Rentenkürzungen

von
Witwe

Hallo alle miteinander!

Ja, die Kürzungen bei den Erwerbsminderungs-Renten sind ungerecht und in einigen Fällen auch schmerzvoll. Warum regt sich aber keiner darüber auf, dass auch die Hinterbliebenenrenten in gleichem Maß gekürzt werden, wenn der Ehepartner 'zu früh', also vor dem 63. Lebensjahr verstirbt. Das ist meines Erachtens purer Zynismus der Gesetzgebung!

von
M

Im Gegenzug erhalten sie aber doch auch die Zeit bis zum 60. Lebensjahr als Zurechnungszeit gutgeschrieben, ohne dass hierfür Beiträge gezahlt werden...

von
Witwe

Stimmt, das gleicht aber den Abschlag nicht aus - unterm Strich bleibt ein ungerechtes Minus. Stirbt der Partner erst nach dem 63. Lebensjahr fällt kein (zusätzlicher) Abschlag für den Hinterbliebenen an, obwohl der Versicherte selbst seine Rente womöglich schon zu 100% bezogen hatte. Ich verstehe die Rechnung nicht?!

von
uwe

Diese Regelung ist unverständlich

Der Versicherte hatte doch wohl keine Wahl zwischen vorzeitiger Rente oder Inanspruchnahme der Hinterbliebenenversorgung??:

von
Schade

andererseits zahlt kein Verheirateter höhere Beiträge für das theoretische Risiko einer Hinterbliebenenrente.

Sollte jeder nicht Verheiratete oder Kinderlose prozessieren, weil er gleich hohe Beiträge zahlt wie einer, nach dessen Tod jahrelang Hinterbliebenenrenten anfallen?

Über die Gerechtigkeit dieser Welt könnte man in Hunderten von Fällen klagen und jammern....

von
uwe

"Über die Gerechtigkeit dieser Welt könnte man in Hunderten von Fällen klagen und jammern.."

oder es als Gottgegeben hinnehmen

von
Witwe

Schade dass ihr mich nicht verstehen könnt oder wollt. Das mit den gleichen Beiträgen hat ja wohl was mit der Solidargemeinschaft zu tun und keiner/keine ist daran gehindert eine Ehe zu schließen - oder meint ihr man heiratet nach dem Motto: hoffentlich gibt es bald die Witwenrente?

von
Henerich

Hallo,

einer der vor dem 5a. Senat verhandelnten Fälle betrag eine Witwenrente, die mit Abschlägen gerechnet wurde.

Den Rentenversicherungsträgern sind auch bei Witwenrenten, wenn auch in geringen Umfang, entsprechende Überprüfungsanträge eingegangen.

Es bleibt erst einmal abzuwarten, was das BSG letztendlich sagt. im Momant steht es 1:1 sozusagen.

MfG

von
KSC

natürlich versteht Sie jeder, weil jeder nachvollziehen kann, dass jede Witwe, jede Waise, jeder Erwerbsgeminderte und auch jeder Altersrentner lieber eine Rente ohne als eine Rente mit Abschlägen hätte - ist doch vollkommen klar.

Nur letztlich geht es doch darum, was im Tauziehen von Politik und Bundessozialgericht am Ende herauskommt.

Ob ein einzelner das gerecht oder ungerecht findet, interessiert niemanden.

Und wenn in diesem Forum noch tausend Wortmeldungen zum Thema eingehen, interessiert das die Entscheidenden in etwa genauso, wie wenn auf dem roten Platz in Peking ein Fahrrad geklaut wird.

von
???

Und wenn es MAO´s altes Fahrrad ist? :-)

Experten-Antwort

Über den Sinn dieser Regelung könnte man eine Endlosdiskussion führen, ohne die Gesetzeslage ändern zu können.