Rentenbescheid

von
Hannah

Mir wurde 2007 das erste Mal befristete EM-Rente gewährt,jeweils nach Begutachtung und zweimal für die Dauer von 3 Jahren und zuletzt für 2,5 Jahre-also seitdem insgesamt für 8,5 Jahre.Nun hatte ich wieder einen Verlängerungsantrag gestellt und erhielt jetzt den Bescheid,diesmal ganz ohne Gutachten und es wurde entschieden EM-Rente auf Dauer.Darob hatte ich nochmal mit meinen Fachärzten Rücksprache gehalten und dabei kam heraus.daß mein Urologe noch gar keinen Befund geschickt hatte,weil er doch etwas länger brauchte.Aber der Befund wird noch eingereicht.Nun die Frage:macht die RV beim Eintreffen dieses Befundes die Akte quasi nochmal auf oder bleibt es bei dem ergangenen Bescheid?

von
W*lfgang

Zitiert von: Hannah
Aber der Befund wird noch eingereicht.
Hannah,

der Urologe will offensichtlich noch ein paar EUR für seine späte Mühe mitnehmen ;-) Wozu soll ein Befundbericht noch nützlich sein, wenn eine Dauer-EMRT festgestellt worden ist?

Die DRV muss die Akte natürlich noch mal 'aufmachen', weil irgend so ein Siebenschläfer noch Papiere nachlegt - können ja nicht im Schredder gelagert werden, erst nach Sichtung.

Wenn der Befund keine positiven Prognosen enthält - was wohl aufgrund der jetzigen Entscheidung ungewöhnlich wäre - passiert nichts, Sie erhalten nicht mal eine Benachrichtigung.

Gruß
w.

von
Hannah

Vielen Dank Wolfgang für die Antwort.Naja,es ist ein bißchen schwieriger.Mein Urologe schreibt zwar ausführlich alle Diagnosen.möchte sich jedoch in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit nicht festlegen.Er hält sich nicht für einen Arbeitsmediziner und hat eine eigene Einstellung zu dem Ganzen.Er sollte selbst mal als Gutachter berufen werden,hat dies jedoch abgelehnt"weil er nicht über Wohl und Wehe von Menschen"entscheiden wollte.Die RV bekommt also von ihm lediglich eine umfangreiche Diagnostik zugesandt.

von
KSC

Dann soll es der Urologe doch sein lassen........Sie haben doch die Dauerrente......er kann sich das Schreiben sparen und kriegt halt die paar Euro für den Bericht auch nicht....ist Jacke wie Hose

von
Hannah

Danke KSC,ich sehe es fast ähnlich aber es schwingt eben auch die Befürchtung mit das dieses Schreiben den Bescheid quasi "kippt".

von
R. Schnorr

Zitiert von: Hannah

Danke KSC,ich sehe es fast ähnlich aber es schwingt eben auch die Befürchtung mit das dieses Schreiben den Bescheid quasi "kippt".

Da niemand hier wissen kann, was Ihr Urologe schreibt, kann auch niemand Ihre Frage, ob dieser Befundbericht eventuell die ursprüngliche Entscheidung beeinflussen kann, seriös beantworten.

Es kommt sogar häufig in laufenden Gerichtsverhandlungen vor, dass während der Beweisaufnahme die Anklage aufgrund einer veränderten Beweislage verschärft oder abgemildert wird.

Warum sollte es bei anderen Behörden also nicht möglich sein, nachträglich Bescheide zu revidieren, wenn sich neue Anhaltspunkte ergeben haben?

von
KSC

Wenn der Urologe "auf Ihrer Seite steht" lässt er den "doofen Bericht einfach sein".

Und wenn er ihn trotzt Ihrer Ängste dennoch fortschickt.....aus Prinzip, oder weil er die Kohle abrechnen will, oder warum auch immer......wissen Sie dass theoretisch zumindest "das schlimmste passieren könnte".
Und wenn das schlimmste eintritt, wissen Sie bei wem Sie sich bedanken können.

Ist allerdings aus meiner Sicht und Erfahrung relativ unwahrscheinlich.

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC

Wenn der Urologe "auf Ihrer Seite steht" lässt er den "doofen Bericht einfach sein".

Und wenn er ihn trotzt Ihrer Ängste dennoch fortschickt.....aus Prinzip, oder weil er die Kohle abrechnen will, oder warum auch immer......wissen Sie dass theoretisch zumindest "das schlimmste passieren könnte".
Und wenn das schlimmste eintritt, wissen Sie bei wem Sie sich bedanken können.

Ist allerdings aus meiner Sicht und Erfahrung relativ unwahrscheinlich.

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC
Und wenn er ihn trotzt Ihrer Ängste dennoch fortschickt.....aus Prinzip, oder weil er die Kohle abrechnen will
...was gibt es dafür? ...30 EUR? Ab damit in die Kaffeekasse der Praxis und gut its. Ein guter Arzt des Vertrauens zuckt ob dieser geringen Summe sicher nicht mal 'ne Augenbraue hoch.

Hannah redet noch mal mit dem Arzt und dann ist die Sache geklärt.

Gruß
w.

von
Lis

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: KSC
Und wenn er ihn trotzt Ihrer Ängste dennoch fortschickt.....aus Prinzip, oder weil er die Kohle abrechnen will
...was gibt es dafür? ...30 EUR? Ab damit in die Kaffeekasse der Praxis und gut its. Ein guter Arzt des Vertrauens zuckt ob dieser geringen Summe sicher nicht mal 'ne Augenbraue hoch.

Hannah redet noch mal mit dem Arzt und dann ist die Sache geklärt.

Gruß
w.

Bei den 28,20 EUR lachen die sich nen Ast und bestellen lieber erst mal den Versicherten hin, damit Sie für die Untersuchungen bei der KK noch was abrechnen können... dass sich das Rentenantragsverfahren dadurch meist hinauszögert, da viele Ärzte nur mit Termin machen interessiert die nen Keks... Hauptsache Kohle kassieren für Befunde, die bereits feststehen... Sorry, habe leider schon sehr merkwürdige Ärzte erlebt, aber auch sehr Gute, wo innerhalb von 2 Tage der Befundbericht schon wieder auf dem Rückweg war.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo, Hannah,

auf den Inhalt kommt es an. Es kann Ihnen daher niemand beantworten, ob ein weiterer, an die DRV versandter Befundbericht negative Konsequenzen hätte. Wenn Sie nicht daran interessiert sind, dass dieser Bericht an die DRV gesandt wird, sollten Sie sich mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen und darauf hinweisen, dass bereits über den Rentenantrag entschieden worden ist. Selbstverständlich wird der Vorgang / Sachverhalt nach Eintreffen der ärztlichen Unterlagen nochmals geprüft. Eine Änderung der getroffenen Entscheidung muss nicht – kann aber erfolgen.