Rentenpunkte weg!!!!

von
Wolfgang A

Ich wurde 1998 geschieden. Meine EX bekam Rentenpunkte von mir gutgeschrieben. Ich bekomme 2013 meine Rente. Meine EX 5 Jahre später. Trotzdem erhalte ich für die Zeit, bis meine Ex Ihre Rente erhält, nicht meine mir zustehenden Rentenpunkte zurück.
Warum????
Das sind ganz persönliche Einzahlungen von mir und meinem Arbeitgeber.
Das hat mit Steuern, die der Staat eh verschwendet nichts zu tun.
Das ist diskriminierend und sozial ungerecht.

von
*

Diese Punkte stehen Ihnen nicht mehr zu, da sie bei der Scheidung/dem Versorgungsausgleich -wie Sie richtig sagen- Ihrer Exfrau gutgeschrieben wurden.

So steht es übrigens auch in jeder Renteninfo oder -auskunft, die Sie seit der Scheidung bekommen haben.

Und richtig, das hat nichts mit Steuern zu tun u. ich finde das auch nicht diskriminierend oder ungerecht, auf Bargeld, Hausrat etc, das Ihrer Exfrau bei der Scheidung zugesprochen wurde, haben Sie doch auch keinen Zugriff mehr...

von
oder so

Und wer sagt Ihnen, dass Ihre geschiedene Frau nicht übermorgen eine Rente wegen Erwerbsminderung bezieht?

von
Wolfgang A

Was Sie mir geantwortet haben weiß ich längst.
Ich möchte nur die Öffentlichkeit wachrütteln, wie ungerecht es in diesem Staat zugeht.
Aber daß Sie es noch gutheißen, daß ein geschiedener solche Rentenkürzungen (wie ich so etwas nenne) in kauf nehmen muß, verstehe ich niicht.
Persönlich habe ich überhaupt nichts dagegen, daß der Ex diese Rente zusteht, aber bis Sie diese erhält, ist es MEINE PERSÖNLICHE RENTE von der unser Staat sine Griffel lassen soll.
Dieser schröpft jedes Jahr 1/2 Milliarde aus unserer Rentenversicherung

von
Wachrüttler ...

Zitiert von:

Ich möchte nur die Öffentlichkeit wachrütteln, wie ungerecht es in diesem Staat zugeht.
Aber daß Sie es noch gutheißen, daß ein geschiedener solche Rentenkürzungen (wie ich so etwas nenne) in kauf nehmen muß, verstehe ich niicht. Persönlich habe ich überhaupt nichts dagegen, daß der Ex diese Rente zusteht, aber bis Sie diese erhält, ist es MEINE PERSÖNLICHE RENTE von der unser Staat sine Griffel lassen soll. Dieser schröpft jedes Jahr 1/2 Milliarde aus unserer Rentenversicherung

Da irren Sie ganz gewaltig! Manchmal genügt es schon, wenn man den Blickwinkel verändert. Stellen Sie sich vor, Ihre Frau bekommt 10 Jahre eher die erhöhte Rente, als man Ihnen die verminderte Rente gewährt. Dann zahlt die Deutsche Rentenversicherung für Ihre Frau, ohne dass bei Ihnen ein Abzug erfolgen kann. Die Rentenversicherung hat somit global gesehen gar nichts von Ihren "Scheidungsentgeltpunkten", außer viel Verwaltungsaufwand, den eigentlich Sie als Verursacher bezahlen müssten. Bei privaten Leistungsträgern müssen Sie nämlich die Teilungskosten übernehmen, die Sie bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu Lasten der Allgemeinheit sparen. Es gibt somit gute Gründe für die Regelung, denn die übertragenen Entgeltpunkte sind nicht mehr Ihr "Eigentum", sondern bei Rechtskraft der Entscheidung über den Versorgungsausgleich in das "Eigentum" der geschiedenen Ehefrau übergegangen. Also: Erst nachdenken, dann lamentieren!

von
Knut Rassmussen

Der Bund (also wir alle) ZAHLT einen Bundeszuschuß von 60 MRD Eur in die Rentenversicherung!

Unabhängig davon:

Ab der Rechtskraft des Versorgungsausgleich ist es eben nicht mehr Ihre Rente.

von
Ms. Anna

Hallo Wolfgang A.,

wenn Ihre Frau 5 Jahre später in Rente geht, kann es dann vielleicht sein, dass Ihre Frau später noch +/- 5 Jahre Rente bekommt, wenn Sie schon tot sind? Der Rentenbezug ist einfach um ein paar Jahre verschoben; das ändert aber nichts an der Höhe...

Viele Grüße

von
Knut Rassmussen

Zitiert von:

dieser sogenannte Staat zahlt jetzt 60 Milliarden Euro ja!, nachdem er aber in der Vergangenheit (insbes. als die geburtenstarke Jahrgänge Berufstätig waren) mehr als das ca. 10 fache, sprich ca. 600 Milliarden Euro über mehrere jahre für versicherungsfremde Leistungen (z.B. Kosten der deutschen Einheit) aus der Rentenkasse entnommen (besser: gestohlen) hat.

Das Herr Rasmussen sollten sie besser nicht einfach ausblenden!!!

Es wird genau FÜR diese versicherungsfremden Lesitungen eingezahlt!

Was die Wahlgeschenke betrifft ... auch die werden und wurden aus der anderen Tasche wieder rausgenommen. Aber darum geht es hier gar nicht.

Wenn Sie solche Zahlen aus solchen Quellen meinen: http://www.rentenreform-alternative.de/versichfremd.htm
- dann verraten Sie mir Alternativen. Und hinterfragen Sie den Sinn solcher Veröffentlichungen. Jahrelang machte man die umlagefinanzierte Rente madig - und nun? Kapitalgedeckte ALtersvorsorge? Mit griechischen Staatsanleihen? Isländischem Tagesgeld? Eigentumswohnungen in Hohenschönhausen oder Porz? Regt es Sie eigentlich auch auf, dass der Anbieter Ihrer Hausratversicherung Werbung macht? Das Geld fehlt doch den genau IHNEN! Oder???

Experten-Antwort

Beim Versorgungsausgleich werden Versorgungsansprüche, die Ehepartner während ihrer Ehe erworben haben, als gemeinschaftliche Lebensleistung betrachtet. Sie gehören somit beiden zu gleichen Teilen und werden im Fall der Scheidung entsprechend aufgeteilt.
Der Versorgungsausgleich ist ab dem Zeitpunkt der Rechtskraft des Urteils gültig und wirkt sich entsprechend aus, sobald Rente bezogen wird.

von
*

@ Rentner:
das Kompliment kann ich gerne zurück geben.

Warum sollte die RV irgendwas "verschieben"...
Es gibt ein Urteil des FG, nach dem sich die RV richtet...
U. darin wurde festgelegt, dass diese Punkte der Exfrau übertragen wurden.

von
Wolfgang A

Was ich in diesem Thema nur sagen will: Das ist ganz einfach eine unsoziale Rentenkürzung.

von
Knut Rassmussen

Zitiert von:

So unflexibel kann doch selbst die DRV nicht sein, es hinzubekommen, die Rentenpunkte aus dem Versorgungsausgleich erst mit Eintreten einer (auch früher eintretenden) Rente der Frau zu "verschieben"!?!

Gruß Rentner

Die DRV folgt dem geltenden Recht, in diesem Fall u.a. § 101 SGB 6. Abs. 3 dieser Norm: Ist nach Beginn der Rente ein Versorgungsausgleich durchgeführt, wird die Rente der leistungsberechtigten Person von dem Kalendermonat an um Zuschläge oder Abschläge an Entgeltpunkten verändert, zu dessen Beginn der Versorgungsausgleich durchgeführt ist.

von
Knut Rassmussen

Und für den hier besprochenen Fall beginnt die Rente nach der Rechtskraft der Entscheidung über den Versorgungsausgleich. Es gilt das oben schon mehrfach Geschriebene. Es ist nicht mehr die eigene Rente!

von
Gauch

Sie sind doch selbst daran schuld, daß Sie geheiratet haben.
Womöglich auch noch Kinder gemacht ?
Jeder vernünftige deutsche Mann weiß, daß das so gut wie Selbstmord im Deutschland von heute ist.

von
Wolfgang A

Zitiert von: Gauch

Sie sind doch selbst daran schuld, daß Sie geheiratet haben.
Womöglich auch noch Kinder gemacht ?
Jeder vernünftige deutsche Mann weiß, daß das so gut wie Selbstmord im Deutschland von heute ist.

Jeder hat das Recht auf eigene Meinung.
Aber stellen Sie sich vor, Ihr Vater oder Mutter hätten auch wie Sie gedacht.
Dann würden Sie heute noch immer mit Ihrem Vater spazieren gehen.

von
Wolfgang A

Zitiert von: Knut Rassmussen

Zitiert von: Knut Rassmussen

So unflexibel kann doch selbst die DRV nicht sein, es hinzubekommen, die Rentenpunkte aus dem Versorgungsausgleich erst mit Eintreten einer (auch früher eintretenden) Rente der Frau zu "verschieben"!?!
Hallo Knut.
Ihre Antworten sind immer richtig, und dem Gesetz entsprechend.
Ich aber frage mich, sind Sie Politiker, Richter oder ein sehr gut stehender Bürger?
Ein Arbeiter oder Rentner oder Geschiedener Versorgungspflichtiger wird Ihnen niemals Recht geben, wenn er sich einigermaßen mit den Abzogmaßnahmen der Regierung beschäftigt.

Gruß Rentner

Die DRV folgt dem geltenden Recht, in diesem Fall u.a. § 101 SGB 6. Abs. 3 dieser Norm: Ist nach Beginn der Rente ein Versorgungsausgleich durchgeführt, wird die Rente der leistungsberechtigten Person von dem Kalendermonat an um Zuschläge oder Abschläge an Entgeltpunkten verändert, zu dessen Beginn der Versorgungsausgleich durchgeführt ist.

von
Grauball

Zitiert von: Knut Rassmussen

Zitiert von: Gauch

Sie sind doch selbst daran schuld, daß Sie geheiratet haben.
Womöglich auch noch Kinder gemacht ?
Jeder vernünftige deutsche Mann weiß, daß das so gut wie Selbstmord im Deutschland von heute ist.

Was für ein Unsinn, das meinen Sie doch wohl hoffentlich ironisch?
Und Kinderhasser noch obendrein!
Wer zahlt denn später Ihre Rente?
Die Beitragszahler von morgen!!!!

So eine Trennung kann eine höchst traumatische Erfahrung sein, gerade wenn man danach praktisch "nackt" dasteht.
Daß man danach anderst denkt, kann ich gut nachvollziehen.

von
Dürrschnabel

Gerade die Wahl im Saarland hat gezeigt, wie sehr sich Minirentner selbst schaden, wenn sie nicht zur Wahl gehen.

Dadurch helfen sie gerade denjenigen ans Ruder zu kommen, die in erster Liniek die Interesen der besser Betuchten vertreten!

von
W*lfgang

Zitiert von: Dürrschnabel

Gerade die Wahl im Saarland hat gezeigt, wie sehr sich Minirentner selbst schaden, wenn sie nicht zur Wahl gehen.

Dadurch helfen sie gerade denjenigen ans Ruder zu kommen, die in erster Liniek die Interesen der besser Betuchten vertreten!

Sie meinen, mit 1.2 % hat man das Ruder wirklich fest im Griff ...reden wir vom selben Saarland ? ;-)

Gruß
w.

von
Dürrschnabel

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Dürrschnabel

Gerade die Wahl im Saarland hat gezeigt, wie sehr sich Minirentner selbst schaden, wenn sie nicht zur Wahl gehen.

Dadurch helfen sie gerade denjenigen ans Ruder zu kommen, die in erster Liniek die Interesen der besser Betuchten vertreten!

Sie meinen, mit 1.2 % hat man das Ruder wirklich fest im Griff ...reden wir vom selben Saarland ? ;-)

Gruß
w.

Sie haben wohl um Ihre fette Pension Angst?