Rentenbescheides sein, schauen Sie sich einfach noch mal die Anlage 4 an, den Rechenabschnitt, wo man die Ermittlung von zusätzlichen Entgeltpunkten für beitragsfreie und beitragsgeminderte Zeiten darstellt.
Bei der Festellung der zu Grunde zu legenden Prozente für die Höhe des zu berücksichtigenden Gesamtleistungswertes, wird stets auf den Monat Rentenbeginn abgestellt, keinesfalls auf den Monat, wo die Zurechnungszeit beginnt.

von
Dejavu

Schiko,sind sie das??Man erkennt doch deutliche Parallelen.....

von
LS

User &#39;Wolfgang&#39;
gut, mache ich, allerdings habe ich bereits schon zwei mal Fragen gestellt, der Zeitraum liegt jetzt gute 3 Wochen zurück,
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Antwort habe ich noch keine bekommen, was mich auch sehr verwundert, aber auch ein bisschen ärgert, weil, wenn man so eine Möglichkeit schafft, sollte auch die Gegenseite reagieren.
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In eine BuA Stelle zu gehen war mir zu heikel, weil ich ja nicht möchte, dass, wenn es sich tatsächlich um eine rechtswidrig begünstige Sache handelt, die Person nach Bereinigung dann weniger bekommt.
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Bedanke mich Hinweis,

von
Schiko.

Bereichern Sie doch mit Ihrer
Denk - Fantasie Ihre Familie.

von
Dejavu

Wehrter Herr Bankangestellter,

kümmern sie sich doch einfach auch mal ein bisschen um Ihre Frau.Anstatt immer nur die User zu beleidigen.

Das wär doch toll.

von
Wolfgang

Hallo LS,

&#62; (...) Fragen gestellt, der Zeitraum liegt jetzt gute 3 Wochen zurück,

also, nach 3 Monaten würde ich mir Gedanken machen und an eine Erinnerung denken :-))

Mit dem &#39;heikel&#39; haben Sie recht, da wäre ich auch vorsichtig - einmal angeschoben und das Ergebnis ist negativ (gesetzlich natürlich völlig richtig ;-) ...nur muss man&#39;s nicht herausfordern, wenn es um den &#39;kleinen&#39; Versicherten geht.

Gruß
w.

von
LS

Hallo &#39;Wolfgang&#39;,

mir ist völlig klar, dass mein Gesprächspartner in einer A-und B-Stelle, wenn ich denn diesen Fall dort darlegen würde, diesen Sachverhalt nicht vor Ort klären kann. Das könnte sicher nur in Zusammenarbeit zwischen Grundsatzabteilung und Rechenzentrum geschehen.
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Dazu müssten dann aber die Hosen runtergelassen werden, sprich, die Versicherungsnumer etc., Name und Hausnummer angegeben werden.
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Per Zufall habe ich heute einen weiteren Bescheid erhalten mit Datum Rentenbeginn 01.07. 1998, in dem auch Lücken bis 1991 enthalten sind, wovon ein Teil nach dieser besonderen Vorschrift zusätzlich vom belegungsfähigen Gesamtzeitraum abgesetzt werden kann.
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In diesem Rechenabschnitt, im Gegensatz zum diskutierten Vorgängerfall, wurde an als Rentenbeginnzeit das auf dem Deckblatt stehende Datum zugrunde gelegt und auch die Ermittlung der Prozentvorgabe in Anlage 4, für die Bestimmung des als begrenzt zu berücksichtigenden Gesamtleistungswertes, auf das Rentenbeginndatum im Deckblatt abgestellt.
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Fühle mich insoweit gestärkt in meiner Annahme, dass es sich um einen Programmfehler handelte.
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Mit Bezug auf die &#34;fehlerhaft begünstigende Handhabung&#34; wegen der Einordnung günstigerer Prozentwerte, werde ich nicht weiter tätig.
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Es verdeutlicht aber, was so alles falsch laufen kann.
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Das wäre dann schon der vierte von mir festgestellte Programmfehler, die ich sämtlich dokumentiert habe und von jedem eingesehen werden können.

Gruß
LS

Experten-Antwort

Die Antwort zu Ihren beiden Fragen erfordert eine Sichtweise, die über den reinen Wortlaut hinausgeht. Ich gehe zunächst einmal davon aus, dass es sich bei dem Ihnen vorliegenden Rentenbescheid um eine Rente wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit handelt.

Bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden Entgeltpunkte für Beitragszeiten und Anrechnungszeiten nach Eintritt des Versicherungsfalles nicht mehr ermittelt.

Die Zurechnungszeit beginnt mit dem Eintritt der hierfür maßgebenden Minderung der Erwerbsfähigkeit. Konsequent ist es daher bei der Frage des um eine Pauschalzeit zu mindernden belegungsfähigen Gesamtzeitraumes und bei der Frage der begrenzten Gesamtleistungsbewertung von Anrechnungszeiten zugunsten des Versicherten den Monat des Leistungsfalles als Rentenbeginnsmonat zu seinen Gunsten heranzuziehen. Im Unterschied zu den Altersrenten beginnt die Zurechnungszeit schon im Monat vor dem eigentlichen Rentenbeginn.

Ohne den Sachverhalt genauer zu kennen, gehe ich daher davon aus, dass der Ihnen vorliegende Bescheid richtig ist.

Im übrigen sei noch die Anmerkung gestattet, dass die dieser Problematik zugrunde liegenden Rechtsvorschriften des SGB VI seit einem Rentenbeginn ab 01.01.2001 keine Rolle mehr spielen und mit Wirkung ab 01.01.2005 wegen Zeitablaufs aufgehoben worden sind.