Rentenversicherungsbefreiung/Midijob

von
Karina

Hallo liebe Experten,
habe zu folgendem Problem eine Frage. Gibt es neuerdings eventuell eine Möglichkeit diese Rentenversicherungsbefreiung rückgängig zu machen ? Ich bin mir der Tragweite der einmal erklärten Zustimmung damals gar nicht recht bewusst gewesen und ärgere mich natürlich jetzt. Meine Schuld das weiss ich. Besonders ärgerlich für mich ist die Tatsache, dass man sich quasi damit auch einverstanden erklärt, einen späteren Rentenbeginn zu akzeptieren. Das FÜR und WIDER dieser Entscheidung wurde so genau damals nicht vermittelt. Gibt es da evtl. eine neuerliche Rechtsprechung? Herzl. Dank mfg K.

von
KSC

Wenn Sie bisher keinen Betrag selbst bezahlen - also als Minijobber versicherungsfrei sind - können Sie jederzeit beantragen, dass Ihnen Ihr Arbeitgeber vom Lohn die 4,6% abzieht und schon sind Sie wie ein Arbeitnehmer versichert und erwerben die Rentenansprüche wie ein Arbeitnehmer (natürlich in bescheidener Höhe).

Haben Sie bereits auf die Versicherungsfreiheit verzichtet, so gilt dies für die Dauer Ihres Minijobs. Wollten Sie die 4,6% nicht mehr zahlen, müssten Sie den Job beenden, sich einen neuen Minijob suchen, bei dem Sie dann wieder neu entscheiden können.

von
-_-

Zitiert von: Karina

Gibt es neuerdings eventuell eine Möglichkeit diese Rentenversicherungsbefreiung rückgängig zu machen ? Ich bin mir der Tragweite der einmal erklärten Zustimmung damals gar nicht recht bewusst gewesen und ärgere mich natürlich jetzt. Meine Schuld das weiss ich. Besonders ärgerlich für mich ist die Tatsache, dass man sich quasi damit auch einverstanden erklärt, einen späteren Rentenbeginn zu akzeptieren. Das FÜR und WIDER dieser Entscheidung wurde so genau damals nicht vermittelt. Gibt es da evtl. eine neuerliche Rechtsprechung?

Auf die Versicherungsfreiheit eines Minijobs oder den verminderten Beitrag eines Midijobs (Gleitzonenentgelt) können Sie durch Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber verzichten, wobei sich bei einem Midijob (Gleitzonenentgelt) nur ein höherer Beitrag und ein höheres rentenversicherungspflichtiges Bruttoarbeitsentgelt ergibt, bei einem Minijob jedoch in der Folgezeit vollwertige Pflichtbeiträge entstehen.

Ich könnte aber vermuten, dass Sie vielleicht eine andere Befreiungserklärung meinen. Lassen Sie sich ggf. individuell an Hand Ihres Rentenversicherungskontos bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung beraten.

Experten-Antwort

Auch ich rate Ihnen zu einem Beratungsgespräch bei Ihrem Rentenversicherungsträger, da anhand der vorliegenden Informationen hier im Forum nicht abgeschätzt werden kann, welche Art der Befreiung Sie meinen.

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