Rentenbezug nach Scheidung

von
Petra Pauli

Ich (54 J.), dauerberentet seit 2010 wg Schwerbehinderung (MS, u.a.), erhalte nur eine geringe Rente, lebe seit langem getrennt (bis dato o. Trennungs-Unterhalt v meinem Mann, da er alles verschleppt und die Gerichtsmühlen langsam mahlen..)Erwäge nunmehr selber die Scheidung einzureichen, aber muss zuvor unbedingt erfahren; ob die dann geteilten Rentenanwartschaftspunkte von beiden Seiten für mich dann direkt nach der vollzogenen Scheidung greifen, bzw. in monatlich höherem Rentenbezug zur Zahlung kämen. Oder ab wann wäre es generell üblich/ möglich. Über eine Antwort bin ich sehr dankbar!
MfG

von
Dukati

Zitiert von: Petra Pauli

ob die dann geteilten Rentenanwartschaftspunkte von beiden Seiten für mich dann direkt nach der vollzogenen Scheidung greifen...
, so ist das, nach der Scheidung werden die Entgeltpunkte geteilt, wenn er mehr erworben hat, wird die Differenz Ihrem Rentenkonto zugeschrieben und die höhere Rente an Sie ausgezahlt.

Experten-Antwort

Hallo Petra Pauli,
ein Versorgungsausgleich (Aufteilung von in der Ehezeit erworbenen Renteneinkünften) wird bei den Rententrägern nach der Rechtskraft der Entscheidung umgesetzt.
Sollten Sie also im Scheidungsverfahren Ansprüche Ihres Mannes übertragen bekommen (weil er höhere Ansprüche hat als Sie), dann erfolgt nach der Rechtskraft eine Gutschrift bei Ihnen.
Da Sie schon eine Rente beziehen wird sich diese Gutschrift auch bei Ihrem Rentenbezug auswirken, d.h. Sie bekommen mögliche übertragene Rentenansprüche sofort zu Ihrer Erwerbsminderungsrente dazu.

Wer von Ihnen in der Ehezeit allerdings die höheren Rentenanwartschaften erworben und damit möglicherweise Ausgleichpflichtiger ist, ist allerdings offen.