Rentenversicherung = Schneckentempo = Verzögerung ohne Ende???

von
Speedy

Warum ist es eigentlich so dass wenn man einen Eilantrag auf Reha stellt, die RV diesen Antrag dann ablehnt, man daraufhin dann die Unterlagen die relevant sind von der RV anfordert und gleichzeitig Widerspruch einlegt, man dann ewig lange auf diese Unterlagen warten muss....wo ist das Problem mal eben ein paar Seiten zu kopieren? Ich verstehe das einfach nicht, das ist ein Aufwand von fünf Minuten.

Erst wird gesagt die Akte wird in die Servicestelle hier vor Ort geeschickt, auf Nachfrage heißt es dann "Ne, wir wollten das erst so machen, haben es uns dann aber anders überlegt, wir schicken ihnen jetzt Kopien zu", dann wieder ne Woche später ruft man wieder an, dann heißt es" Och, ja weiß ich jetzt auch nicht was da jetzt schiefgelaufen ist, wir schicken das jetzt zu iher Ärztin.". Alleine diese Unterlagenschickaktion hat 4 Wochen gekostet...am Ende für gar nichts, weil die Unterlagen habe ich dann von meiner Ärztin vollständig bekommen, 70 Seiten die nur aus Kopien von Unterlagen bestanden, die ich der RV geschickt hatte oder meine Ärztin geschickt hatte oder von anderen Stellen kamen(und die ich auch schon kannte), oder noch besser Bescheide der RV die ich auch schon hatte, aber das was ich haben wollte war natürlich nicht dabei, nämlich die Stellungnahme des medizinischen Dienstes der RV und die Begründung für die Ablehnungsntscheidung....komisch komisch, dass ausgerechnet das fehlte bei allem was man mir so als Kopie zugeschickt hatte. Ich überlege mir jetzt echt einen Anwalt einzuschalten weil ich auf diese Verzögerungs- und offensichtliche Zermürbungstaktik keine Lust mehr habe. Ich komme mir auf Deutsch gesagt einfach nur noch verar.... vor!
Wo ist das Problem auf eine einfache Frage mal einfach zu antworten und dem Versicherten mal das zuzuschicken was ihm zusteht? Ich verstehe das einfach nicht!
Und wie soll ich eine vernünftige Widerspruchsbegründung schreiben, wenn man mir die relevanten Unterlagen vorenthält? Ich kann natürlich eine allgemeine Argumentation vorbringen und diese nochmal betonen, aber mir kommt es eben schon sehr komisch vor, dass da so ein Hickhack veranstaltet wurde mit den Unterlagen die ich angefordert hatte und dann am Ende nicht bekommen habe.Wie soll man dann nicht zu dem Schluss kommen dass einem da iwas vorenthalten wird? Und wie soll man da nicht zu dem Schluss kommen, dass einem da ein Nachteil entsteht?
Ich habe inzwischen den Eindruck, dass das ganze Methode hat und darauf gesetzt wird dass die Leute iwann die Geduld verlieren(und komplett aufgeben), die verliere ich auch langsam, so lange wie das jetzt schon geht. Aber ich verliere die Geduld eben nicht in dem Sinne dass ich aufgebe, sondern dass ich mich erst recht dahinterklemme und das ganze wohl einem guten Anwalt für Sozialrecht übergeben werde, ich denke wenn so jemand da mal Druck macht sind die Unterlagen aber mal Ruckzuck da. Schon seltsam dass man zu solchen Mitteln greifen muss, aber scheint wohl nicht anders zu gehen.....
Der Grund warum ich so sauer bin ist einfach dass nichts vorangeht und ich den Eindruck habe die RV hat auch kein Interesse daran dass iwas vorangeht.

von
KSC

Ja, tun Sie das, ein guter Anwalt wird Ihnen sicher helfen.

Trotz allem sollten Sie Auch daran denken,, dass Sie nicht der einzige Kunde sind, der etwas will. Die Sachbearbeitung Sitz nicht rum und wartet darauf, für den Kunden Speedy mal rasch kopieren zu dürfen.....

von
Ohne Name

Hallo Speedy,

bei mir lief es ähnlich ab. In meiner Akte fand sich auch keine einzige Stellungnahme des ärztlichen Dienstes. Mir kam es so vor als ob dieser Dienst zuvor gar nicht eingeschaltet wurde. Das hat das Verhalten nach der Akteneinsicht der DRV auch nur bestätigt. Habe auch einen Anwalt eingeschaltet und seit dem läuft es wenigstens besser. Ohne den und dem Rückhalt meiner Ärzte hätte es die DRV mit ihrer Taktik sicher bereits geschafft und ich hätte tatsächlich den Antrag zurückgezogen. Aber jetzt hat es mich so richtig gepackt. Sollte die DRV meinen Antrag (den sicher keiner umsonst stellt) wieder ablehnen, gehe ich auch den nächsten Schritt.

Drücke dir die Daumen.

von
Speedy

Zitiert von: KSC

Ja, tun Sie das, ein guter Anwalt wird Ihnen sicher helfen.

Trotz allem sollten Sie Auch daran denken,, dass Sie nicht der einzige Kunde sind, der etwas will. Die Sachbearbeitung Sitz nicht rum und wartet darauf, für den Kunden Speedy mal rasch kopieren zu dürfen.....

Das weiß ich ,mir ist durchaus klar, dass die Rv eine ganze Menge zu tun hat und dass da durchaus auch mal iwas schieflaufen kann...nur in meinem Fall häuft sich das eben in letzter Zeit, und ich bin auch nicht ungeduldig was Zeit angeht (weil ich eben weiß was die Mitarbeiter der RV jeden Tag zu bewältigen haben),nur die Art und Weise, da kommt es mir drauf an!

von
Biene

Die Begründung Ihrer Ablehnung steht in Ihrem Bescheid. Dort steht üblicherweise genau das was der Arzt auch zu Ihrem Antrag gesagt hat.

von
....

Zitiert von: Speedy

Warum ist es eigentlich so dass wenn man einen Eilantrag auf Reha stellt, die RV diesen Antrag dann ablehnt, man daraufhin dann die Unterlagen die relevant sind von der RV anfordert und gleichzeitig Widerspruch einlegt, man dann ewig lange auf diese Unterlagen warten muss....wo ist das Problem mal eben ein paar Seiten zu kopieren? Ich verstehe das einfach nicht, das ist ein Aufwand von fünf Minuten.

Weil Sie der einzige sind der von der DRV etwas will.

von
Ohne Name

Jedem Antragsteller ist klar das bei der DRV viele Anträge am Tag eingehen.
Wie Speedy schon schrieb ist es wirklich die Art und Weise wie die DRV in solchen Fällen mit dem Antragsteller umgeht. Eine ehrliche Antwort von seiten der DRV würde manchmal die Gemüter nicht so in Rache bringen.
Komisch finde ich es auch das man oft erst einen Anwalt einschalten muss bevor die DRV überhaupt reagiert. Das ist einfach nur Schade. Aber Anwälte müssen ja auch leben.

von
Leser

Zitiert von: Biene

Die Begründung Ihrer Ablehnung steht in Ihrem Bescheid. Dort steht üblicherweise genau das was der Arzt auch zu Ihrem Antrag gesagt hat.

Der ärztliche Dienst der DRV sagt das, was die DRV möchte. Nur in den seltensten Fällen stimmt die Beurteilung mit denen der behandelnden Ärzte überein, obwohl dort zu diesem Zeitpunkt kein Arzt der DRV überhaupt je den Antragsteller gesehen geschweige untersucht hat.
Die DRV hat dem Amtsermittlungsgrundsatz zu folgen, die Einschätzungen des ärztlichen Dienstes sind dabei eben nur Entscheidungshilfen. Gerne wird es so dargestellt, das die Entscheidung dort liegt - nur ist das schlichtweg falsch!

Speedy, wundern Sie sich nicht falls Sie die Unterlagen des ärztlichen Dienstes der DRV jemals zu Gesicht bekommen. Bei meiner Frau waren das drei unbeschriebene Blätter mit zwei Ablehnungsgründen. Monate später wurde die Reha bewilligt. Der Antrag auf EM-Rente lief genauso ab, jetzt Klage Sozialgericht.