< content="">

Rentenniveau bis 2045 bei 46 Prozent.

von
Konrad Schießl

Darunter kann sich doch der Laie nichts vorstellen. Bei so viel Fachkenntnisse im Forum müsste es
doch möglich sein Beträge zu nennen.
Angenommen, bei derzeit 48% Niveau in 2016 und derzeitiger Durchschnittsverdienst von 36257
und 1342,35 monatliche Rente.
Diese Zahlen mal hochgerechnet auf das Wunsch Niveau von 51%.
Wie hoch ist dann das Rentenniveau,statt derzeit 1342,35 Rente bei 48%, wenn es 51% sind.
Wie hoch wäre der Beitrag, jetzt 18,7%, meine den höheren Prozentsatz von 51%.
Dies müsste doch ein Mathematiker ausrechnen können?
Das Wort "Haltelinie" ist Unsinn und und schon reserviert für die Verkehrsampeln.

MfG.

von
Jenny

1342 Brutto oder Netto?

von
Jonny

Na Konrad, dann schau doch mal hier nach!
http://www.portal-sozialpolitik.de/uploads/sopo/pdf/2016/2016-11-17_RVB_2016.pdf
Da kann man richtig was lernen, z.B. auch zur berechtigten Frage von Jenny.

von
Konrad Schießl

Brutto oder Netto?
Da muss ich doch auch wieder ausholen ,Netto Darstellung kann ich nicht, kenne den Kürzungsbetrag
bei 36267 nicht. Es heißt zwar immer, für die Nettoberechnung werden sowohl bei Rente, als auch
beim Durchschnittslohn Krankenversicherung und Soli abgezogen, stimmt aber nicht.
36267 Brutto 29,21 RW. 6 Monate x 45 Jahre 7886,70 30,45 RW.6 Monate x 45 8221,50=1342.35
x 12 Monate Euro 16108,20 : 36267 = 44,42 Bruttoniveau.
Kürzung für Netto Niveau 8,4% und 2,35% PflV. -173,16= 15.935,04 Nettorente.
Logisch wäre, 36267 - 10,75% Euro 389,87 Euro 35877,33. 15.935,04 : 35877,33 ebenfalls 44.42
Nettoniveau.
Ist aber nicht so, von 36267 werden nicht nur 389,87 abgezogen sondern Tausende für Beiträge-nicht nachprüfbar-, für private Versicherungsbeiträge abgezogen.Je geringer der rechnerische
Bruttobetrag, desto höher das Rentenniveau, somit können es derzeit 48% sein.

MfG.

Experten-Antwort

Hallo Konrad Schießl,

ich kann Ihrem Beitrag nicht wirklich eine konkrete Frage entnehmen.

Bitte berücksichtigen Sie, dass es sich bei dem sogenannten Rentenniveau um eine eher akademische Größe handelt, die mit dem konkreten Rentenbetrag des Einzelnen nur wenig zu tun hat. Man kann z. B. nicht sagen, wenn jemand soundsoviel verdient hat, dann bekommt er nachher soviel Prozent davon an Rente. Das Rentenniveau als Verhältnis einer fiktiven Rente mit genau 45 Entgeltpunkten ("man nehme einen Rentner, der 45 Jahre lang jedes Jahr genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten verdient hat") zu dem jeweils aktuellen Durchschnittsverdienst ist ein Indikator für die Entwicklung der Rentenhöhe im Vergleich zur Entwicklung der Entgelte. Ein sinkendes Rentenniveau bedeutet, dass die Renten weniger stark steigen als die Löhne. Wie man dies bewertet, ist eine politische Frage und damit nicht Thema dieses Forums…

von
Konrad Schießl

Die wirkliche Frage ist doch, wie hoch ist der monatliche Beitrag.derzeit für die Eckrente mit 36257
Durchschnittsbrutto und 1342,35 monatliche Bruttorente, Netto Niveau 48% bei 18,7 % Renten-
beitrag.
Wie hoch ist dann der Rentenbeitrag( statt 18,7%) beim Wunsch Niveau von 51% ?

MfG.

von
Konrad Schießl

Die wirkliche Frage ist doch, wie hoch ist der monatliche Beitrag.derzeit für die Eckrente mit 36257
Durchschnittsbrutto und 1342,35 monatliche Bruttorente, Netto Niveau 48% bei 18,7 % Renten-
beitrag.
Wie hoch ist dann der Rentenbeitrag( statt 18,7%) beim Wunsch Niveau von 51% ?

MfG.

von
Franz Hasenhüttl

Wenn das untere Renteniveau angehoben wird bzw. eine Mindestrente eingeführt wird, werden die anderen Renten nach unten gedrückt werden.

Dies deshalb weil in der Rentenkasse kein Geld mehr übrig ist und Herr Schäubele den Bundeszuschuss nicht noch weiter erhöhen will.

von
Konrad Schießl

Leider, lieber Jonny konnte ich bei Eingabe wie geschrieben:http: //www.portal-sozialpolitik .de usw.
entsprechende Beantwortung meiner Frage nicht finden.
Geben Sie mir doch die Antwort, Danke.

MfG.

von
jonny

Hier unterscheidet man ein Brutto-Rentenniveau, ein Netto-Rentenniveau (vor Steuern) und ein Netto-Rentenniveau (nach Steuern). Jedes dieser Rentenniveaus hat nichts mit dem konkreten Rentner zu tun. Es werden lediglich Vergleiche zwischen einem gedachten „Durchschnittsverdiener“ und einem gedachten „Durchschnittsrentner mit 45 Entgeltpunkten (= 45 Jahre Durchschnittsentgelt)“ angestellt und in Prozent ausgedrückt. Um das Ganze zu vereinfachen hier ein Beispiel mit gegriffenen Zahlen.
Arbeitnehmer Rentner Niveau
brutto 36000 24000 66,7
KV 8% 2880 8% 1920
RV 10% 3600 0% 0
Pflege 2% 720 2% 480
alo 1% 360 0% 0
netto vor Steuern 28440 21600 76,0
Steuern 20% 7200 10% 2400
nach Steuern 21240 19200 90,4

Keinesfalls kann man diese Werte auf seinen eigenen Fall beziehen. Man kann also nicht sagen, dass man (wie mit dem o.a. Beispiel) 66,7 %, 76,0% oder 90,4 % als Bruttorente, Nettorente vor Steuern oder Nettorente nach Steuern bekommt! Wobei ja Prozentsätze immer die Frage aufwerfen, wovon denn? Etwa vom letzten Brutto oder Nettogehalt? Antwort: Weder noch, denn wer z.B. über viele Jahre hinweg niedrige Verdienste erzielt hat, kurz vor Rentenbeginn aber ein hohes Nettoentgelt erreicht, kann bei einer Rentenformel, die das gesamte Versicherungsleben berücksichtigt, nicht erwarten, dass das durchschnittliche Rentennettoniveau auch auf ihn zutrifft. Umgekehrt wird es bei einem Versicherten mit einem evtl. Karriereknick erheblich über dem durchschnittlichen Rentennettoniveau liegen.

Und was lernen wir aus alledem? Dass eine steigende Belastung beim „Durchschnittsverdiener“ zu einem höheren Rentenniveau für den Rentner führt, ohne dass er auch nur einen Euro mehr in der Tasche hat.
So sieht das jedenfalls
Jonny

von
Konrad Schießl

Vielen Dank jonny für die Fleißarbeit.
Kann nicht verstehen,dass ein höheres Niveau keine finanzielle Auswirkung hat.Erhöhen sich die Bei-
tragseinnahmen durch mehr Beschäftigte ändert sich doch auch das Verhältnis Rentenempfänger
zu Beitragszahlern.
Dies wurde auch von einer Abgeordneten des Bundestages am Donnerstag,28.4.16 in der Sendung
mit Illner bestätigt.Die Dame erklärte, mit mtl. 35 ,jährlich 420" freiwilliger Beitrag ergibt sich eine
zusätzliche Rente von Euro 150 monatlich.
Natürlich ist der genannte Betrag wesentlich niedriger, kommt hinzu, man kann bis jetzt-nicht so ohne Weiteres durch zusätzliche Einzahlung eine höhere Rente erhalten.
Bezeichnend , die Anwesenden Teilnehmer widersprachen der Aussage nicht.
Als Untermauerung meiner Worte will ich nun doch weine Darlegungen zum Thema allgemein
und die Ausführungen eines Experten vom 19.07.2013 in"ihre Vorsorge" nochmals bringen.

Das Rentenniveau ist praktisch ein Selbstläufer. Die Prozente, ganz gleich, ob Brutto oder Netto
Niveau kann man nicht bestimmen, vielmehr drückt dies das Verhältnis der Rente zum durch-
schnittlichen Arbeitsentgelt desselben Jahres aus.

Der Begriff " Niveau" ob Brutto oder Netto, wird abgeleitet vom sogenannten Eckrentner der bis
zu Rentenbeginn 45 Jahre Durchschnittsverdiener war, hat also mit der Rente des Einzelnen nichts
zu tun.
Das Netto Niveau wird seit Einführung der nachgelagerten Besteuerung im Jahr 2005 nicht mehr
genannt, vielmehr das Standardrentenniveau netto vor Steuern ( 45 Jahre, für das Jahr 2012 28,07 Rentenwert x 45 Jahre, monatlich Eu: 1263,15 Eckrente x 12 Monate 15.157,80 Bruttorente :durch
32.466 Durchschnittsverdienst in 2012 ergibt 46,69 Niveau, wenn man so will.
Im Jahre 2000 waren dies: Eu: 24,84 Rentenwert x 45 Jahre 1117,80 Eckrente x 12 Monate 13.413,60 Rente : 27741,00 48,35 Niveau.wenn man ,besser gesagt , das Verhältnis.

Dies als Nettoniveau- Netto vor Steuern ist viel schwieriger darzustellen- Nachhaltigkeitsfaktor, Nachhol-und Riesterfaktor sind hier unauffällig unter zu bringen.
Das Bruttoniveau dargestellt wäre ja auch besser vergleichbar zu 71,75% Brutto Pension.

Die Antwort:
Die Ausführungen von "Schießl Konrad" kann ich mich anschließen.Ihre Renteninformation ist eine
individuelle Darstellung der erreichten Ansprüche mit einer fiktiven Hochwertung bis zum Erreichen
der Regelaltersgrenze. Sie gibt keine Aussage über die Absenkung des Rentenniveaus bis zum
Rentenbeginn und soll lediglich helfen ihre eventuelle Versorgungslücke besser zu bestimmen.
Aufgrund der vielfältigen und und tiefgründigen Reformen der vergangenen 20 Jahre, welche anlässlich des demografischen Wandels nötig waren, kommt es schrittweise zur Absenkung des
Rentenniveaus.Verantwortlich sind verschiedene Dämpfngsfaktoren für die Berechnung des aktuellen Rentenwertes.So werden die Rentner nicht im vollen Umfang an der Entwicklung der
Bruttolöhne beteiliegt, weil Nachhaltigkeitsfaktor ( Verhältnis Rentenempfänger zu Beitragszahlern),
Veränderungen im Beitragssatz zur Rentenversicherung, Nachholfaktor( unterbliebene Absenkungen
des Rentenwertes werden in den Folgejahren nachgeholt) und Altersvorsorgefaktor ( Anteil für
private Altersvorsorge) die Lohnsteigerungen beeinflussen.
Für statistische und sozialpolitische Zwecke Zwecke hat man den so genannten "Eckrentner" ge-
bildet.Dieser hat 45 Jahre mit durchschnittlichen Einkünften und dient dazu bevorstehende Entwicklungen abzuleiten.
Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass sich das Rentenniveau in den kommenden Jahren
und Jahrzehnten verringert.Das Ausmaß kann man nur schätzen und aktuelle Berechnungen
gehen davon aus, das es eine Absenkung von etwa 15% sein werden. Um diese Lücke zu schließen
hat man unter anderen die Riesterrente eingeführt. Nutzen Sie die Gelegenheit für ein aisführliches
Beratungsgespräch bei Ihrer Rentenversicherung. Die Mitarbeiter helfen Ihnen auch neutral bei
der Bestimmung ihrer Versorgungslücke.

MfG.