Renteneinzahlung

von
Marion

Hallo,
ich hätte gern mal gewusst,ob ich selbst einen geringen Rentenbeitrag einzahlen kann,auch wenn ich nicht arbeiten gehe?Zur Zeit habe ich noch einen 400 Euro Job und dort werden mir,weil ich es möchte, 4,9 % für die Rente abgezogen.Kann ich dies,nach der Job Kündigung auch selbst einzahlen??? Wieviel müsste ich einzahlen?
Danke jetzt schon für die Hilfreichen Antworten

von
-_-

Sie können zwar freiwillige Beiträge einzahlen, die jedoch nicht zur Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes wegen Erwerbsminderung geeignet sind. Näheres hier:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/58304/publicationFile/20166/freiwillig_rentenversichert_ihre_vorteile.pdf

von
B´son

Man kann sich durch freiwillige Beiträge sehr wohl einen Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente aufrecht halten.
Wer vor 1984 mindestens 5 Jahre Beiträge gezahlt und danach keine Lücken hat, der kann auch durch freiwillige Beiträge seine Anwartschaften erhalten (§ 241 Abs. 2 SGB VI hilft uns hier weiter).

Lassen sie sich bitte vorab bei einer A/B-Stelle hinsichtlich der Zweckmäßigkeit einer Beitragszahlung beraten.

Experten-Antwort

Hallo Marion,

ja, Sie können nach Wegfall der Versicherungspflicht aufgrund Ihrer Beschäftigung (Minijob mit Verzicht auf die Versicherungsfreiheit) grundsätzlich auch selbst Beiträge zur Rentenversicherung zahlen (derzeit mind. 79,60Euro, höchstens 1.094,50 Euro pro Monat) . Dies sind dann allerdings „nur“ freiwillige Beiträge, die versicherungsrechtlich andere Auswirkungen haben als Pflichtbeiträge.

Ob (gerade auch im Hinblick auf eine mögliche Anwartschaftserhaltung auf eine Erwerbsminderungsrente) und in welcher Höhe eine freiwillige Beitragszahlung in Ihrem Fall sinnvoll ist, sollten Sie bei einem individuellen Beratungsgespräch in einer Auskunfts- und Beratungsstelle eines Rentenversicherungsträgers in Ihrer Nähe klären.

von
-_-

Zitiert von: B´son

Man kann sich durch freiwillige Beiträge sehr wohl einen Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente aufrecht halten. Wer vor 1984 mindestens 5 Jahre Beiträge gezahlt und danach keine Lücken hat, der kann auch durch freiwillige Beiträge seine Anwartschaften erhalten.

Das war aber nicht gefragt worden und ist so auch gar nicht richtig. Tatsächlich lautet die besagte Bestimmung:

Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vor Eintritt der Erwerbsminderung oder Berufsunfähigkeit (§ 240) sind für Versicherte nicht erforderlich, die vor dem 1. Januar 1984 die allgemeine Wartezeit erfüllt haben, wenn jeder Kalendermonat vom 1. Januar 1984 bis zum Kalendermonat vor Eintritt der Erwerbsminderung oder Berufsunfähigkeit (§ 240) mit Anwartschaftserhaltungszeiten belegt ist.

Es sind also nicht für 5 Jahre Beitragszeiten gefragt, sondern die Erfüllung der allgemeinen Wartezeit. Lücken in der Beitragsleistung sind zulässig, wenn derweil Anwartschaftserhaltungszeiten vorliegen.

Die von mir unter "Näheres hier" genannte Broschüre gibt außerdem auf Seite 7 die besagte Bestimmung allgemein verständlich wieder, so dass es der besonderen Erwähnung dieser Sonderbestimmung nicht explizit bedurfte.

von
B´son

Zitiert von: -_-

Zitiert von: B´son

Man kann sich durch freiwillige Beiträge sehr wohl einen Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente aufrecht halten. Wer vor 1984 mindestens 5 Jahre Beiträge gezahlt und danach keine Lücken hat, der kann auch durch freiwillige Beiträge seine Anwartschaften erhalten.

Das war aber nicht gefragt worden und ist so auch gar nicht richtig. Tatsächlich lautet die besagte Bestimmung:

Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vor Eintritt der Erwerbsminderung oder Berufsunfähigkeit (§ 240) sind für Versicherte nicht erforderlich, die vor dem 1. Januar 1984 die allgemeine Wartezeit erfüllt haben, wenn jeder Kalendermonat vom 1. Januar 1984 bis zum Kalendermonat vor Eintritt der Erwerbsminderung oder Berufsunfähigkeit (§ 240) mit Anwartschaftserhaltungszeiten belegt ist.

Es sind also nicht für 5 Jahre Beitragszeiten gefragt, sondern die Erfüllung der allgemeinen Wartezeit. Lücken in der Beitragsleistung sind zulässig, wenn derweil Anwartschaftserhaltungszeiten vorliegen.

Die von mir unter "Näheres hier" genannte Broschüre gibt außerdem auf Seite 7 die besagte Bestimmung allgemein verständlich wieder, so dass es der besonderen Erwähnung dieser Sonderbestimmung nicht explizit bedurfte.

Eigentlich woillte ich mir jedweden weiteren Kommentar einfach verkneifen, aber gut, wie sie wollen :

Soso, meine Antwort ist also nicht richtig..
Was genau ist denn nicht richtig ?

Und gefragt war nach der EM-Rente auch nicht ?
Wer hat denn behauptet, dass eine Anwartschaftserhaltung durch freiwillige Beiträge nicht möglich ist, somit also das Thema EM überhaupt erst ins Spiel gebracht ?

Meine Aussage zu den erforderlichen 5 Jahren mit Beitragszeiten ist also falsch ?
Bitte erklären sie mir und den geneigten Mitlesern dann doch kurz, welche Zeiten zur allgemeinen Wartezeit zählen.

Auch habe ich in meiner Antwort geschrieben :"... danach keine Lücken hat...", bitte helfen sie mir kurz auf die Sprünge, wo genau in diesem Satz der Fehler (von durchgehender Beitragsleistung seh ich hier kein Wort...) ist.

Sie können jetzt schreiben und Gesetzestexte kopieren wie sie wollen, fakt ist, dass ihre 1.Antwort einfach falsch ist !

von
-_-

Die von mir ergänzend zum ersten Satz meiner Antwort unter "Näheres hier" genannte Broschüre gibt auf Seite 7 besagte Bestimmung allgemein verständlich wieder und impliziert daher auch Einzel- und Besonderheiten. Diesen Hinweis halte ich für ausreichend, sich voll umfänglich zu allen weiteren Bedingungen zu informieren. Es bedurfte daher der nochmaligen besonderen Erwähnung im Text nach meiner Auffassung nicht, zumal gar nicht bekannt ist, ob die erforderlichen Voraussetzungen für eine Anwendung der Sonderbestimmung bei der Fragestellerin vorliegen.

von
Marion

Oh, Oh! Ich wollte keine Mißstimmung aufbringen.
Also...ich bin nicht Erwerbsunfähig.
Ich möchte meinen momentanen Job kündigen,oder mich kündigen lassen.Dann wäre ich Hausfrau und Mutter (solange,bis ich etwas neues finde) Kann ich also als Hausfrau etwas zu meiner späteren Rente einzahlen???

Danke für Ihre/Eure Bemühungen

von
-_-

Ja, Sie können freiwillige Beiträge entrichten. Ob Sie das auch tun sollten, hängt vom Zweck der Entrichtung ab. Aus reinen Renditegründen ist die Entrichtung freiwilliger Beiträge jedoch eher nicht empfehlenswert.

Möchten Sie in diesem Jahr freiwillige Beiträge für 2011 zahlen, ergeben sich aus dem Beitragssatz von 19,9 Prozent als Mindestbeitrag monatlich 79,60 Euro, als Höchstbeitrag monatlich 1094,50 Euro.

Lassen Sie sich bei der Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung individuell beraten.

Schauen Sie bitte einmal in die Broschüre:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/de/Inhalt/04_Formulare_Publikationen/02_info_broschueren/04_vor_der_rente/freiwillig_rentenversichert_ihre_vorteile.html

Formulare:
V060 Antrag auf Beitragszahlung für eine freiwillige Versicherung
V062 Merkblatt über die freiwillige Versicherung bei Aufenthalt im Inland
über die Seite
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/de/Inhalt/04_Formulare_Publikationen/01_formulare/01_versicherung/_DRV_Paket_Versicherung_Pflicht_Freiwillige_Versicherung.html

von
Marion

Ich bedanke mich ganz Herzlich!
Ich werde dann wohl einen Termin bei der Rentenversicherungsanstalt machen und mich ,für meine Situation, beraten lassen.
Vielen Dank nochmal
Lieben Gruß
Maron

von
B´son

Zitiert von: -_-

Die von mir ergänzend zum ersten Satz meiner Antwort unter "Näheres hier" genannte Broschüre gibt auf Seite 7 besagte Bestimmung allgemein verständlich wieder und impliziert daher auch Einzel- und Besonderheiten. Diesen Hinweis halte ich für ausreichend, sich voll umfänglich zu allen weiteren Bedingungen zu informieren. Es bedurfte daher der nochmaligen besonderen Erwähnung im Text nach meiner Auffassung nicht, zumal gar nicht bekannt ist, ob die erforderlichen Voraussetzungen für eine Anwendung der Sonderbestimmung bei der Fragestellerin vorliegen.

Zitat Ihrer ersten Antwort :
"Sie können zwar freiwillige Beiträge einzahlen, die jedoch nicht zur Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes wegen Erwerbsminderung geeignet sind."

Falsche Antwort !!!
Ihre Ausflüchte zum Verweis auf die Broschüre helfen da auch nicht weiter...

Wenn ich einem Versicherten in der Beratung solche haarsträubenden Auskünfte erteilen und ihn dann noch auf die Broschüre verweisen würde, dann hätte ich nach kurzer Zeit dutzende sozialrechtliche (Wieder)Herstellungsansprüche wegen grober Falschauskunft am Hals...

Sie haben übrigens meine Fragen noch nicht beantwortet...