Rentenversicherung als freie Mitarbeiterin

von
Gwendolyn

Hallo zusammen,

ich will in diesem Herbst ein Studium aufnehmen. Mein jetziger Arbeitsgeber bietet mir einen Vertrag als freie Mitarbeiterin an.

Da ich kein Bafög bekomme und auch sonst nicht mit nennenswerter finanzieller Unterstützung rechnen kann, versuche ich meine Fixkosten niedrig zu halten.

Konkrete Fragen:
1) Als freie Mitarbeiterin muss ich nicht in die RV einzahlen, oder?
2) Da ich einen ziemlichen Einkommensknick erleide - macht es überhaupt Sinn einzuzahlen?
3) Die Einzahlung kann auch noch nachträglich erfolgen (vorbehaltlich, dass dies sinnvoll ist)?

Würde mich über Antworten freuen, weil ich habe mich schon "totgegoogelt".

Viele Grüße
Gwen

von
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Vereinbaren Sie einen Termin (mind. 1 Stunde)
bei Ihrer nächsten Beratungsstelle, da Ihre "konkreten Fragen" ohne Detailkenntnisse der Tätigkeit als freier Mitarbeiterin bzw. Ihres Rentenversicherungskontos nur mit einem klaren "Jein" bzw. "kommt darauf an" beantwortet werden können.

von
Gwendolyn

Das ist ja sehr erbaulich. Dennoch danke für die Antwort. Habe jetzt den frühstmöglichsten Termin online gebucht, ist aber leider erst Ende Juli.

Vielleicht kann aber jemand schon etwas sagen, wenn ich folgende Informationen ergänzen:
Ich würde überwiegend im journalistischen Bereich tätig sein. Eingezahlt habe ich 2 1/2 Jahre als Auszubildende und 3 1/2 Jahre als Vollzeitangestellte.

von
-/-

Journalismus könnte auch in Richtung der Künstlersozialkasse gehen. Weiß Ihr Auftraggeber da evtl. mehr dazu?

Experten-Antwort

Hallo Gwendolyn,
im Bereich Journalismus ist grundsätzlich die Künstlersozialversicherung (KSK)zuständig (Internetseite: http://www. kuenstlersozialkasse.de. Hier die Info: Künstler und Publizisten > Startseite > Künstler und Publizisten).
Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt. Publizist ist, wer als Schriftsteller, Journalist oder in ähnlicher Weise wie ein Schriftsteller oder Journalist tätig ist. Auch wer Publizistik lehrt, fällt unter den Schutz des KSVG. Die KSK überprüft anhand eines Fragebogens und einzureichender Nachweise die Künstler- bzw. Publizisteneigenschaft. Der Fragebogen kann samt Informationsschrift und weiteren Hinweisen im Downloadbereich heruntergeladen werden. Daher würde ich Ihnen empfehlen, sich direkt mit der Künstlersozialkasse in Verbindung zu setzen. Den Termin in der Beratungsstelle sollten Sie trotzdem wahrnehmen. Denn zum Thema Versicherungspflicht bei Selbständigkeit, Statusfeststellung, Beitragszahlung, Beitragsberechnung etc. können Sie sich dort auch informieren.