Rentenentzug?

von
loeweneule

Ich (60) beziehe Rente wegen voller Erwerbsminderung, war zum Zeitpunkt der Anerkennung 80 Prozent behindert. Nun wird man mich wegen leichter Besserung (psych. Erkrankung - Depression) auf 50 Prozent herunterstufen. Kann dies auf meine Rente Einfluß haben?

von
KSC

Der Grad der Schwerbehinderung hat auf die EM Rente keinen Einfluß, das sind total verschieden definierte Begriffe.

von
Klaus-Peter

Nein. Wie hoch ihr GdB ( oder ob Sie überhaupt einen haben.,. ) ist, ist für die RV hinsichtlich der EM-rente nicht relevant !

Das Schwerbehindertenverfahren hat mit dem Erwerbsminderungsverfahren nichts zu tun. Nur weil der GdB jetzt wie in ihrme Falle gekürzt wird, wird nicht die EM-Rente entzogen, überpüft oder in Frage gestellt.

Sollten Sie aber nur eine befr. EM-Rente erhalten und beim nächsten Verlänegrungsantrag die ärztlichen Berichte die zur Herabsetzung des GdB geführt haben in Besitz der RV gelangen, könnte dies schon Auswirkungen auf die Verlängerung oder Nichtverlängerung ihrer Rente haben.

Insofern sind nur die ärztlichen Berichte entscheidend und nicht die reine Herabstufung des GdB. Viele Leute die eine EM-Rente beziehen haben gar keinen Grad der Behinderung. Daran sehen Sie ja schon, das der GdB die RV nicht interessiert.

Das übrigens der GdB vom Versorgungsamt nach einer gewissen Zeit und bei einer Besserung einer Depression herabgesetzt wird ist völlig normal. Sie können / sollten aber dagegen angehen und Widerspruch einlegen. Habe dies selbst getan und meinen GdB von 60% dadurch letztlich - sogar dann unbefristet - behalten können.

von
loeweneule

Vielen Dank für die Antwort. Meine Rente ist unbefristet (genau gesagt steht auf dem Bescheid: "Die Rente wird bis zum Monat des Erreichens der Regelaltersgrenze gezahlt"), der Anspruch kann aber ja auch in diesem Falle nachgeprüft werden. Köpnnte in diesem Fall wegen einer gewissen Besserung (keine Suizidgefahr derzeit etc.) dann doch Probleme entstehen. Mein Alter ist übrigens 60 Jahre...

von
Klaus-Peter

Da machen Sie sich mal keine Sorgen. Das ist gelaufen. Auch und gerade aufgrund ihres Alters. In dem Alter eine unbefr. Rente wieder zu entziehen ist zwar nicht unmöglich, aber schon sehr sehr unwahrscheinlich.

von
Rubinstein

"Das übrigens der GdB vom Versorgungsamt nach einer gewissen Zeit und bei einer Besserung einer Depression herabgesetzt wird ist völlig normal"

Das ist mir neu. Ich dachte, daß der einmal festgestellte GdB vom Versorgungsamt nicht ohne weiteres wieder geändert wird. Außer im Falle einer Neubeantragung natürlich.

Das heißt also, das Versorgungsamt wird von sich aus tätig z.B. nach einem Jahr und schreibt den behandelnden Arzt an, ob sich an der Krankheit bzw. Depression zwecks Neufestsetzung des GdB was geändert hat.

Ist das korrekt bzw. sehe ich das richtig?

von
öha

Zitiert von: loeweneule

.... Mein Alter ist übrigens 60 Jahre...

Wechseln Sie doch einfach in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen und Sie haben, zumindest in Sachen Rente, Ruhe.

Vorausgesetzt Sie haben 35 Versicherungsjahre und sind kein Riestersparer...?!

von
loeweneule

Zitiert von: öha

Zitiert von: loeweneule

.... Mein Alter ist übrigens 60 Jahre...

Wechseln Sie doch einfach in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen und Sie haben, zumindest in Sachen Rente, Ruhe.

Vorausgesetzt Sie haben 35 Versicherungsjahre und sind kein Riestersparer...?!

Kein Riester. Aber auch keine 35 Jahre.

von
Klaus-Peter

Zitiert von: Rubinstein

"Das übrigens der GdB vom Versorgungsamt nach einer gewissen Zeit und bei einer Besserung einer Depression herabgesetzt wird ist völlig normal"

Das ist mir neu. Ich dachte, daß der einmal festgestellte GdB vom Versorgungsamt nicht ohne weiteres wieder geändert wird. Außer im Falle einer Neubeantragung natürlich.

Das heißt also, das Versorgungsamt wird von sich aus tätig z.B. nach einem Jahr und schreibt den behandelnden Arzt an, ob sich an der Krankheit bzw. Depression zwecks Neufestsetzung des GdB was geändert hat.

Ist das korrekt bzw. sehe ich das richtig?

Es kommt darauf an, ob der GdB befristet wurde oder nicht. Hat man den GdB unbefristet zuerkannt bekommen ist ads Fix und es passiert nichts mehr.

Hier in NRW wird aber - leider - ein GdB ( fast ) immer nur erst befristet zuerkannt ( wie die EM-Rente ) . Nur in ganz wneigen Fällen gibts den GdB gleich unbefristet. Kurz vor Ablauf der
Befristung " wird dann " von Amts wegen " wie es so schön heisst der aktuelle Gesundheitzszustand ganz neu ermittelt. Dazu fordert das Versorgungsamt ( jetzt Kreis/Stadt ) von den behandelnden Ärzten neue aktuelle Befundberrichte an. Auch eine Begutachutng ist da durchaus denkbar. Das alles kann dann dazu führen das der Gdb gekürzt oder ganz entzogen wird.

" Das heißt also, das Versorgungsamt wird von sich aus tätig z.B. nach einem Jahr und schreibt den behandelnden Arzt an, ob sich an der Krankheit bzw. Depression zwecks Neufestsetzung des GdB was geändert hat. "

Ja, genau so läuft das !

Experten-Antwort

Dies hat grundsätzlich keinen Einfluss auf Ihre Rente.

von
egal

Da habe ich auch mal eine Frage zu. Depression und EM-Rente, na fein. Könnte eigentlich "Burnout" auch zählen?

von
loeweneule

Zitiert von: egal

Da habe ich auch mal eine Frage zu. Depression und EM-Rente, na fein. Könnte eigentlich "Burnout" auch zählen?

Wie ist Ihre Frage gemeint? Wenn Sie - wie ich so ein bisschen vermute (korrigieren Sie mich, wenn ich mich irren sollte) - psychische Erkrankungen als Modegedöns abtun, ist jedes eitere Gespräch überflüssig.

von
kurt 60

[hallo
was hat das Riestersparen denn mit der umwandlung in die Altersrente fuer Schwerbehinderte zu tun?

von
egal

Zitiert von: loeweneule

Wie ist Ihre Frage gemeint?

So, wie ich sie gestellt habe. Ich habe absolut keine Vorstellung, was Depression sein soll, deswegen die Frage nach Burnout, ob das gemeint ist. Sonst habe ich aber auch eine Depression, wenn ich früh morgens aufstehen muss. Ja, ja - nicht gleich Kopfabreißen ;-).

Zitiert von: kurt 60

[hallo
was hat das Riestersparen denn mit der umwandlung in die Altersrente fuer Schwerbehinderte zu tun?

Weil nur EM-Rentner Riester-Zulage per Status quo bekommen können, Altersrentner nicht mehr.

von
loeweneule

Zitiert von: egal

Zitiert von: loeweneule

Wie ist Ihre Frage gemeint?

So, wie ich sie gestellt habe. Ich habe absolut keine Vorstellung, was Depression sein soll, deswegen die Frage nach Burnout, ob das gemeint ist. Sonst habe ich aber auch eine Depression, wenn ich früh morgens aufstehen muss. Ja, ja - nicht gleich Kopfabreißen ;-).

Sorry, ich lese immer wieder in Foren, daß Leute Urteile über diese Erkrankung angeben,die nichts davon wissen bzw. nur vorurteile haben. Burnout ist verwandt mit Depression, aber letztere hier zu schildern, würde den Rahmen sprengen. Depression ist nicht "Ich bin heute mal nicht gut drauf." depression kann bis zur völligen Unfähigkeit führen, überhaupt noch irgend etwas zu machen. Höchgstens noch, sich umzubringen. Stellen sie sich vor, Sie haben 24 Stunden am Tag Angst. Nicht unbedingt vor irgendetwas, einfach nur noch das reine gefühl der Angst. Ansonsten gibt es hier gute Infos. http://www.deutsche-depressionshilfe.de

von
egal

Danke für die offenen Worte, loeweneule. Da ich nun auch EM-Rentner geworden bin (sonst wäre ich ja nicht hier wahrscheinlich), fragte ich. Wenn ich keine Depression habe, kann es bei mir also nur ein körperliches Handicap sein. Da habe ich es immer sehr pragmatisch gehalten. Man hat zwei Alternativen. Erste: Ganze Tag heulen oder Zweite: Schicksal annehmen und (immer) weitermachen. Ich habe mich für Zweiteres entschieden. Kann ich nur empfehlen, wir Alle sind ja nur einmal hier! Also: Kopf hoch, loeweneule. Alles wird gut. Ich kann mir vorstellen, es ist schwierig, wenn man in Depressionen gefangen ist. An Phobien und so habe ich beim Burnout-Post übrigens nicht gleich gedacht...

von
loeweneule

Zitiert von: egal

Danke für die offenen Worte, loeweneule. Da ich nun auch EM-Rentner geworden bin (sonst wäre ich ja nicht hier wahrscheinlich), fragte ich. Wenn ich keine Depression habe, kann es bei mir also nur ein körperliches Handicap sein. Da habe ich es immer sehr pragmatisch gehalten. Man hat zwei Alternativen. Erste: Ganze Tag heulen oder Zweite: Schicksal annehmen und (immer) weitermachen. Ich habe mich für Zweiteres entschieden. Kann ich nur empfehlen, wir Alle sind ja nur einmal hier! Also: Kopf hoch, loeweneule. Alles wird gut. Ich kann mir vorstellen, es ist schwierig, wenn man in Depressionen gefangen ist. An Phobien und so habe ich beim Burnout-Post übrigens nicht gleich gedacht...

Ebenfalls alles Gute und vielen Dank. So miserabel wie vor 4 Jahren geht es mir zum Glück nicht mehr, sonst wäre ich nicht in der Lage, hieretwas zu schreiben. Aber jede Stresssituation, wie eben diese, wegen der ich hier angefragt habe, haut mich erstmal um. Abernochwas:Phobie ist was anderes. Das ist Angst vor irgendwas. Enge, Weite, Spinnen, etc. iIch meinte das reine Gefühl der Angst, ständig und völlig unspezifisch.