Seit gestern ist mir endgültig klar geworden, das bei der Rentenversicherung Dilettantismus kein Fremdwort ist. In diesem Forum wird seitens der Experten immer wieder betont, man könne sich kein Urteil per Ferndiagnose bilden. Falsch gedacht, die RV kann das. Ohne mich und meinen jetzigen Gesundheitszustand gesehen zu haben, wird seitens einer sogenannten Prüfärztin entschieden, das ich ohne weiteres vollschichtig arbeiten kann, eine kleine Einschränkung "erkennbar" sei, meine eingereichten Arztberichte nicht verwertbar seien, mein letzter Rehabericht aussagt, das ich im günstigsten Fall in 4 - 5 Monaten wieder arbeiten könnte. 5 Knieoperationen, eine ACG-Schulter, Bandscheibenvorfall, reichen aus, um mich in Verpackungs-, Sortier-, Maschinenarbeiten wieder einzusetzen. Das ist sowas von daneben, momentan erlebe ich den Tag nur unter Einnahme stärkster Schmerzmittel, Morphium etc., laufen kann ich nur wenige 100 Meter und auch nur mit Gehhilfen, trotzdem wird behauptet, das im rentenrechtlichen Sinn eine Gehbehinderung 4 Wochen nach OP anzurechnen sei. Geht's noch, wenn in der RV Ärzte - so sie sich nennen - sind, die auch nur den Hauch einer Ahnung hätten, wüssten sie, das ein Knie wenigstens 6 Monate braucht, um überhaupt wieder belastbar zu sein. Was sind das für haltlose Aktionen, die hier angewendet werden. In akribischer Feinstarbeit werden meine Atteste und Entlassberichte regelrecht seziert, man holt sich "die Rosinen aus dem Kuchen", nur das für die RV positive wird geschrieben, alles andere wird weggeleugnet. Das ist so krank, was da abgeht. Ich laufe momentan auf 20%, unternehme wirklich alles, um wieder arbeitsfähig zu werden, nur, momentan geht es eben nicht. Laut Reha-Oberarzt werde ich um einen weiteren großen Eingriff nicht herumkommen, tut mir leid, in 4 Wochen ist auch die letzte Geldquelle - das Arbeitsamt - erschöpft, somit kann ich Angebote seitens erfahrener Ärzte nicht annehmen. Das ist ein Trauerspiel. Von der RV wird mir nun der Weg zum Sozialgericht gewiesen, ob ich bis dahin noch die Kraft aufbringe, mich weiter zu wehren, weiß ich nicht. Deine Gesundheit macht dich fertig, die Behörden zerstören dich.
Ich habe einen GdB 60 mit "G",
da heißt es, das "G" für Gehbehinderung muß nicht unbedingt auch Gehbinderung bedeuten, bei Antragstellung hätte ich nur 30% bekommen, erst im Nachhinein wären daraus 60% geworden. Warum erwähnen die das, ich hab doch hier schon gelesen, das der GdB uninteressant sei. Auf einmal doch nicht. Seit über 3 Jahren werde ich von vielen erfahrenen Ärzten betreut und operiert, da will ein Gutacher der RV in 10-minütiger völllig gelangweilter objektiver Untersuchung das Urteil über mich sprechen??? Solche Ärzte und Psychologen brauchen selber Hilfe. Leute, ich kann Euch nur warnen, nehmt Eure Behördengänge sehr sehr ernst, der kleinste Fehltritt, die noch so harmloseste Äusserung wird 100%ig gegen Euch verwendet. Es ist wie ein Gerücht, das holst du nie wieder zurück. Bereitet euch gut vor, nehmt Zeugen mit, und nicht vergessen, übertreiben, übertreiben und nochmals übertreiben!!!!!!!!!
Die RV verträgt alles, nur nicht die Wahrheit.