Renteninformation

von
Silvia

Hallo,

ab wieviel Berufsjahren kann man seine Renteninformation anfordern? Ich hab da irgendwas im Kopf, dass es erst dann geht, wenn man mind. 5 Jahre Arbeitnehmer war?!?!?
Bitte um schnelle Antwort! Danke!

von Experte/in Experten-Antwort

um eine Rentenberechnung machen zu können, fordert der Computer 5 Beitragsjahre.

Wenn man die nicht hat, geht die Renteninformation aus technischem Grund nicht. Insofern ist es sinnlos die Information anzufordern, wenn keine 5 Jahre vorliegen.

(und in diesem Fall wäre auch der Informationdsgehalt einer solchen Aussage nicht sehr gravierend)

von
Rentenüberprüfer

Soweit mir bekannt, muss man eine Renteninformation überhaupt nicht anfordern.

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass sie jeder, der älter als 26 Jahre ist, von der DRV jährlich zugeschickt erhält.
Einer Renteninformation ist keine Anlage 1 - 3 - 4 - 6 beigefügt, aus der man die Bewertung von Verdiensten und Sachverhalten ersehen kann. Enthalten ist nur der Versicherungsverlauf (Anlage 2)

Anders verhält es sich mit der Rentenauskunft.
Die bekommt man im Regelfall nur auf Antrag geschickt und ein Alter von 54 Jahren erreicht hat.
Sie enthält neben dem Versicherungsverlauf auch die Anlagen 1 - 3 - 4 und 6.

von
Ilsi

Jetzt jährlich...das ist gut!
Bis vor einiger Zeit hatte ich diese nur alle 2 Jahre erhalten.

Obwohl es ein ganz schöner Aufwand ist, die Daten jedesmal einer Kontrolle zu unterziehen.

Ilsi

von
Rentenüberprüfer

Zur Aussage wegen Aufwand für Kontrolle.

Im Grunde genommen entsteht er in größerem Maße nur bei erstmaliger Überprüfung und da auch nur, bezogen auf die erzielten Verdienste bzw. das erzielte Einkommen.

Eine Überprüfung hinsichtlich angegebener Entgeltpunkte (EGPT) wird, so behaupte ich, dem Adressaten ohnehin nicht gelingen.
Dies umso weniger, als in aktuellen Renteninformationen ab Juli 2007 für Personen aus dem Beitrittsgebiet keine Angaben mehr zum Umrechnungsfaktor gemacht werden.

Spart zwar Tonnen Papier ein, schafft aber keine Klarheit.

Hat man aber eine Renteninformation erst einmal hinsichtlich korrekter Erfassung der Verdienste/Einkommen und Zeiträume überprüft, muss man bei einer neuen Information nur noch den neuen Zeitraum, alle Sachverhalte des letzten Jahres bzw. ab der letzten Erfassung im letzten Bescheid kontrollieren, woraus sich kein besonderer Aufwand ergeben dürfte.

von
bekiss

Alles gesetzlich geregelt in § 109 SGB VI und genau nachlesbar unter http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__109.html

Versicherte, die das 27. Lebensjahr vollendet haben, erhalten jährlich eine schriftliche Renteninformation. Nach Vollendung des 54. Lebensjahres wird diese alle drei Jahre durch eine Rentenauskunft ersetzt. Besteht ein berechtigtes Interesse, kann die Rentenauskunft auch jüngeren Versicherten erteilt werden oder in kürzeren Abständen erfolgen.

Die Renteninformation hat insbesondere zu enthalten:

1. Angaben über die Grundlage der Rentenberechnung,

2. Angaben über die Höhe einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, die zu zahlen wäre, würde der Leistungsfall der vollen Erwerbsminderung vorliegen,

3. eine Prognose über die Höhe der zu erwartenden Regelaltersrente,

4. Informationen über die Auswirkungen künftiger Rentenanpassungen,

5. eine Übersicht über die Höhe der Beiträge, die für Beitragszeiten vom Versicherten, dem Arbeitgeber oder von öffentlichen Kassen gezahlt worden sind.