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Rentenschädliche beschäftigung

von
KLAUSI

Hallo Forumler(nicht Alle)
Hallo Experten
hatte in vorrausgegangenen Beiträgen Fragen gestellt zum Hinzuverdienst bei voller Erwerbsminderung .
Habe unter anderem die Anwort des Experten bekommen, in der von rentenschädlicher Beschäftigung die Rede ist.
Könnte mir bitte einer oder auch mehrere hier im Forum an Hand von Bepielen erklären was mit dieser Aussage gemeint ist.
Ich meine welche Beschäftigungen sind rentenschädlich oder so
Für Eure Antworten
Vielen Dank
Klausi

von
lotscher

Hallo Klausi,
Alle von Rentenversicherungsträgern der BRD gewährten Renten werden unter Vorbehalt in voller Höhe gewährt.
Der Vorbehalt bezieht sich mit Bezug auf den Begriff "Rentenschädlichkeit" bei Altersrenten auf Hinzuverdienste und Einkommen, die neben der Rente bezogen werden können.
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Immer dann, wenn solche Einkommen vorliegen, sind sie dem zuständigen Rentenversicherungsträger mitzuteilen.
Er prüft, ob durch die Einkommen eine für die Rentenart festgelegte Hinzuverdienstgrenze überschritten wird.
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In Deinem Rentenbescheid ist nach der Anlage 6 aufgeführt, wieviel jeweils hinzuverdient werden kann um die eigentliche Rente noch in voller Höhe, als eine "Dreiviertel-Rente", zur Hälfte oder auch gar nicht mehr zu
bekommen.
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Zwei mal im Jahr kann der Verdienst für die jeweilige Rentenstufe unschädlich um das Doppelte überschritten werden.
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Jede sich aus dem Hinzuverdienst ergebende Rentenreduzierung oder gar der Wegfall ist hier als
"rentenschädlich" zu verstehen, die Einhaltung der Grenzwerte für den Hinzuverdienst hingegen als "rentenunschädlich"
.
Tipp für Hinzuverdienst:
Er macht nur Sinn, wenn der aus dem Hinzuverdienst sich ergebende Nettobetrag höher ist als der Minderungsbetrag in der Rente. Sinnvoll hier, am oberen Limit des Grenzwertes hinzuzuverdienen.
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Gebe auch zu bedenken, dass möglicherweise bei andauerndem Hinzuverdienst mit mehr als täglich 2 Stunden Arbeit, die Rente in eine "teilweise Erwerbsminderungsrente" gewandelt werden kann.
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Jusermeinung

von
lotscher

Vorgaben für die Grenzwertermittlung bei einer vollen
Erwerbsminderungsrente
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Rentenunschädlich 350€ monatl.
-Dito- 2x jährlich 700€ monatl.
.
Um die Rente noch als ¾ Rente zu erhalten:
15,6 * (aktueller Re-Wert) * (Durschnitt Entgeltpunkte
der letzten drei Jahre vor
Eintritt der vollen Erwerbs-
minderung, mindestens
Faktor 1,5)
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Um die Rente noch als ½ Rente zu erhalten:
20,7 * (aktueller Re-Wert) * (Durschnitt Entgeltpunkte
der letzten drei Jahre vor
Eintritt der vollen Erwerbs-
minderung, mindestens
Faktor 1,5)
.
Um die Rente noch als ¼ Rente zu erhalten:
25,8 * (aktueller Re-Wert ) * (Durschnitt Entgeltpunkte
der letzten drei Jahre vor
Eintritt der vollen Erwerbs-
minderung, mindestens
Faktor 1,5)

Die Werte (15,6), (20,7) und (25,8) sind gesetzlich vorgegebene
Faktoren für Hinzuverdienste neben einer vollen Erwerbsminde-
Rungsrente.

Der aktuelle Rentenwert beträgt zur Zeit:
Ost 22,97 €
West 26,13 €

Userdarlegung

von
Klausi

Hallo lotscher,
zuerst einmal vielen dank für Ihre ausführlichen Anworten.
meine Frage hat sich mir gestellt, wenn ich ggf.einmal am Tag 2 Std. arbeiten würde und dann den anderen Tag einmal 3 Std. oder so
Wären dies pro Woche entweder im ersten Fall, ich sage mal 10 Std. und im anderen Fall 15 Std.
Wie wäre es dann mit der rentenunschädlichkeit dieser Beschäftigungszeiten.
Wobei man ja bei weitem nicht an die 350,00 € im Monat heran käme.

von
Schiko.

Grüß Gott, Klausi !

Nehmen sie bitte die zwei stundenbegrenzung wie sie
lotscher nannte , nicht so ernst.

Es führt doch sogar, wenn jemand nicht mehr als drei
stunden täglich arbeiten kann als wesentliches kri-
terium neben anderm zur erwerbsminderungsrente.

Somit sind doch zwei stunden beschäftigung dauer-
haft nicht zu beanstanden.
Kann mir vorstellen, sie brauchen auch nicht einen
stundennachweis bei der anmeldung des zusatz-.verdienstes beilegen,
denn ich ja zu unrecht als überflüssig sah, entschuldigung.

"Angstmachen gilt nicht"

Dies gilt auch für lotscher, mit dem ich seit einigen
tagen sogar als" Lothar" telefongespräche führe.

Zur verdeutlichung nachstehend ein rechnerisches
beispiel:

Ein stundenlohn von 8 euro für regelrechtes ein-
kommen.
Umgerechnet auf die vierzig stunden woche komme
im monat auf 174 stunden, mithin €. 1392 brutto.

Dies besagt doch, statt acht stunden täglich der vierte
teil. Bei täglich zwei stunden x 174 = 348,00 monatlich
brutto.
Fehlte gerade noch die behauptung, ein vertreter der
RV. überwacht die stunden beim örtlichen arbeitgeber.

Darum, kopf hoch klausi , bleiben sie nur innerhalb
der 350 iger grenze.

MfG.

von
lotscher

Hallo Klausi,
die Dauer der zusätzlichen täglichen Arbeitszeit wird nicht mit des Schusters Elle gemessen.
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Im Gesetzestext §43 SGB VI heißt es:
"Voll erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein".
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Darauf zielte auch meine Aussage im ersten Beitrag ab, darauf zu achten, dass nicht dauerhaft mehr als zwei Stunden täglich gearbeitet wird.
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Bei der von Dir vorgesehenen oder schon gehandhabten Art der Erzielung zusätzlicher Einkünfte dürften sich keine Probleme ergeben schon gar nicht, wenn nicht mehr als 350 € monatlich erzielt werden.
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Vordergründig kommt es auf die Einhaltung der Verdienstgrenzen an die wohl immer dann Anlaß von Überlegungen durch den Rentenversicherungsträger sind, wenn nur noch ein Viertel der Rente wegen der Höhe des Hinzuverdienstes geleistet wird. Hängt aber in jedem Fall auch von der Höhe des Stundenlohnes ab.
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Usermeinung

Experten-Antwort

Hallo Klausi,

den sehr umfangreichen Ausführungen von "lotscher" kann ich nichts hinzufügen.