Rentenfreibetrag

von
Maximilian

Hallo,
werden in den Prozentsätzen zur Berechnung des Rentenfreibetrages noch weitere Renten mit einbezogen, z.B.Pensionskassenrente oder Firmenrente?

von
Bernhard

Ich nehme an, Sie verstehen unter "Rentenfreibetrag" den lebenslang gleichbleibenden steuerlichen Freibetrag, der den voll zu versteuernden Teil einer gesetzlichen Rente mindert.

Dieser errechnet sich lediglich aus der anfänglichen Höhe der gesetzlichen Rente, sowie dem Jahr des erstmaligen Rentenbezugs.

Daneben bezogene Renten aus betrieblicher Altersvorsorge erhöhen diesen Freibetrag nicht. Rentner mit zusätzlichen Einkünften (vor allem also im Westen) werden daher stärker belastet.

Experten-Antwort

...für den Bereich der gesetzlichen Rente wäre dies auch hier http://www.bundesfinanzministerium.de/cln_06/nn_4140/DE/Service/Downloads/Abt__IV/071__5,templateId=raw,property=publicationFile.pdf
ab den randnummern 82 ff nachzulesen.

Bei Betriebsrenten wird nach internen (Direktzusage, Unterstützungskasse) und externen Durchführungswegen (Pensionskasse, Pensionsfonds, Direktversicherung) unterschieden.

Der bei internen Durchführungswegen anzusetzende (hängt von der Art der rente und dem Lebensalter ab) Versorgungsfreibetrag wird für die Zukunft stufenweise abgeschmolzen (vgl. Tabelle § 19 II Estg) bleibt dann aber für die Bezugszeit der Betruebsrente unverändert.

MfG

von
Schiko.

Über die steuerliche schlechterstellung der gesetzlichen
ab 2005 sind sie schon informiert. Anstelle der günstigeren
ertragsanteil versteuerung, mit 65 jahren rentenbeginn 27% ,
nunmehr ab 2005 die 50% versteuerung. Dies prozentsatz
erhöht sich jährlich bis schließlich die vollversteuerung in
2040 gilt.

Genau genommen, der steuerfreie betrag vermindert sich, bis
es diesen nicht mehr gibt.
Von 50% ertragsanteil zu sprechen ist unsinn, diese frühere be-
rechnungsart gibt es aber noch für privatrenten, zusatzrenten oder
auch kassenrenten genannt.

Wird oft verschwiegen, zu den inzwischen sogar ermäßigten
prozenten der ertragsanteilberechnung.

Der 65 jährige , statt früher 27 % nurmehr 18% bei solchen
renten.

Für diese zwei rentenarten ist keine steuerkarte mehr abzugeben,
dies heißt aber nicht dass auch bei hohen renten keine steuer anfällt.

Dies wird sich erst bei bearbeitung der steuererklärung heraus stellen.

Die dritte variante die betriebsrente, hier ist dem früheren arbeitgeber
die steuerkarte einzureichen. Unter berücksichtigung des versorgungs-
freibetrages erfolgt die steuerabführung nach der monatstabelle..

Dies ist praktisch die handhabung wie auch bei den pensionen für
frühere beamte.

Aus dem stehgreif, hätte also jemand 12.000 jahresbrutto gesetzliche,
und 18.000,00 zusatzrente fällt ab 2005 weniger steuer an als vorher.

Mit freundlichen Grüßen.

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