Rentenkürzung im Ausland

von
Odyssee

Wir beabsichtigen für einige Jahre mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs zu sein.
Geben unseren Wohnsitz auf, lagern Möbel länger ein.
Muß ich der BfA oder anderen Rentenstellen Mitteilung machen, denn mein Konto besteht auch weiterhin am bisherigen Wohnort.

Wer kann definitiv antworten

Danke Odyssee

von
Schede

schlage vor, dass Sie das Vorgehen individuell mit der Sachbearbeitung des Rententrägers besprechen.

Kritisch wird es möglicherweise, weil

a)Post Sie nicht erreicht, unzustellbar zurückkommt und dann womöglich die Rente eingestellt wird..

b) es kein Einwohnermeldeamt gibt, das einen etwaigen Tod meldet

c) bei Auslandsaufenthalt regelmäßig Lebensbescheinigungen anfallen

..da Ihr Anliegen nicht tagtäglich vorkommt, sollte das individuell zu regeln sein...

von
Rosanna

... und dann kommt es natürlich auch noch darauf an, ob Sie eine Altersrente oder eine Erwerbsminderungsrente, evtl. sogar aufgrund der Arbeitsmarktlage (Zeitrente?) erhalten.

Sie sollten dies wirklich am besten mit der DRV besprechen.

MfG Rosanna

von
Elektra

ich bekomme EU-Rente.Nun möchte ich aufgrund meiner psychischen Krankheit nach ägypten übersiedeln,weil die sonne mich meine probleme vergessen läßt.Muss ich dann mit einer Kürzung meiner EU-Rente rechnen.Ich bin 55 Jahre alt

Experten-Antwort

Ihre Absicht müssen Sie Ihrem RV-Träger mitteilen. Das Weitere ergibt sich dann.

von
odyssee

Die bisherigen Antworten überzeugen mich nicht! Da wir in jedem Jahr immer wieder nach Deutschland zurückkommen, bleiben wir weiter Deutscher, unsere Rentenanwartschaft haben wir selbst erarbeitet und uns wohl verdient. Welcher § zwingt mich eine derartige Reise zu melden und schlaffende Bürokraten zu wecken, die eh nur für Deutschland sparen wollen.
Meinen Wohnsitz muß ich auflösen, da wir uns ansonsten das Reisen oder soll ich sagen die Freiheit nicht leisten kann.

Trotzdem Dank an alle Antworten.
Odyssee

von
Nicht zu glauben

Man kann eben nicht alles haben. Siehe "Florida-Rolf"...

von
Rosanna

Hallo odyssee,

auch wenn es Ihnen nicht paßt und die Antworten Sie nicht überzeugen: lesen Sie sich mal den § 66 Sozialgesetzbuch I durch! Dort sind die Folgen fehlender Mitwirkung aufgezeigt. Schon in Ihrem Rentenbescheid stand, dass Sie gewisse Dinge - wie auch den Aufenthaltsort - melden müssen. Dies haben nicht die "sparenden" Beamten erfunden, sondern es hat schon seine Berechtigung.

Es geht also nicht darum, "schlaffende Bürokraten" zu wecken, sondern sondern um Ihre ganz normalen Mitteilungspflichten. Allein schon für die Ihnen zugehende Post und die Zahlung der Rente muß eine Adresse bekannt sein, unter der Sie erreichbar sind (und wenn es nur ein Postschließfach ist, das regelmäßig geleert wird).

Außerdem schrieb ich Ihnen, dass es auch einen Unterschied ausmacht, ob Sie eine Erwerbsminderungs- oder eine Altersrente erhalten. Bei letzterer wäre es der DRV im Prinzip egal, wo Sie sich jeweils aufhalten. Nur wird z.B. bei im Ausland lebenden Versicherten jährlich eine Lebensbescheinigung angefordert. Wenn Sie aus dem Ausland Zugang zu Ihrer Post haben, ist das ja aber kein Problem. ;-))

Bekommen Sie aber eine Erwerbsminderungsrente, evtl. noch auf Zeit, und steht ggfls. eine Nachprüfung an, muss die DRV Ihren Aufenthaltsort kennen.

Kurz zum Abschluß: KEINER will Ihnen Ihre wohlverdiente Rente wegnehmen. Aber Sie müssen sich halt auch an die Spielregeln halten! Ich weiß nicht, weshalb manche immer so schlecht auf die Behörden zu sprechen sind. Es macht dort jeder nur seine Arbeit.

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Wenn Sie die EM-RT aus gesundheitlichen Gründen (nicht wg. Arbeitsmarktlage) erhalten können Sie diese auf der ganzen Welt ohne Kürzung erhalten (der gleiche Bruttobetrag, wie in Deutschland). Sie sollten Sich aber unbedingt mit Ihrer Krankenkasse kurz schließen, was zu machen ist.

Experten-Antwort

Gem. § 60 Abs. 1 Nr. 2 SGB I: Wer Sozialleistungen (RT zählt dazu) u.a. erhält hat Änderungen in den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind, unverzüglich mitzuteilen.

Damit der Leistungsträger veranlassen kann, dass Dauerleistungen den tatsächlichen Verhältnissen im Rahmen der geltenden Gesetze angepasst werden, dass also z. B. laufende Geldleistungen erhöht, herabgesetzt oder eingestellt werden; muss er diese Änderungen mitgeteilt bekommen.

Denn nur der seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Geltungsbereich des Sozialgesetzbuch hat, kann diese Leistungen erhalten (§ 60 Abs. 1 AGB I).