Rentenversicherungspflicht für Pflegende Angehörige

von
Fucke

Hallo,
folgende Frage möchte ich hier stellen:
Im Moment erhalte ich ALG 1, welches in 4 Monaten ausläuft. Aktuell sieht es danach aus, dass ich durch die Verschlechterung des Gesundheitszustandes meines Vaters erst einmal die Pflege von ihm übernehme. Er hat Pflegegrad 3 gerade erhalten. Wenn man mehr als 10 Wochenstunde die Pflege übernimmt, kommt man in die Versicherungspflicht. Dazu ist wohl ein Fragebogen auszufüllen bei der Pflegekasse.
Wenn ich nicht anderweitig berufstätig bin, werden in dieser Konstellation somit die Anwartschaftszeiten weiter gerechnet bzw. erhält man sich auch die Voraussetzung in der Rentenversicherung für eine verminderte Erwerbsfähigkeit aufrecht? Muss man noch etwas beachten?
Danke und Grüße Gaby

Experten-Antwort

Wie Sie selbst schon festgestellt haben, erhalten Sie bei einer nicht erwerbsmäßig ausgeübten Pflegetätigkeit, von der Pflegekasse Pflichtbeiträge in ihr Rentenkonto gezahlt. Diese stellen vollwertige Beiträge dar und schützen Sie auch gegen das Risiko der Erwerbsminderung. Sie müssen sich lediglich bei der Pflegekasse Ihres Vaters als nicht erwerbsmäßige Pflegekraft anmelden.

von
Klugpuper

Wenn Sie keine Altersvollrente beziehen, dann wird die Pflegekasse feststellen, dass sie Beiträge zahlen muss.

Also daher deuten sich keine Probleme an.

Anwartschaften auf EM-Rente und Altersrente bleiben erhalten bzw. werden erhöht.