Rentenpunkte für Zeiten Bundesfreiwilligendienst (Bufdi)

von
Hotte1

Hallo,
bei Ableistung eines Bundesfreiwilligendienstes werden bekanntlich auch Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung vorgenommen. Basis dafür ist das dort gezahlte "Taschengeld" (derzeit wohl 414,00 € + ev. Kosten für Verpflegung + Unterkunft), die die Einsatzstellen an die GRV abführen. Aufgrund der geringen Taschengeld-Höhe erwirbt man natürlich nur einen sehr geringen Rentenanspruch für diese Zeit. Nun meine Frage; Werden die "Bufdi"-Zeiten später analog z.B. der Azubi-Zeiten bei der Berufsausbildung ebenfalls höhergewertet? Oder ist es ev. geplant, so zu verfahren? In den Medien liest man dazu mal das und mal das. Vielen Dank!

von
senf-dazu

Hallo Hotte1!

Wer weiß, was später einmal gesetzliche Grundlage sein wird ...
Aktuell dürfte es so aussehen, dass die Zeit als BufDi keine Berufsausbildung darstellt, also auch nicht besser bewertet wird.
Oder gibt es hier ein Ausbildungsziel etc.?

Allerdings werden im Rahmen der *Gesamtleistungsbewertung* (aber nur dort!) die ersten drei Jahre mit Pflichtbeiträgen als Berufsausbildung gesehen.
Das hat die Auswirkung, dass der Gesamtleistungswert, mit dem dann bestimmte Zeiten nachträglich bewertet werden können, nicht durch den geringen Verdienst zu Beginn reduziert wird, egal ob die Zeit nun eine echte Berufsausbildung ist oder nicht.

Experten-Antwort

Hallo,
beim Bundesfreiwilligendienst hängt die Höhe der späteren Rente vom erzielten Arbeitsverdienst ab. Hierzu zählen das Taschengeld und die Sachbezüge. Bei einem jährlichen beitragspflichtigen Verdienst von 4500,- Euro ergibt sich eine monatliche Rentensteigerung von ca. 4,- Euro. Der Bundesfreiwilligendienst stellt keine Berufsausbildung im Sinne des SGB VI dar, es erfolgt keine Anhebung der Entgeltpunkte.

Freundliche Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.2020, 10:23 Uhr]