Rentengarantie?

von
Baldrentner

In den "Ihre-Vorsorge-Nachrichten" gibt es heute den Beitrag über die Meinung der Wirtschaftsweisen.

Verstehe ich das richtig, dass es möglich sein soll, den heute gültigen Wert für EP von 27,20 (West) zu "kürzen"? oder gibt es da einen "Bestandsschutz" oder "Vertrauensschutz", weil so in 2008/2009 beschlossen und garantiert? Dass es keine "Zuwächse" mehr gibt, das hat wohl jeder begriffen.

von
Knut Rassmussen

Nach der heutigen gesetzlichen Anpassungsregelung ist ein niedrigerer aktueller Rentenwert nicht möglich. Bestandsrenten sind also geschützt.

Sonst gilt wie immer der Spruch: Was nicht passt, wird passend gemacht. --- nächste Rentenreform abwarten

von
Baldrentner

Bestandsrenten: soweit klar. Aber: Diejenigen, die 2010/2011 in Rente gehen, können die nach Ihrer Meinung und nach Ansicht der ExpertIn noch mit 27,20(West) kalkulieren?

von
Ja

JA!
Das ergibt sich aus der einschlägigen Vorschrift des § 68 a SGB VI (Schutzklausel).

von
Öha

... zur Not wird halt bei den 'noch nicht Rentnern' wieder auf der Bewertungs- und Leistungsseite ausgeholzt, dann kann man den aktuellen Rentenwert auch garantieren!

von
Wolfgang

...genau, ein paar wenige Zuschlagsberechnungen sind in der Berechnung ja noch enthalten: Zuschlags-EP für Berufsausbildungen/Fachschule, Mindest-EP bei geringem Arbeitsentgelt, diverse andere beitragsfreie Zeiten, FRG ist mit 60 % auch noch viel zu hoch über NULL, 3 Jahre KEZ ohne Beitragsleistung - und die Abschläge vor 'Rente mit 67' ...eigentlich noch viel zu milde ;-))

Und daneben, kann natürlich jederzeit der akt. Rentenwert per Gesetz kippen - so dass auch laufende Renten in ein realistisches Zahlungs-/Haushaltsgefüge 'passen'. Nur, die DRV kann Ihnen (Baldrentner) darauf keine Antwort geben ...sie macht die Gesetze nicht (auch wenn sie die eigenen Kassen und das Mach-/Reduzierbare viel besser kennt ;-)

Gruß
w.
(und Wirtschaftsweise als Fachkompetenzen zu akzeptieren ? ...nee, die sind sicher zu 'unqualifiziert' für realistische Bewertungen ;-)

von
Schiko.

Obwohl ich grundsätzlich gegen solche Beteuerungen wie"Ren-
tengarantie " bin , versuche ich auf meine Weise das Wort zu er-
klären, meine aber auch schon früher gab es Erklärungen oder
Garantien die das Absinken von Bruttorenten verhinderten.

Meine aber, die Garantie trifft folgende Aussage:

Für 2009 gilt ein Rentenwert vn 27,20 je Entgeltpunkte mit
Euro 30.879 Jahresverdienst als Durschnittslohn.

Nun ist prognostiziert für das Jahr 2010 ein Durchschnitsver-
dienst von 32.003, der Betreffende hat aber nur wie im Vorjahr
30.879 Verdienst, führt dies zu 30.879: 32.003 mithin zu nur
0,9649 EP. und x 27,20 zu 26,25 Rentenwert

Aufgrund der Garantie werden aber 27,20 weiterhin ber-
rechnet.

MfG.

von
Wolfgang

Hallo Schiko.,

> Nun ist prognostiziert für das Jahr 2010 ein Durchschnitsver-
dienst von 32.003 (...)

würde mich interessieren, wo Sie diesen (vorläufigen) Wert herhaben - meine Newsletter rundum haben diesen Werten bisher nicht offenbart. Würde ja bedeuten, das Durchschnittsentgelt in 2010 erfährt doch eine deutliche Steigerung (und Merkels neuer Sekundant kriegt ein noch breiteres 'wachendes' Grinsen ;-)

Gruß
w.

von
Baldrentner

Ich bin so schlau wie vorher. Ich bitte um ein Nachricht von Experten/in. Danke

von
Schiko.

ntenbeitragssatz bleibt 2010 stabil

Bundessozialministerium bestätigt: Versicherte zahlen auch im kommenden Jahr 19,9 Prozent ihres Verdiensts an die Rentenkasse.

Berlin (sth). Die 35 Millionen aktiv Versicherten der gesetzlichen Rentenversicherung müssen im kommenden Jahr den gleichen Beitragssatz von ihrem Verdienst an die Rentenversicherung abführen wie bisher. Wie Bundessozialminister Franz Josef Jung (Foto) jetzt mitteilte, bleibe die gesetzliche Rentenversicherung damit "auch in der Wirtschafts- und Finanzkrise stabil und verlässlich".

In der allgemeinen Rentenversicherung - für Arbeiter und Angestellte - liege der Beitragssatz im Jahr 2010 unverändert bei 19,9 Prozent, in der knappschaftlichen Rentenversicherung weiterhin bei 26,4 Prozent, so Jung. Das sei ein "wichtiges Signal für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie für Betriebe und Unternehmen".

Der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung muss nur dann verändert werden, wenn bei unverändertem Beitragssatz das Polster der Rentenkasse, die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage, voraussichtlich das 0,2-fache einer Monatsausgabe unterschreiten oder das 1,5-fache überschreiten würde. Dies sei aber unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben des kommenden Jahres nicht der Fall, so Jung.
Werte der Rentenversicherung 2010 Rentenwerte alte Länder
monatlich alte Länder
jährlich neue Länder
monatlich neue Länder
jährlich
Bezugsgröße 2.555 Euro 30.660 Euro 2.170 Euro 26.040 Euro
Durchschnittsentgelt 2010
(vorläufig) 2.667 Euro 32.003 Euro 2.243 Euro 26.918 Euro
Umrechnungswert Ost - - 1,1889 1,1889
endgültiges Durchschnitts-
entgelt 2008 2.552 Euro 30.625 Euro 2.152 Euro 25.829 Euro
Umrechnungswert Ost - - 1,1857 1,1857
Beitragsbemessungsgrenze
(Höchstgrenze, bis zu der Beiträge berechnet werden)
allgemeine RV 5.500 Euro 66.000 Euro 4.650 Euro 55.800 Euro
Beitragsbemessungsgrenze
(Höchstgrenze, bis zu der Beiträge berechnet werden)
knappschaftliche RV 6.800 Euro 81.600 Euro 5.700 Euro 68.400 Euro
Aktueller Rentenwert
(monatliche Rente für ein Jahr Beitragszahlung nach Durchschnittsverdienst) 27,20 Euro - 24,13 Euro -
Beitragssatz
(Prozentsatz des Bruttoverdiensts, nach dem die Beiträge berechnet werden)
allgemeine RV - - 19,9 Prozent -
Beitragssatz
(Prozentsatz des Bruttoverdiensts, nach dem die Beiträge berechnet werden)
knappschaftliche RV - - 26,4 Prozent -
Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte 79,60 Euro - 79,60 Euro -
Höchstbeitrag für Pflichtversicherte 1.094,50 Euro - 925,35 Euro -
Regelbeitrag für Selbstständige und Handwerker 508,45 Euro - 431,83 Euro -
Verdienstgrenze für geringfügige Beschäftigung 400 Euro - 400 Euro -
Hinzuverdienstgrenze bei Altersvollrente vor Vollendung des 65. Lebensjahres und bei voller Erwerbsminderungsrente 400 Euro - 400 Euro -
Kindererziehungsleistung je Kind 27,20 Euro - 24,13 Euro -

Quelle: Entwurf der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2010
! Weiterführende Informationen:
Interne Verlinkungen:

* Expertenforum
(http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum.html)
Fragen Sie unsere Experten alles, was Sie über Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation wissen möchten. |
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Externe Verlinkungen:

* www.bmas.de
(http://www.bmas.de/portal/39936/2009__11__11__rentenversicherung__bleibt__stabil.html/)
Meldung des Bundessozialministeriums zum Rentenbeitragssatz 2010. |

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Copyright: wdv OHG

Autor: Stefan Thissen

Zuletzt aktualisiert am 16.11.2009

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Experten-Antwort

Die Schutzklausel des bereits erwähnten § 68a SGB VI besagt, dass der aktuelle Rentenwert nicht kleiner werden kann. Nur eben, dass künftige Steigerungen dann geringer ausfallen, bis die unterbliebene Kürzung des aktuellen Rentenwertes ausgeglichen ist. Zu Ihrer Ausgangsfrage heißt die Antwort nein. Eine Kürzung der bereits erworbenen Rentenanwartschaften aufgrund der Anpassung des aktuellen Rentenwertes ist damit ausgeschlossen. Änderungen durch den Gesetzgeber an anderer Stelle, genauso wie am § 68a SGB VI selbst durch den Gesetzgeber sind natürlich möglich. Hierauf hat aber die Deutsche Rentenversicherung keinen Einfluss.
Was "Schiko" erklären wollte, war dagegen, dass beim in der Zukunft liegenden Verdienst bei steigendem Durchschnittsverdienst und gleichbleibendem Verdienst des Versicherten, dass dann die Rentenansprüche geringer ausfallen werden, weil sich eben die Relation von eigenen Einkommen zum Durchschnittsentgelt ungünstig verändert.
Ob und wie hoch das vorläufige Durchschnittsentgelt für 2010 sein wird, ist zur Zeit noch nicht bekannt.

von
X-faktor

Hallo Baldrentener,

durch diese Unsinnsgarantie der höchst intelligenten Vorgänger-Regierung wurde beschlossen, das der akt.Re-Wert nicht sinken darf.

Dies ist natürlich der grösste Witz, den sich diese Regierung erlaubt hat.

Die Renten sind an die Löhen gekoppelt.Steigende Löhne = Steigende Renten. So war es immer bisher.

Logisch wäre,sinkende Löhne = sinkende Renten.

Aber stellen sie sich das Rumgeschreien und Rumgeweine mal vor, wenn diese Gerechtigkeit herrschen würde.

Obwohl es ja eigentlich völlig richtig und legitim wäre.

Aber zum Glück haben sie Politik Experten ja etwas gegen Fairness und Gerechtigkeit. Und somit wurde diese Unsinnsgarantie ausgesprochen.

Das es weitreichende negative Folgen für alle Rentner hat, die Bestandsrentner und die zukünfitgen Rentner, das versteht natürlich nur der, der auch Verstand hat. Aber gut, mal schaun was Rentner Gaga im Kopf sagen wird, wenn er in 5-6 Jahren die Folgen spürt, wenn man Ihm dann sagt, das er doch am lautesten geschrieben hat, als es hiess die Renten sollen sinken, gemäß den Löhnen.

von
Wolfgang

Hallo Schiko.,

'oh schitt' sag ich nur, das Ding hängt doch seit 2 Monaten hinter mir an der Wand ;-)

Gruß
w.