Rentenversicherungspflichtig?

von
Christin

Sehr geehrtes Experten-Team,

meine Tochter befindet sich zurzeit im FSJ und ist deshalb rentenversicherungspflichtig. Die Beiträge werden von ihrem Träger übernommen. Das FSJ endet mit dem 31.07. Der Monat August ist eine Übergangszeit, bis sie zum 01.09.22 eine Ausbildung zur Logopädin beginnt. Es handelt sich dabei um eine Ausbildung ohne Gehalt. Wenn ich es richtig verstehe, entfällt dann ihre Rentenversicherungspflicht für die Zeit der Ausbildung.

Hab ich das so richtig verstanden? Was ist mit dem einen Monat der Übergangszeit? Muss meine Tochter das bei der „Deutschen Rentenversicherung“ melden, also selbst aktiv Bescheid geben?

Vielen Dank für Ihre Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen

Christin

von
KSC

Nein, Sie muss nicht aktiv tätig werden, denn der FSJ Arbeitgeber meldet sie ab. Dann steht die FSJ Zeit im Versicherungskonto.

Die nachfolgende Fachschulausbildung ist eine Anrechnungszeit, da soll die junge Dame sich vom Schulsekretariat nach Beendigung eine Bescheinigung über die Dauer des Schulbesuches geben lassen - die kann sie dann der DRV nach Ausbildungsende vorlegen.

Das gilt übrigens analog auch für bisherige Schulzeiten ab dem 17. Lj, beispielsweise die Zeit bis zum Abitur, o.ä.

Tätig werden müsste sie nur dann wenn sie für den einen Monat freiwillige Beiträge zahlen wollte, ein Mindestbeitrag kostet 83,70 und würde die spätere Altersrente um knapp 40 Cent steigern (fragen Sie Ihr Mädel ob ihr das lukrativ erscheint).
Diese Entscheidung sollte bis zum 31.03.2023 getrroffen sein (besser noch bis Dezember weil der für 2022 zu zahlende Mindestbeitrag um etwa 13 € teuerer werden wird, wenn sie im 1. Quartzal 2023 zahlt.....)

von
In irgendeiner Form

wird wenn Ihre Tochter älter ist zusammengezählt. Jeder Monat,
jedes Jahr, was dann im Haben steht nützt Ihr etwas.
Sie gehen jetzt den umgekehrten Weg und wollen Rentenversicherungszeiten u Kosten meiden. Ist Ihre Entscheidung, nur diese Art zu Denken, wegen 0,40 Cent usw zu schachern ist so etwas von " klug " und wird Ihrer Tochter im Alter nicht helfen. Jetzt müssen Sie voll anfangen, alles zu klarieren. Klären Sie ob Möglichkeit besteht, Versicherungszeiten nachzuzahlen. Bringen Sie Ihre Tochter und sich selber dazu, anders zu denken. Im Alter sitzt Sie ohne Rente da.

Experten-Antwort

Zitiert von: KSC
Nein, Sie muss nicht aktiv tätig werden, denn der FSJ Arbeitgeber meldet sie ab. Dann steht die FSJ Zeit im Versicherungskonto.

Die nachfolgende Fachschulausbildung ist eine Anrechnungszeit, da soll die junge Dame sich vom Schulsekretariat nach Beendigung eine Bescheinigung über die Dauer des Schulbesuches geben lassen - die kann sie dann der DRV nach Ausbildungsende vorlegen.

Das gilt übrigens analog auch für bisherige Schulzeiten ab dem 17. Lj, beispielsweise die Zeit bis zum Abitur, o.ä.

Tätig werden müsste sie nur dann wenn sie für den einen Monat freiwillige Beiträge zahlen wollte, ein Mindestbeitrag kostet 83,70 und würde die spätere Altersrente um knapp 40 Cent steigern (fragen Sie Ihr Mädel ob ihr das lukrativ erscheint).
Diese Entscheidung sollte bis zum 31.03.2023 getrroffen sein (besser noch bis Dezember weil der für 2022 zu zahlende Mindestbeitrag um etwa 13 € teuerer werden wird, wenn sie im 1. Quartzal 2023 zahlt.....)

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Derzeit ist im Versicherungsverlauf für die Tochter jeder Monat belegt. Die Notwendigkeit einer freiwilligen Versicherung sehen wir auch nicht.
Herzliche Grüße
Ihr Expertenteam

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