Rentenniveau

von
Thet

Überall redet man darüber dass das Renteniveau auf ungefähr 40 % gesenkt werden soll.
Auf meiner Rt info kann ich darüber nichts erkennen ?
Wie vollzieht die Rentenversicherung diese Absenkung ?
Bekommt man bestimmte Rentenzeiten gekürzt oder wird später die Rente anders berechnet, wie kann ich diese Absenkung des Niveaus in nackten Zahlen sehen ?

von
Schade

Das macht die Politik, das Niveau sinkt allein dadurch, dass die Renten weniger stark steigen als die Löhne; da brauchen gar keine Zeiten gekürzt werden.

Bsp: werden 1000 € Nettolohn jährlich um 2% erhöht und die 1000 € Rente nur um 1%, so hat man schon nach 5 Jahren einen Unterschied von über 50 €.

von
Schießl Konrad

Das Rentenniveau ist praktisch ein Selbstläufer. Die Prozente, ganz gleich, ob Brutto oder Nettoniveau kann man nicht bestimmen, vielmehr drückt dies das Verhältnis der Rente zum durchschnittlichen
Arbeitsentgelt desselben Jahres aus.

Der Begriiff " Niveau" ob Brutto oder Netto,
wird abgeleitet vom sogenannten Eckrentner der bis zu Rentenbeginn 45 Jahre Durchschnittsverdiener war, hat also mit der Rente des Einzelnen nichts zu tun.

Das Netto Niveau wird seit Einführung der nachgelagerten Besteuerung im Jahr 2005
nicht mehr genannt, vielmehr das Standardrentenniveau netto vor Steuern ver
wendet.
Das Brutto Niveau ist grundsätzlich um ca.4% geringer als das netto vor Steuern.

Viel leichter begreifbar jedoch das Brutto Verhältnis Bruttorente zum Durchschnitt-
lichen Jahres Bruttoverdienst des sogenannten Eckrentners ( 45 Jahre), für
das Jahr 2012 28,07 Rentenwert x 45
Jahre monatlich EU: 1263,15 Eckrente x
12 Monate EU.15.157,80 Bruttorente :
32.466 Durchschnittsverdienst in 2012 er-
gibt 46,69 Niveau, wenn man so will.

Im Jahre 2000 waren dies:

EU: 24,84 Rentenwert x 45 jahre 1117,80
Eckrente x 12 Monate 13.413,60 Rente:
27.741 48,35 Niveau , wenn man so will,
besser gesagt, das Verhälltnis.

Dies als Nettoniveau- netto vor Steuern- ist
viel schwieriger darzustellen- Nachhaltigkeits-, Nachhol-und Riesterfaktor sind hier unauf-
fäliig unter zu bringen.

Das Brutto( Niveau) dargestellt wäre ja auch
besser vergleichbar zu 71,75% Brutto Pension.

MfG.

von Experte/in Experten-Antwort

Den Ausführungen von „Schießl Konrad“ kann ich mich anschließen. Ihre Renteninformation ist eine individuelle Darstellung der erreichten Ansprüche mit einer fiktiven Hochrechnung bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze. Sie gibt keine Aussage über die Absenkung des Rentenniveaus bis zum Rentenbeginn und soll lediglich helfen ihre eventuelle Versorgungslücke besser zu bestimmen.
Aufgrund der vielfältigen und tiefgründigen Reformen der vergangenen 20 Jahre, welche anlässlich des demografischen Wandels nötig waren, kommt es schrittweise zur Absenkung des Rentenniveaus. Verantwortlich sind verschiedene Dämpfungsfaktoren für die Berechnung des aktuellen Rentenwertes.
So werden die Rentner nicht im vollem Umfang an der Entwicklung der Bruttolöhne beteiligt weil Nachhaltigkeitsfaktor (Verhältnis Rentenempfänger zu Beitragszahlern), Veränderungen im Beitragssatz zur Rentenversicherung, Nachholfaktor (unterbliebene Absenkungen des Rentenwertes werden in den Folgejahren nachgeholt) und Altersvorsorgefaktor (Anteil für private Altersvorsorge) die Lohnsteigerungen beeinflussen.
Für statistische und sozialpolitische Zwecke hat man den so genannten „Eckrentner“ gebildet. Dieser hat 45 Jahre mit durchschnittlichen Einkünften und dient dazu bevorstehende Entwicklungen abzuleiten.
Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass sich das Rentenniveau in den kommenden Jahren und Jahrzehnten verringert. Das Ausmaß kann man nur schätzen und aktuelle Berechnungen gehen davon aus, das es eine Absenkung von etwa 15 Prozent sein werden. Um diese Lücke zu schließen hat man unter anderen die Riesterrente eingeführt. Nutzen Sie die Gelegenheit für ein ausführliches Beratungsgespräch bei Ihrer Rentenversicherung. Die Mitarbeiter helfen Ihnen auch neutral bei der Bestimmung ihrer Versorgungslücke.

von
Johann K.

Das Rentenniveau sinkt und sinkt und sinkt....
und weg ist die Rente!

Die Beamtenpensionen steigen und steigen und steigen .........

von
!

@ Johann K:

So ein Blödsinn!!!

von
Frau Beck

Zitiert von: !

@ Johann K:

So ein Blödsinn!!!

Sehr treffend bemerkt. Aufmerksamer Forumsleser!

von
Linus Leclere

Nach Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums und der folgenden im September 2012 veröffentlichten “Rentenschocktabelle” droht ab 2030 allen Arbeitnehmer, die weniger als 2.500 Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahren gearbeitet haben, eine Rente unterhalb des Grundsicherung von 688 Euro.
Durch die beschlossenen Rentenreformen sinkt das Rentenniveau bis 2030 von derzeit 51% auf 43% des durchschnittlichen Nettolohns vor Steuern.

Was das in absoluten Zahlen bedeutet, können Sie der Rententabelle aufgrund der Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums auf der folgenden Seite entnehmen:

http://der-rentenkollaps.de/Wordpress/

Nach Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums und der im September 2012 veröffentlichten “Rentenschocktabelle” droht ab 2030 allen Arbeitnehmer, die weniger als 2.500 Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahren gearbeitet haben, eine Rente unterhalb des Grundsicherung von 688 Euro.

Doch es kommt noch schlimmer, die veröffentlichte Rententabelle zeigt Ihnen nur die halbe Warheit. Die zunehmende Inflation bei gleichzeitig kaum steigender Renten gleicht einer stetigen Rentenkürzung. Eine Rente von 912,30 € entspricht bei einer Inflation von 3% in 2030 einer heutigen Kaufkraft von 551,96

von
Schießl Konrad

Zitiert von: Linus Leclere

Nach Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums und der folgenden im September 2012 veröffentlichten “Rentenschocktabelle” droht ab 2030 allen Arbeitnehmer, die weniger als 2.500 Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahren gearbeitet haben, eine Rente unterhalb des Grundsicherung von 688 Euro.
Durch die beschlossenen Rentenreformen sinkt das Rentenniveau bis 2030 von derzeit 51% auf 43% des durchschnittlichen Nettolohns vor Steuern.

Was das in absoluten Zahlen bedeutet, können Sie der Rententabelle aufgrund der Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums auf der folgenden Seite entnehmen:

http://der-rentenkollaps.de/Wordpress/

Nach Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums und der im September 2012 veröffentlichten “Rentenschocktabelle” droht ab 2030 allen Arbeitnehmer, die weniger als 2.500 Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahren gearbeitet haben, eine Rente unterhalb des Grundsicherung von 688 Euro.

Doch es kommt noch schlimmer, die veröffentlichte Rententabelle zeigt Ihnen nur die halbe Warheit. Die zunehmende Inflation bei gleichzeitig kaum steigender Renten gleicht einer stetigen Rentenkürzung. Eine Rente von 912,30 € entspricht bei einer Inflation von 3% in 2030 einer heutigen Kaufkraft von 551,96


Allein die Nennung der Grundsicherung mit 688 als Bedarfsermittlung ist Unsinn.

Die Mieten werden in den verschiedenen Städten unterschiedlich genannt, auch die
Heizkosten.
Ausgehend für eine Einzelperson könnten es
sein:

382,-- Regelbedarf
400,-- Miete
60.00 Heizung
--------------------
842 Bedarfsfeststellung.

Da führt sogar 850 Mindestrente zur Grund
Sicherung, da immer die 10,25% für Kr/Pfl.V. verschwiegen werden dies abgezogen ergibt anrechnungspflichtig nur
762,87 Netto Rente.

Kein Mensch kann voraus berechnen wie
hoch das Rentenniveau 2030 ist.
Eben, das Verhältnis Jahresrente zum Jahres
Durchschnittsverdienst.

Rekonstruiere:
In Brutto die Voraussage 1978 51,9%
Für das Jahr 1980 50,20%
Für das Jahr 1990 50,20%
Für das Jahr 2000 48,20%
Für das Jahr 2010 47,10%
Für das Jahr 2012 43,50%
Für das Jahr 2018 42,40%..

Es waren aber bisher:
In 1970 49,5%
In 1980 50,2%
In 1990 50,20%
In 2000 48,2%
In 2010 47,1%
In 2012 46,22" vorläufig.

Es beißt sich ja die Katze in den Schwanz, je
höher die Lohnerhöhung, desto niedriger kann rechnerisch Brutto Niveau sein.
Umgekehrt, kommt bei Geburten ab 1992
statt 1 Jahr 3 Jahre zur Anrechnung, steigt das Niveau nach oben
Es sind ja auch die zwei zusätzlichen Entgelt-
punkte die derzeit monatlich 56,28 mehr Bruttorente ( Eckrentner) bringen.
Rechnen ist besser als jammern , nichts für ungut.

MfG. Der Echte Konrad Schießl, da es einen
unechten nicht gibt.