Rentenbeiträge: Steuerersparnis für Altersvorsorge nutzen ???

von
Amadé

Liebe Redaktion,

mittels Ihres o.g. Artikels werden die Arbeitnehmer für wieder mal erneut für "dumm verkauft", um nicht zu sagen vera...t.

Dieser Pleitestaat verschenkt nichts - aber auch rein gar nichts! Zulagen, Steuervorteile usw. werden mehrfach wieder einkassiert ( siehe auch Elterngeld und PROGRESSIONSVORBEHALT).

Die Realität ist die, dass trotz brummender Konjunktur die Steuer- und Abgabenlasten ständig steigen.

Wo sehen Sie da denn den Spielraum für zusätzliche Altersvorsorge???

Auf

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,493231,00.html

wird insoweit hingewiesen.

von
Nix

Mein lieber Amadé!
Sie haben zwar Recht und auf die Antwort der Redaktion bin auch ich gespannt.
Aber: Ist es eigentlich nicht sch**egal, ob wir eine Steuerersparnis geniessen bei der zusätzlichen Altersvorsorge, wenn sich die Versicherungswirtschaft in die Hände spuckt(wegen der dicken Provisionen bei Riesterrentenversicherungen), weil über 70% der Riesterzulagen nur aufgrund von zusätzlich abgeschlossenen Riesterlebensversicherungen geflossen sind; wo wir beide doch wissen, dass(der Deutschen liebstes Kind) Lebensversicherungen/Rentenversicherungen die geringste Rendite (gemessen mit Aktienfonds) abwerfen?

Ich möchte mit meinem Beitrag sagen: Es wird nicht hochrentierlich genug in Deutschland gespart. Ob oder dass der Staat einerseits hilft und auf der anderen Seite die MwSt erhöht und damit uns das Geld wieder zurücknimmt, ist doch hierbei eigentlich wurscht.
Es wird nicht hochrentierlich genug gespart! Das ist das Problem. Nicht die Frage der Zulagen einerseits, die andererseits wieder durch MwSt-Erhöhungen wieder (wohlgemerkt verbrauchsorientiert=Sie können ja weniger Geld ausgeben)zurückgenommen werden.
Ich wette: Wenn ich Ihnen monatlich EUR 50,-- in die Hand drücken würde; Sie würden damit lediglich die Taschen von irgend so einem Versicherungsvertreter wegen irgend so einem Lebensversicherungsvertrag
füllen...so kann Altersvorsorge auch nicht funktionieren!
Da kann es doch nur gut und klug sein, wenn der Staat wenigstens durch Steuererhöhungen seine Staatsschulden tilgt.

von
- - -

Jetzt stehen die Vertreter der Aktionfonds wieder auf. Das kann ja unter Umständen sogar funktionieren (das Augenmerk liegt hier auf: kann). Also als Altersvorsorge auch nicht unbedingt empfehlenswert. Jeder sollte erst für sich entscheiden, was er zum leben eigentl. braucht. Nicht unnötig Geld ausgeben für Produkte welche einem von Vertretern oder von der Werbung aufgedrängt werden.

von
Amadé

Ihr letzter Satz in Ihrem Beitrag ist leider nur Wunsch - aber mit Nichten Programm!

Denn rotz Steuererhöhungen, diverser Streichungen so genannter Steuersubventionstatbestände und trotz sprudelnder Steuereinnahmen werden momentan leider immer noch neue Schulden aufgenommen, die den immensen Schuldenberg immer weiter auftürmen.

Wir müssen also konstatieren, dass noch immer kein einziger lumpiger Cent an Schulden zurückgezahlt wird, sondern gerade mal die NEUVERSCHULDUNG etwas zurückgefahren wird. Das darf bei allen Vorsorgebetrachtungen nicht vergessen werden.

Die Konjunktur brummt nicht für alle Zeit und Ewigkeit, so zeigt es nunmal die Erfahrung.

Wie sieht es eigentlich aus, wenn das Konjunkturbarometer wieder fällt?

Auch und gerade hochrentierliche Anlagen fallen der unersättlichen Gier der Finanzverantwortlichen dieser Republik zum Opfer.

Zuerst wurde das Produkt Lebensversicherung kaputt gemacht, dann folgte die Betriebliche Altersversorgung durch Einführung der Mehrfachverbeitragung auf diesem unrühmlichen Weg und ab 2009 werden durch die Abgeltungssteuer die Aktienfonds abgeschöpft.

Vorsorge am Standort D kann man getrost vergessen!

von
Amadé

Hier noch weitere Fakten:

http://www.stern.de/wirtschaft/finanzen-versicherung/:Steuerzahlerbund-Staat-B%FCrgern-Luft-Atmen/592684.html

von
Nix

Kapitalanlage ist ein langwieriger Prozess. Der fängt im Auszubildendenalter mit einem EUR 50,--Aktienfondssparplan. Zusätzlich folgen Einmalzahlungen, wenn es mit der Börse runtergeht. Anschliessend, wenn das Guthaben bei z.B. EUR 100.000,-- liegt erfolgt eine Diversifizierung. Die von allen Aktienfonds-"Ungläubigen" geprädigten Unsicherheiten bei der Kapitalanlage kann durch Diversifizierung in geschlossene Fonds ala Private-Equity, Schiffsfonds etc. die Volatilität eingedemmt werden.
Wie gesagt: Kapitalanlage ist ein langwieriger Anpassungsprozess. Wer denkt, alles verstanden zu haben, hat nichts dazugelernt.
Übrigens Ausschüttungen aus geschlossenen Fonds sind (für Amadé:"noch") steuerfrei.

Also meine lieben Amadés(inklusive Anhänger der Schwarzmaler): Die Zukunft ist rosig mit blühenden Landschaften. Geniessen wir sie.

von
Nix

Hallo Amadè!
Ihr letzter Satz gefällt mir:
"Vorsorge am Standort D kann man(n) vergessen."
Ein Tipp:
Hinter den Sieben Bergen bei den Sieben Zwergen gibt es auch gute Anlagemöglichkeiten(Verstanden, welches Land ich meine?).
Wie gesagt: Kapitalanlage und auch Vorsorge ist ein langwieriger Prozess, der nicht mit LV-Sparen beginnen darf.
Bei Ansammlung grösserer Beträge ist eine Diversifizierung in geschlossene Fonds(Private Equity, Schifsfonds, Venture Capital etc.) ratsam.
Nur so kann Altersvorsorge funktionieren.
Natürlich gibt es immer ein Risiko, das aber durch Diversifikation eingegrenzt wird.
Die Bundesregierung hat doch selbst moniert, dass über 70% der Riesterzulagen in Lebensversicherungsverträgen gehen, was garnicht so gewollt war. Da können Sie keine Lebensversicherungen für die Altersvorsorge hochloben bei den sinkenden Renditen im Zinsbereich.

von
Nix

Auf die Antwort der Experten bin ich gespannt. Ob die wohl noch kommt?

Experten-Antwort

Hallo,

wir haben lediglich darauf hingewiesen, dass man die Steuerersparnisse für die Altersvorsorge nutzen sollte. Damit haben wir niemanden für "dumm" verkauft. Das Zitat von der Steuersenkung stammt von Herrn Rürup (wie wir kenntlich gemacht haben).

Wir wollten mit dem Text auf die Dringlichkeit der Altersvorsorge hinweisen und keine politische Diskussion entfachen ...

Gruß
Redaktion