Rentenbeitrag für Freiberufler

von
Hera

Hallo,
ich bin neben meinem Hausfrauendasein freiberuflich als Dozentin tätig.
Nun stellt sich mir folgendes Problem:
Die Grenze zur Rentenversicherungspflicht liegt bei 450,-€ monatlich. Handelt es sich hierbei um den Gewinn nach Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder um das zu versteuende Einkomme (hierbei dürfen Sonderausgaben vorher abgezogen werden)?
Vielen Dank für Antworten.
LG, Hera

von
Matze72

Als Dozent ensteht immer Rentenversicherungspflicht, es sei denn, Sie beschäftigen in Rahmen Ihrer lehrenden Tätigkeit einen mehr als geringfügig enlohnten Beschäftigten
§ 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI

Die Grenze der Beitragspflicht liegt seit dem 01.01.2013 bei einem Arbeitseinkommen ab 450,00 EUR mtl. (= Geringfügigkeitsgrenze)

http://raa.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_165R3.3.1

Arbeitseinkommen definitert sich nach § 15 SGB IV. Danach ist Arbeitseinkommen der nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts ermittelte Gewinn aus einer selbständigen Tätigkeit.
Was nun nach dem Einkommensteuerrecht als Gewinn ermittelt, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Dies können Sie aber hier vertiefend nachlesen R§ + R4.x

http://raa.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB4_15R0&id=%A7%2015%20Arbeitseinkommen%20%205%2079

von
Matze72

Zitiert von: Matze72

R§ + R4.x

Gemeint ist R3 fortfolgende

Aber um die Frage zu beantworten -> Der Gewinn laut Einkommensteuerbescheid wird herangezogen.

Experten-Antwort

Oder noch einfacher: Der Bruttogewinn nach der Einnahme-Überschuss-Rechnung vor Abzug von Freibeträgen und Sonderausgaben.