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Renteninformation

von
Christa M.

In der Renteninformation werden auch die gezahlten Beiträge dargestellt. Jetzt meine Frage: Was ist die Grundlage für die Berechnung der Beiträge aus DDR-Zeiten. Welcher Prozentsatz wird dort zugrunde gelegt und wird das Verhältnis Ost-West berücksichtigt.

von
Schiko.

Kenne diese mitteilungen nur in den alten bundesländern, bin überrascht
dass bei ihnern auch die beiträge aufgeführt sind.

Normalerweise sind die sozialversicherungspflichtigen jahresver-
dienste aufgeführt. Vielfach begrenzt auf 600 mark monatlich,
jährlich auf 7.200. Hat also jemand 8.200 verdient eben nur
aus 7.200 als berechnungsgrundlage.

Um in etwa gegenüber den alten bundesländern den früheren verdienst
aufzuwerten wurden nach der wiedervereinigung umrechnungs-
werte eingeführt. Als höchsten wert habe ich für das jahr 1985 3,3129
gefunden

Angenommen der verdienst war 1985 10.000 wurden 7.200 als
höchstgrenze angesehen, mal 3,3129 umrechnungswert sind
es 23.852,88 : 35.286 durchschnittsverdienst = 0,6761 ent-
geltpunkte.
Als etwa vergleich , weil dies halt beweisbar ist, ich verdiente 1985
mit 52 jahren 59.364,-- : 35.286 = 1.6824 EP.

Rechnerisch per heute 22,97 der rentenwert für sie, 26,13 der wert
bis 30.6. 2007 für mich, dies bedeutet:

€. 22,97 x 06761 15,53 €. rentenzuwachs für sie, in meiner rente
ist hierfür der b etrag von( 26,13 x 1.6824 EP.) = 43,96 rentenanteil
enthalten.

Dies soll nur als beispiel für das jahr 1985 sein .Inzwischen
ist ja auch für sie als bemessungsgrenze 7.200 längst überholt.

War also der jahresverdienst in 1998 25.000 bei 1.2113
umrechnungswert 30.282,50 als persönlicher verdienst, errech-
net x 1,2113 = 0,3668 EP, x 22,97 RW. und 8,43 € .rente für
1998.

In einigen jahren wird der umrechnungswert bei 1,0000 sein
und somit entfallen. Sicher auch für ost und west ein einheit-
licher eurowert statt 26,13/ 22,97.

Schwierig dies in zahlen darzustellen, zumal wenn dies durch
schiko erfolgt.
Hoffe aber sie haben jetzt etwas mehr durchblick, dann habe ich
dies gerne ausgerechnet.

MfG.

von
bekiss

In dem der Renteninformation beiliegenden Versicherungsverlauf werden seit 01.01.2007 nur noch die rentenversicherungspflichtigen Entgelte in DDR-Mark wiedergegeben. Die "Hochwertung" auf West-Niveau erfolgt erst im Leistungsfall bzw. im Rahmen einer ausführlichen Rentenauskunft.

von
Schiko.

Danke bekiss, in der tat
habe ich die beispiele
aus einen mir endlich vor-
liegenden rentenbescheid
( ost) entnommen.
Mir kam nur komisch vor,
dass die gezahlten beiträge ersichtlich sein
sollten.
Vielleicht kann sich aber
auch christa dazu noch
äußern.
Geht mir darum ,richti-
ges zu erfahren.

von
Christa M.

In der Renteninformation sind die gezahlten Beiträge des Arbeitsnehmers, des Arbeitgeber und von öffentlichen Stellen dargestellt. Jedoch kann ich diese für die DDR-Zeit nicht nachvollziehen, da pauschal 10% (insg. 20%)von 600,- Mark gezahlt worden sind. Die dargestellten Beiträge weichen jedoch davon ab.

von
Knut Rassmussen

Die Rentenversicherer haben einen Katalog erstellt, wie die Beitragslast in den jeweiligen Gebieten/ Zeitspannen/ Sachverhalten verteilt war. Diesen hier wiederzugeben wäre sehr umfangreich. Sofern Sie mathematisch an dieser Sache interessiert sind, dann ordern Sie bei der DRV Bund das "Schlüsselverzeichnis" für die Renteninformation ab. im Internet habe ich es nicht gefunden, möglicherweise kann man es aber doch irgendwo finden.

von
Knut Rassmussen

Das war ja ein Gesamtbeitrag, nicht nur Rente, siehe mein untenstehender Beitrag.

von
Wissender

Das sieht für die DDR-Zeiten wirklich komisch aus. Da wird der Ost-Mark-Verdienst als Westverdienst dargestellt (ohne Hochrechnung mit Anl. 10 zum SGB VI) und mit einem Beitragssatz von 12% bzw. 13,5% multipliziert und dann hälftig auf den Versicherten und Arbeitgeber aufgeteilt.
Diese Berechnung/Darstellung scheint mir zumindest für Zeiten vor der Währungsumstellung schon sehr gewagt!!

von
Knut Rassmussen

Ohne Rechtskenntnisse des DDR-SV-Rechts sollte man nicht von gewagt sprechen. Für die mathematisch Interessierte ein Zahlenbeispiel (normaler Verdienst)

SV-Beitrag vom 01.01.1978 bis 30.06.90 44,44% Arbeitnehmer 55,56% Arbeitgeber - §§ 13 (1), 14 SVO i.V.m. § 8 (2) S.2 Gesetz v. 20.12.1991, BGBl. I S.2313
Gesamtbeitragssatz 22,5% (AN 10%|AG 12,5%), davon 60% RV -> AN 6%|AG 7,5%

von
Schiko.

Sehr geehrte Frau Christa M.,

nach zwei jahren suche habe ich jetzt einen rentenbscheid der
deutschen rentenversicherung mitteldeutschland vorliegen.

Brauchte hierfür nicht mal - wie auch hier angeboten- die euro
10 dafür bezahlen.

Wäre schön, auch von ihrer eigenen renteninformation eine kopie
zu bekommen, zahle gern 5 oder sogar 10 euro dafür.

Natürlich ohne namen und versicherungsnummer, dies versteht
sich von selbst.

Gerne nenne ich ihnen eine zustelladresse eines bekannten der
in den neuen bundesländern wohnt, wenn sie dies wünschen.

Haben inzwischen schon etlichen bekannten eine kopie des
rentenbescheides überlassen, mancher wurden rot bis zu den
ohren.

Natürlich weiß auch ich, dass andere mehr rente haben als
die errechneten 694,.-- euro, die mein freund bekommt.

Will durch die renteninformation auch beweisen, dass auch
" drüben" beiträge bezahlt wurden.

MfG.

von
Ossi

Hallo,
Beiträge aus Arbeitsverdiensten wurden in der ehemaligen DDR in die Gesamtsozialversicherung eingezahlt.Es waren ab 1971/73 alle Personen welche Arbeitseinkommen erzielten Sozialversicherungspflichtig.Egal ob Arbeiter,Angestellter oder Selbstständiger ,Mitglieder von Produktionsgenossenschaften oder Landwirtschaftsbetrieben.Der Beitrag betrug 20 % des Sozialversicherungspflichtigen Entgeltes höchstens aus 600.- M monatlich.Ab 1.3.1971 konnte ,wer wollte Beiträge in die Freiwillige Zusatzrente einzahlen.Vom 01.03.71-31.12.1976 bis zu einen Einkommen von 1.200.-M und ab 01.01.1977-30.06.1990 für das gesamte Einkommen.Auch hier waren 20%des des FZR Einkommens welches über 600.-M lag FZR-pflichtig.Selbstständige durften vom 01.03.71-31.10.1989 nur FZR-Beitrag bis zu einem Einkommen
von monatlich 1.200.-M zahlen.Ab 1.11.1989-30.06.1990 auch für das Gesamteinkommen.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber hatten je 10% der Beiträge zu übernehmen.Die Selbstständigen hatten ihre Beiträge allein zu tragen.
Heute erfolgt die Rentenberechnung aus den Eintragungen der Einkommen welche in den Sozialversicherungsausweisen pro Arbeitsjahr enthalten sind.Die Einkommen pro Jahr werden mit den Umrechnungswerten der Anlage 10 SGB VI "hochgerechnet".Dadurch soll vermieden werden,dass der ehemalige DDR-Bürger in der Rentenberechnung schlechter dasteht als sein "West-Kollege".
mfG

von
auch Ossi

zum Beitrag von Ossi:
gut abgeschrieben, aber total ungerecht! Ich verdiente doppelte so viel, war aber nicht &#34;staatstreu&#34;, daher kam es zu einer ermittelten und abgeschmolzenen Rentenenhöhe. Dafür werden bei Stasi-Leuten alle Einkommen angerechnet! Mehr möchte ich an der Stelle nicht sagen!

von
Ossi

Hallo,
Nein!Nicht abgeschrieben,dass ist Wissen!
mfG