Rentenzeiten bei voller Erwerbsminderungsrente.

von
Sabine

Guten Tag, ich habe eine Frage zu den Zeiten während der vollen Erwerbsminderungsrente.
Wie werden die Zeiten während der Erwerbsminderungsrente "Rententechnisch" behandelt?
Als Beispiel: Ein Beschäftigter nimmt nach einer 3-jährigen vollen Erwerbsminderungrente wieder eine volle Erwerbstätigkeit auf. Wie werden die 3 Jahre im Sinne der Rentenzeiten bewertet? Sind das Pflichtversicherungszeiten? oder fehlen die eventuell später?
Danke für eine Antwort

von
Sabine

Vieleicht etwas konkreter gefragt:
Würden diese drei Jahre mit anrechenbar sein um eine Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre) zu bekommen?

von
W°lfgang

Zitiert von: Sabine
Vieleicht etwas konkreter gefragt:
Würden diese drei Jahre mit anrechenbar sein um eine Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre) zu bekommen?

Hallo Sabine,

es sind "Anrechnungszeiten", siehe:
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__58.html
(Abs.1 Nr. 5)

die i. V. mit:
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__51.html
(Abs. 3a)

bei dieser Altersrentenart/den 45 Jahren, nicht mitzählen.

Gruß
w.

von
Sabine

Vielen Dank für die kompetente Antwort. Das war es was ich wissen wollte. Es geht um den abschlagsfreien Rentenbeginn (Baujahr 65) mit dann 65 und nicht mit 67 Jahren. Ich habe jedoch nicht bedacht das auch eine unbefristete Schwerbehinderung vorliegt, somit sollte der Rentenbeginn ja auf jeden Fall mit 65 möglich sein. Vielen Dank und einen schönen Abend.
Sabine

von
Omar

Zitiert von: Sabine
Vielen Dank für die kompetente Antwort. Das war es was ich wissen wollte. Es geht um den abschlagsfreien Rentenbeginn (Baujahr 65) mit dann 65 und nicht mit 67 Jahren. Ich habe jedoch nicht bedacht das auch eine unbefristete Schwerbehinderung vorliegt, somit sollte der Rentenbeginn ja auf jeden Fall mit 65 möglich sein. Vielen Dank und einen schönen Abend.
Sabine
Baujahr 1965? Da fließt noch viel Wasser den Rhein runter, wer weiß, was bis dahin gilt?!!

von
Sabine

[/quote] Baujahr 1965? Da fließt noch viel Wasser den Rhein runter, wer weiß, was bis dahin gilt?!! [/quote]

Das ist richtig, eventuell sind bis dahin auch Außerirdische gelandet und haben uns alle erlöst..
Hier in dem konkreten Fall geht es um eine Vorruhestandsregelung und da ist Heute schon der zukünftige abschlagsfreie Rentenbeginn von Bedeutung.

von
Omar

Zitiert von: Sabine
Baujahr 1965? Da fließt noch viel Wasser den Rhein runter, wer weiß, was bis dahin gilt?!! [/quote]

Das ist richtig, eventuell sind bis dahin auch Außerirdische gelandet und haben uns alle erlöst..
Hier in dem konkreten Fall geht es um eine Vorruhestandsregelung und da ist Heute schon der zukünftige abschlagsfreie Rentenbeginn von Bedeutung.
[/quote] Auch. Wartezeiten, die man erfüllt hat, hat man im Sack. Nur mit dem Renteneintrittsalter weiß man nicht, was der Gesetzgeber da noch für Pläne hat. Vielleicht werden aus 67 dann 70 und aus 65 vielleicht 67 Jahre. Nichts genaues weiß man nicht.

von
W°lfgang

Zitiert von: Omar
Zitiert von: Sabine
Baujahr 1965? Da fließt noch viel Wasser den Rhein runter, wer weiß, was bis dahin gilt?!!

Das ist richtig, eventuell sind bis dahin auch Außerirdische gelandet und haben uns alle erlöst..
Hier in dem konkreten Fall geht es um eine Vorruhestandsregelung und da ist Heute schon der zukünftige abschlagsfreie Rentenbeginn von Bedeutung.
[/quote] Auch. Wartezeiten, die man erfüllt hat, hat man im Sack. Nur mit dem Renteneintrittsalter weiß man nicht, was der Gesetzgeber da noch für Pläne hat. Vielleicht werden aus 67 dann 70 und aus 65 vielleicht 67 Jahre. Nichts genaues weiß man nicht. [/quote]

...im Hinblick auf 'Vorruhestandsregelungen'/speziell ATZ gab es schon immer Vertrauensschutz bei Gesetzesänderungen/Verschlechterungen in die bei Vertragsabschluss geltenden Rentengesetze/für alle betroffene Altersrentenarten, was Beginn + Abschlag anbetraf (nicht in die spätere Rentenberechnung als solche!). Ist natürlich kein Freifahrtschein für künftige Änderungen ...die eher die Jahrgänge 64+ betreffen könnten = reine Spekulation.

An @Sabine: "Ich habe jedoch nicht bedacht das auch eine unbefristete Schwerbehinderung vorliegt, somit sollte der Rentenbeginn ja auf jeden Fall mit 65 möglich sein."

Sofern der GdB 50 bei Rentenbeginn noch vorliegt und die Altersrente/GdB so noch existent ist + die 'appen Beine' nicht nachgewachsen sind/med. Wunderheilung bis dahin nicht erfolgt, könnte das zusammenpassen ...nun, Ihr Kandidat scheint im 'rentennahen' Alter und alles wird bis dahin so wie geplant wohl laufen.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo User Sabine,

wie User W*lfgang Ihnen bereits mitgeteilt hat, sind die Rentenbezugszeiten als Anrechnungszeiten zu bewerten und werden nicht auf die Wartezeit von 45 Jahren für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte angerechnet. Für die Wartezeit von 35 Jahren, die für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen gilt, zählen auch die Rentenbezugszeiten.
Es ist zu beachten, dass die Schwerbehinderung (GdB min. 50) im Zeitpunkt des gewünschten Rentenbeginns vorliegt.