Rentengutachten

von
Andrea Birnbaum

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich war bei einem Gutachter wegen Antrag auf Erwerbsminderungsrente. Und nun bekomme ich nur 12 Tage danach eine Ablehnung meines Rentenantrags mit komplett falsch angegeben Diagnosen.
Kann da ein Irrtum vorliegen ? Ich weiss gar nicht, was ich tun soll, aber da kann doch etwas nicht stimmen ?
Wie lange braucht überhaupt ein Gutachter für so ein Gutachten ? Weil,wenn ich so den Postweg rechne, muss das ja im Eiltempo gegangen sein. Bei allen Bekannten erlebte ich vorher Bearbeitungszeiten von mehreren Monaten.
Ich bin total vor den Kopf geschlagen und bitte um HIlfe.Sollte noch hinzufügen,dass sowohl Klinik wie andere Ärzte mir dringend rieten zum Rentenantrag wegen Rheuma , MS und Depressionen.Nichts davon ist im Bescheid erwähnt worden.

Vielen Dank !

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Andrea Birnbaum,

Sie sollten genau mit der von Ihnen angegebenen Begründung Widerspruch innerhalb der Frist bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger einlegen und den Bescheid prüfen lassen. Das Gutachten können Sie bei dieser Gelegenheit auch anfordern, um es mit Ihrem behandelnden Arzt zu besprechen.
Es wäre ungewöhnlich schnell, wenn das Gutachten dem Rentenversicherungsträger nach 12 Tagen schon vorgelegen hat.

von
Cassandra

Bei was für einem Gutachter waren Sie denn ? Also, welche Fachrichtung ?
Vielleicht lagen ausreichend Berichte zu Ihren genannten Krankheiten in der Akte vor und wurden deshalb vom Gutachter nicht gesondert aufgeführt ?!
Das sind aber alles nur Vermutungen, legen Sie auf jeden Fall Widerspruch ein!

von
=//=

WENN dem Rentenantrag ausreichende ärztliche Unterlagen von behandelnden Ärzten und Kliniken vorliegen, wird oftmals aufgrund dieser Unterlagen entschieden und eine ärztliche Untersuchung nicht mehr durchgeführt. Dies ist die einzige Erklärung für die schnelle Bearbeitungszeit. Dass komplett falsche Diagnosen im Bescheid aufgeführt sind, verwundert allerdings schon!

Auf jeden Fall Widerspruch einlegen und den Widerspruch ärztlicherseits begründen lassen. Die Begründung können Sie auch noch nachreichen.

von
W*lfgang

Hallo Andrea Birnbaum,

legen Sie Widerspruch zunächst ohne Begründung ("reiche ich nach") ein und fordern Sie die med. Rentenakte zur Einsichtnahme an. So können Sie die Entscheidungsfindung/Ablehnung nachvollziehen und anschließend Ihren Widerspruch begründen.

Med. 'geschultes' Personal (VdK, SoFa, Fachanwälte) mögen hier hilfreicher in der Begründung/Zerlegung des Ablehnungsbescheides sein, als 'einfache' DRV-Mitarbeiter oder externe Rentenstellen. Für einen ersten Eindruck reicht es aber aus, sich die Rentenakte an die nächste DRV-Beratungsstelle oder ins heimische Rathaus/Versicherungsamt schicken zu lassen.

Gruß
w.

von
Andrea Birnbaum

Hallo an alle,
Vielen , vielen Dank für die schnelle Hilfe. Eine Erklärung habe ich ich nach wie vor nicht Meine Krankheiten waren bis zu dem Termin beim Gutachter insoweit bekannt, als ich sie im Antrag angegeben habe.
Das Verrückte ist, im Ablehnungsschreiben steht korrekt mein Bandscheibenvorfall , dieser Befund führe nicht zur Berentung. Nur war dieser Rückenbefund ganz klar nicht der Grund des Rentenantrags. Der Rest, Rheuma, MS, Depression wird nicht erwähnt. Ich hatte auch keine Reha vorher.

Ich muss also einen Widerspruch schreiben und versuchen, die Akten zu bekommen. Ein dickes Danke erst einmal !

von
karla

Ja, das kann passieren das bestehende Krankheiten in dem Bescheid nicht angezeigt werden. Ich habe auch so einen Bescheid erhalten.
Gruß
Karla

von
Armos

Zitiert von: karla

Ja, das kann passieren das bestehende Krankheiten in dem Bescheid nicht angezeigt werden. Ich habe auch so einen Bescheid erhalten.
Gruß
Karla

und zwar immer dann wenn Sie für die EM-Rente ohne Bedeutung sind....

von
karla

Zitiert von: Armos

und zwar immer dann wenn Sie für die EM-Rente ohne Bedeutung sind....
[/quote]

oder einfach nicht beachtet werden wollen!

Ich habe dem Sachbearbeiter heute gesagt: Ich denke ich übergebe den Widerspruch einem Anwalt.
DRV: Warum das können Sie doch selber machen.
Aber der REA vertritt mich doch sicher besser oder?
Auch kann ich wie hier schon oft gesagt wurde meine Akten über die Begutachtung nicht bei meinem Arzt oder REA ansehen.
Sie schicken die Akten zur Stadtverwaltung und ich kann sie da einsehen.

Komisch, das hat hier noch kein Experte geschrieben...ich hab es noch nicht entdeckt...möglich das es so ist und ich nicht richtig gelesen habe....aber vielleicht stimmt auch die Experten Aussage nicht...keine Ahnung
Gruß
Karla

von
Andrea Birnbaum

Hallo, ich kann zu meinem Fall jedenfalls ganz eindeutig sagen,dass die einzige unbedeutende Diagnose, die der Neurologe nur kurz erwähnt hatte, nun die einzige ist, die im Gutachten genannt wird.
Habe heute alles in die Wege geleitet, und bin gespannt, ob die mir das Gutachten aushändigen.

von
karla

Viel Glück !!! das alles gut wird
Karla