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Rentenbeiträge bei Arbeitslosigkeit

von
Fred

Soweit ich weiss werden 80% der bisherigen Beiträge im Falle von Arbeitslosigkeit weiterbezahlt.
Nun zu meinen Fragen:
Beziehen sich diese 80% auf das tatsächliche Jahreseinkommen oder auf die Beitragsermessungsgrenze?
Wenn Brutto-Gehalt - 20% oberhalb der Beitragsermessungsgrenze liegt werden dann nach wie vor volle Beiträge einbezahlt?
Falls dem nicht so ist, kann ich freiwillig die Differnz abdecken und wie?

Experten-Antwort

Diese Frage sollte Ihnen in erster Linie die Agentur für Arbeit beantworten, die für die Berechnung und die Bemessung des ALG zuständig ist.

Da Sie als ALG Bezieher pflichtversichert sind, ist eine &#34;Aufstockung&#34; mit freiwilligen Beiträgen ausgeschlossen.

von
Schiko.

Nehme ja mal an, dies ist nur eine theoretische Frage, trotzdem der Versuch
einer Antwort.
Ganz so, wie Sie es schildern ist es ja nicht. Es werden ja nicht 80% der bis-
herigen Beiträge von der Agentur bezahlt, vielmehr Beiträge aus 80% aus
durchschnittlichen Monatsverdienst der letzten 12 Monate vor Beginn von
Al I.
Waren dies- nur um ein Beispiel zu nennen- 64800 ( 5400 monatlich) überweist die Agentur die 19,90% ( aus 80 % von 64800) aus 51.840
an die Rentenversicherung, bzw. aus 4320 monatlich.

Sie sagen sich aber, war der Verdienst 81.000 in den letzten 12 Monaten
müssten doch mit 80% die Agentur aus 64.800 Beiträge bezahlen.

Dies glaube ich nicht, die Bemessungsgrenze von 64.800 ist Ausgangspunkt
für die 80% Beitragszahlung.

Freiwillige Beiträge sind nicht
zulässig.
Mit freundlichen Grüßen.

Experten-Antwort

Die Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) in der Arbeitslosenversicherung entsprechen denen der allgemeinen Rentenversicherung (§ 341 Abs. 4 SGB III).

Das bedeutet, dass Ihre Leistung bei der Agentur für Arbeit ebenfalls aus dem auf die BBG geminderte SV-Brutto gekürzt wird.

Um Kürzungen bei der künftigen Altersrente auszugleichen, gibt es in der gesetlichen Rentenversicherung lediglich die Möglichkeit für Rentenabschläge Beiträge einzuzahlen. Gezielt für den geringeren Beitrag bei ALG-Bezug aufzuzahlen, ist wie bereits erwähnt nicht möglich.

Das &#34;Aufzahlen&#34; für die Rentenminderung wegen frühzeitiger Inanspruchnahme wird Ihnen bei Ihrer nächsten Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung erläutert. Mit den vorliegenden Zahlen können Sie dann selber entscheiden, ob dies für Sie rentabel ist.

von
Zusatzfrage

Hallo Schiko,

Sie schreiben &#34;vielmehr Beiträge aus 80% aus
durchschnittlichen Monatsverdienst der letzten 12 Monate vor Beginn von
Al I.&#34; Werden auch Beiträge aus 80% gezahlt, wenn ich kein ALG1 bekomme, wegen Sperre (eigene Kündigung)?

Danke!
Stephan

Experten-Antwort

Beiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung werden nur bei Leistungsbezug durch die Agentur für Arbeit fällig.

D.h. keine Leistung - keine Beiträge. Somit ist ggfls. bei Einzelfällen auch über den Versicherungsschutz wegen Erwerbsminderung nachzudenken.
Dies ist allerdings im Einzelfall zu prüfen. Auch hier helfen die Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung weiter.

von
Stephan

Hallo Experte,

Danke erst mal.
Da ich selbst gekündigt habe, habe ich eine Sperre von 13 Wochen = 3 Monate. Danach bekomme ich ALG1. Soweit ich weiß, sind die 3 Monate dann ein Überbrückungstatbestand, und der Anspruch auf EM-Rente bleibt bestehen?

Stephan

von
Fred

Zusatzfrages zum Thema Abfindung und 3 Monate Sperre ALGI.
Können für diese 3 Monate freiwillig die Rentenbeträge weiterbezahlt werden?

von
Schiko.

Keine finanzielle Leistung- auch von der Arbeitsagentur- keine Beiträge-
somit keine Rente für diese Zeiten.
Eine Auffüllung , wie bei Rentenabschlägen bei vorzeitigem Rentenbeginn
nicht möglich, auch nicht die Zahlung von freiwilligen Beiträgen um den Ausfall für eine Sperre bei AL 1 auszugleichen.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Giwdul

Hallo Stefan,
seh mal Deinen AL-Bescheid genau an, bei mir ist im gleichen Fall, am Ende nochmals 13 Wochen ohne AL1 Bezug explizit ausgewiesen.
Auf Nachfrage beim Amt ist das so korrekt. Also nur 18 Monate AL1-Bezug.
Gruß

von
Chris

Warum sollten denn während der Sperre keine freiwilligen Beiträge möglich sein???

Während dieser Zeit liegen hier alle Vorraussetzungen nach §7 SGB VI (Freiwilige Versicherung) vor.

von
Schiko.

Der Beitrag von gestern, 22.22 Uhr stammt natürlich wieder vom Falschmünzer.Nur um das klarzustellen.

Mit freundlichen Grüssen

Experten-Antwort

Die Zahlung von freiwilligen Beiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung für Zeiten in denen ruhte (z.B. wegen Anrechnung von Abfindungen) oder versagt wurde (z.B. Sperrzeit wegen einer Eigenkündigung) ist grundsätzlich möglich.

Ob dies im Einzelfall sinnvoll ist sollte der Betroffene nach einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem Mitarbeiter der gesetzlichen Rentenversicherung selbst entscheiden.

Zeiträume die als Sperrzeit nicht als Anrechnungszeit in der gesetzlichen RV angerechnet werden können, sind zwar für nachfolgende Zeiträume (z.B. Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug) ein Überbrückungstatbestand. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass in bestimmten Fällen die Zahlung von freiwilligen Beiträgen trotz dessen für den Erhalt des Erwerbsminderungsschutzes notwendig sind.

In Fällen der sogenannten Antwartschaftserhaltung (§ 241 SGB VI) kann eine Ewerbsminderungsrente auch dann gezahlt werden, wenn bis 31.12.1983 die allgemeine Wartezeit erfüllt ist und wenn jeder Kalendermonat vom 01.01.1984 bis zum Kalendermonat vor Eintritt der Erwerbsminderung mit einer nach § 241 Abs. 2 genannten rentenrechtlichen Zeit belegt ist.
Die als Überbrückungstatbestand genannte Sperrzeit bei der Agentur für Arbeit (§§ 144 147 SGB 3 bzw. 119/119a AFG) gehören nicht zu diesen Zeiträumen.
Daher ist in solchen Fällen eine freiwillige Beitragszahlung anzuraten.

von
Komisch

Was doch sehr auffällig ist,ist das immer wenn Steuergott Schiko eine flasche Antwort gibt sie plötzlich nicht von ihm ist, sondern vom "Falschmünzer". Da muss man doch etwas schmunzeln.Hier sind es die freiwilligen Beiträge in der Sperrzeit.Schiko schreibt fälschlicherweise, das dies nicht möglich ist.Ich glaube der alte Mann will uns hier alle veräppeln.

von
Gracy

Schiko gibt eigentlich immer korrekte Antworten aus meiner Sicht. Das Problem ist nur, dass unter seinem Namen jeder schreiben kann, also auch du Komisch. Oder bist du vielleicht jemand anderes???

von
Komisch

Ich bin niemand anderes. Also mit richtigem Namen heisse ich natürlich nicht komisch.

Gut, ob die Antworten aus Ihrer Sicht korrekt sind, steht ja nicht zu Debatte und interessiert auch niemanden. Fachlich,rentenrechtlich war die Aussage

"Freiwillige Beiträge sind nicht
zulässig.
Mit freundlichen Grüßen."

natürlich Unsinn. Und die hat der gute Mann nunmal so getätigt.

von
dirk

War´er es ? ?
War ich es ? ?
War Komisch es ? ? ?

Keiner weiss es

Das Posten unter falschem , also bereits benutztem, für eine bestimmte Person und deren Meinung stehenden Nicknamen, ist leider hier nicht so neu:

Und krieg ich dich nicht fachlich, dann mache ich dich lächerlich....

von
Komisch

????

Hm....Sinn des Beitrages...komplett gegen Null!!! Aber gut das man drüber gesprochen hat.

von
Überbrückungstatbestand

Sehr geehrte Experten,

gehört die Nahtlosigkeitsregelung auch zum Überbrückungstatbestand?

Danke für eine Antwort.