Rentenberechnung

von
Anneliese

Wie wir bei derRntenberechnung berücksichtige, dass eine Frau vier Kinder geboren hat und trotzdem 45 Jahre ohne Unterbrechnung (Kinderbetreuung) berufstätig war?

von
Amadé

Treffen rentenrechtliche Kindererziehungszeiten (KEZ) mit einer versicherungspflichtigen Beschäftigung zusammen, werden diese additiv berücksichtigt. Der Wert der KEZ wird jedoch gekürzt, wenn diese zusammen mit der Bewertung der Beschäftigungszeit die jeweilige Beitragsbemessungsgrenze überschreitet(Gesamtbeitragswert also höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze).

Fordern Sie von Ihrem Rentenversicherungsträger eine Rentenauskunft MIT DETAILLIERTER RENTENBERECHNUNG an. Sie können dann am Besten die Rentenberechnung nachvollziehen. Verstehen Sie diese Zahlen nicht, vereinbaren Sie mit der Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers am Besten einen Termin.

Für die Wartezeit (Mindestversicherungszeit) kann beim Zusammentreffen von Pflichtbeiträgen der KEZ mit Pflichtbeiträgen aus der versicherungspflichtigen Beschäftigung die Zeit nur einmal gewertet werden, da das Jahr nunmal immer noch nur 12 Monate hat.

Bei der Frage des Zusammentreffens von KEZ mit Pflichtbeiträgen aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung spielt es keine Rolle, ob Sie nur vier, zwölf, 45 oder gar 55 Versicherungsjahre zurückgelegt haben.

Die additive Bewertung von KZ ist auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zurückzuführen.

http://www.jura.uni-sb.de/Entscheidungen/pressem96/BVerfG/kinder.html

http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/familie,did=23522.html

von
Bernhard

Muß man bei 50 % Erwerbsminderung im Falle von Arbeitslosigkeit mit 61 Jahren frühzeitig mit Abschlägen in Rente gehen, oder kann mann noch 18 Monate ALG I in Anspruch nehmen ?.

Was passiert,wenn einem mit 61 Jahren bei längerer Krankheit gekündigt wird, und wie sieht bei einer rechtmäßigen Kündigung die finanzielle Seite (Krankengeld oder ALG I aus ?

Experten-Antwort

Den Ausführungen ist zuzsutimmen.

Bachten Sie aber, dass es bei der sogen. additiven Bewertung jährliche Höchstgrenzen an Entgeltpunkten zu beachten gibt, vgl. Anlage 2 b zum Sozialgesetzbuch VI.

Bei einem Durchschnittsverdienst neben Kindererziehungszeiten(also einem Bruttojahresgehalt von 30.000 Euro) spielt dies jed. keine Rolle.

MfG

Experten-Antwort

Es liegt hier wohl eine falsche Begriffsauslegung vor.

Die in der gesetzlichen Rentenversicherung relevante Erwerbsminderung richtet sich nach anderen Kriterien als die Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft nach dem Grad der Behinderung (GdB).

Bei Letzterem gibt es Prozentwerte, etwa 50 % GdB, was aber keine Aussage darüber trifft, ob der Versicherte dann auch erwerbsgemindert im Sinne der gesetzlichen RV ist oder nicht.

Die sogen. Altersrente für Schwerbehinderte Menschen kann man - bis Jahrgang 1952 - ab 60 Jahren mit Abschlägen beanspruchen. Abschläge fallen dann keine an, wenn man bis 16.11.1950 geboren ist und auch bereits am 16.11.2000 zu mind. 50 % GdB als Schwerbehinderter anerkannt war.

Solange Sie keine vorzeitige Altersrente ohne Abschläge beziehen können, dürfen Sie zuvor den Anspruch auf Arbeitslosengeld ausschöpfen.

Konkrete Auskünfte dazu erhalten Sie von der zuständigen Agentur für Arbeit.

Ob bei Ihnen die Voraussetzungen für eine Rente wegen Erwerbsminderung bzw. andere vorzeitige Altersrente vorliegen, kann online nicht geprüft werden. Wenden Sie sich dazu bitte an eine Auskunfts und Beratungsstelle.

MfG