Rentenzeiten für einen offensichtlich Schwerbehinderten.

von
Alfons

Zitiert von: Henry
Zitiert von: Alfons
Das ist die Bedingung für generellen Anspruch auf eine Altersrente. Bei EM gibt es für junge Menschen Extraregeln(bspw. Unfall) ansonsten müssen in den letzten 5 Jahren 3 mit Zeiten belegt sein und zwar zum Zeitpunkt des Eintritts der Erwerbsminderung. Nur weil jemand schwerer vermittelbar ist oder eine Ausbildung fehlt oder man andere Vorstellungen generiert gilt man nicht als erwerbsgemindert.
man trotz intensivem Bemühen keine Chance bekommt, was bleibt dann für eine Alternative?
Zitiert von: Alfons
Dazu muss die Leistungsfähigkeit für den gesamten Arbeitsmarkt, incl. leichteste Leichtarbeit oder Dingen, die ein dressierter Schimpanse locker könnte, auf unter 3 Stunden gesunken sein. Ein paar Stunden Bürohilfe, Brot einpacken, Sachen sortieren, Fotokopien machen, den Hof fegen, Prospekte verteilen, den Knopf an einer Maschine drücken,im Krankenhaus den Schieber oder die Ente bringen- die Auswahl für Sohnemann ist riesig.
Man sollte nur jemanden finden, der auch einen Schimpansen einstellen würde. Nebenei bin ich überzeugt, dass mindestens 50 % der EU-Rentner die von Dir aufgezählten Tätigkeiten verrichten könnten.
Zitiert von: Alfons
So schnell wird man, noch dazu in jungen Jahren, nicht verrentet.
hoffentlich, schließlich will der Junge Anerkennung durch Arbeit finden.
Alles verständlich, jedoch ist es Aufgabe der Arbeitsämter /Jobcenter Menschen in Arbeit zu vermitteln. Diese Einrichtungen haben spezielle Fallmanager für Schwerbehinderte. Diese wissen meist mehr über Einsatzmöglichkeiten oder bestimmte Firmen, wo man vielleicht unterkommen kann und welche gesundheitlichen Einschränkungen es zu beachten gibt. Aber ehrlicherweise gibt es auch diejenigen, die ihr Leben lang mit Alg 2 verbringen werden, weil es einfach nirgends klappt oder immer nur befristet. Mit seiner Vita ist Ihr Sohn leider prädestiniert für irgendetwas prekäres. Das ist nicht abwertend gemeint, aber man muss seine Ansprüche den Gegebenheiten anpassen. Ansonsten Volkshochschule Real nachholen,zweiter Bildungsweg. Ich glaube, dass er gern arbeiten würde, aber wenn nicht Diakonie, dann draußen mit Leistung. Ein bisschen rumfriemeln mit Prokuragehalt, das gibt es nicht!

von
Henry

Zitiert von: Anna
Die Rente, die man bekommt, wenn man grad so 5 rentenrechtliche Jahre schafft, bedeutet, ein Leben lang in Armut zu leben und vermutlich auch, Stammkunde auf dem Sozialamt zu sein. Lustig ist das nicht. Ist dem Sohn das klar?
Sohn ist das natürlich nicht klar. Er ist fest davon überzeugt, dass er seinen Weg machen wird. Ich bewundere seine Ausdauer und möchte ihn nicht demotivieren.
Zitiert von: Anna
Mancher hat ja falsche Ideen von Rentenhöhe...
geht mir um soziale Absicherung. Eine Rente incl. Krankenversicherung würde zumindest verhindern, dass ein ihm zufallendes Erbe allzu schnell aufgebraucht werden müsste.
Zitiert von: Anna
Und weiter macht es keinen Sinn, sich irgendwie für behindert, aber doch nicht so richtig, zu erklären.
ür das Amt ist er zu 100 % schwer behindert.
Zitiert von: KSC
Entweder geht der junge Mann einen ganz normalen beruflichen Weg und muss sich anstrengen.
oft muss ich noch zum Ausdruck bringen, dass ihm sehr daran gelegen wäre, diesen normalen Weg zu finden. Ganz normal kann man nicht schreiben, da seine Behinderungen schon einschneidend sind. Deshalb sollte das Wörtchen "Inklusion" keine leere Worthülse sein.
Zitiert von: KSC
Oder er geht in den geschützten Bereich, dann sollte auch Schwerbehinderung festgestellt werden.
den geschützten Bereich sollen diejenigen gehen, die kein oder nur ein schlecht funktionierendes zu Hause haben. Letztendlich ist das eine Aufbewahrungsanstalt für schutzbedürftige. Diese Einrichtung ist viel zu teuer für Menschen, die in einem geordneten Umfeld wohnen und sich im übrigen selbst beschäftigen können.
Zitiert von: KSC
Letzt Raussuchen und auf eine Rente hoffen, von der man leben kann mit Mitte 20, ist echt nicht.
äre mit einer Mini-Rente immer noch billiger als so eine teuere Einrichtung wie eine WfbM.

von
Henry

Zitiert von: Jana
Tja lieber Henry, es geht Ihnen scheinbar nicht um Lösungen sondern nur ums Jammern.

Ich arbeite in dem Bereich und sehe, wie sehr sich diese Menschen abrackern, um arbeiten zu können. Egal wie.

Solche Beispiele wie ihr Sohn sind glücklicherweise selten. Es gibt inzwischen so viele niedrigschwellige Ausbildungsstellen, dass es viele auf den ersten Arbeitsmarkt schaffen.

Entweder kommen Sie und ihr Sohn endlich in die Pötte oder Sie werden in 10 Jahren noch mit dem gleichen Problem dastehen. Und die bösen anderen sind schuld.

Die Bundesagentur für Arbeit bietet hier unheimlich viele Hilfen und Maßnahmen an. Vielleicht sollten Sie diese mal annehmen und Ihren Sohn dazu bringen auch durchzuhalten. Auch das fällt unter fit machen für den ersten Arbeitsmarkt.

dümmlichen Argumente werde ich künftig ignorieren.

von
Henry

Zitiert von: frantic
Für die "Frührente" (Erwerbsminderungsrente?) gibt es hohe Hürden. Und selbst wenn Ihr Sohn die Beitrags-Mindestzeiten gesammelt hat, wird die Rente aus den bisher erwirtschafteten Punkten hoch gerechnet.
ist bekannt. Ich will ja auch keine große Rente auf Kosten aller Beitragszahler herausschinden. Mir geht es hauptsächlich um eine für ihn kostenlose Krankenversicherung plus ein Taschengeld in Höhe der Mindestrente.
Zitiert von: frantic
Bekommt Ihr Sohn die jährliche Renteninformation?
bekommen meines Wissens nur rentennahe Jahrgänge.
Zitiert von: frantic
Das andere Thema ist der sog. "Leistungsfall", d.h. der Zeitpunkt zu dem die gesundheitliche Beeinträchtigung eingetreten ist.
Beeinträchtigung ist seit seiner Geburt eingetreten.
Zitiert von: frantic
Sollte er schon seit den Kindertagen / von Geburt an gegeben sein, gibt es die Erwerbsminderungsrente generell erst nach 20 Jahren Arbeit in der WfBM.
ist jetzt endlich mal eine brauchbare Antwort auf meine Frage.
Zitiert von: frantic
Lassen Sie sich doch einmal einen (telefonischen) Beratungstermin bei der DRV geben. Die Sachbearbeiter können in das Versicherungskonto sehen und beantworten alle Ihre Fragen.
habe ich ohnehin vor. Hier bereite ich mich nur auf diesen Besuch vor.
Zitiert von: frantic
Erwerbsminderungsrente hat übrigens nichts damit zu tun, dass man keinen Job/Ausbildung bekommt und durchhält, oder dass man nicht in einer geeigneten Einrichtung arbeiten will, sondern dass man es (körperlich) nicht kann. Dafür muss man schon sprichwörtlich den Kopf unter dem Arm tragen.
trifft das weitgehend zu, d. h., er bekommt keinen Ausbildungs- und/oder Arbeitsplatz, weil er die Voraussetzungen nicht erfüllen kann.

von
Henry

Zitiert von: leidgeprüfte Mama
Wenn er wirklich behindert ist, ist es was anders, dann muss er eben entsprechend in eine Werkstätte.
Einstellung bezüglich Werkstätte habe ich bereits mehrfach kundgetan.

von
Fuzzy

Zitiert von: Henry
Zitiert von: Alfons
Das ist die Bedingung für generellen Anspruch auf eine Altersrente. Bei EM gibt es für junge Menschen Extraregeln(bspw. Unfall) ansonsten müssen in den letzten 5 Jahren 3 mit Zeiten belegt sein und zwar zum Zeitpunkt des Eintritts der Erwerbsminderung. Nur weil jemand schwerer vermittelbar ist oder eine Ausbildung fehlt oder man andere Vorstellungen generiert gilt man nicht als erwerbsgemindert.
man trotz intensivem Bemühen keine Chance bekommt, was bleibt dann für eine Alternative?
Zitiert von: Alfons
Dazu muss die Leistungsfähigkeit für den gesamten Arbeitsmarkt, incl. leichteste Leichtarbeit oder Dingen, die ein dressierter Schimpanse locker könnte, auf unter 3 Stunden gesunken sein. Ein paar Stunden Bürohilfe, Brot einpacken, Sachen sortieren, Fotokopien machen, den Hof fegen, Prospekte verteilen, den Knopf an einer Maschine drücken,im Krankenhaus den Schieber oder die Ente bringen- die Auswahl für Sohnemann ist riesig.
Man sollte nur jemanden finden, der auch einen Schimpansen einstellen würde. Nebenei bin ich überzeugt, dass mindestens 50 % der EU-Rentner die von Dir aufgezählten Tätigkeiten verrichten könnten.
Zitiert von: Alfons
So schnell wird man, noch dazu in jungen Jahren, nicht verrentet.
hoffentlich, schließlich will der Junge Anerkennung durch Arbeit finden.
Es gibt in D. nur wenig spezielles für Behinderte,wie bspw. die Werkstätten. Das möchten Sie nicht. Ansonsten unterscheidet der Staat da nicht wirklich, zwar werden gesundheitliche Einschränkungen berücksichtigt, aber ansonsten gibt's für die Kranken genauso viel wie für die Gesunden. Hartz IV für alle arbeitsfähigen, egal ob krank oder gesund. Selbst die Grusi für richtig Kranke ist monetär dasselbe. Die einzige wirkliche Ausnahme ist die EM-Rente, hier kann es zu auskömmlichen Zahlungen kommen,aber dafür ist diese schwer zu bekommen.

von
Henry

Zitiert von: Uschi
Ist denn die Schwerbehinderteneigenschaft schon vom Versorgungsamt festgestellt worden oder wird hier Behinderung aufgrund von Defiziten nur vermutet? Es ist schon ein Unterschied, ob man nicht der hellste ist und vielleicht zwei linke Hände hat oder ob man anerkannt behindert ist.
von Dir aufgezählten Punkte treffen zu, wobei die Vermutung tatsächlich Realität ist.
Zitiert von: Uschi

Falls letzteres der Fall ist, ist der Gedanke geschützte Werkstatt nicht das Schlechteste. Diese Tätigkeit ist behindertengerecht, leistungsangepasst und generiert Rentenansprüche, EM wie Alter und man verdient selbst etwas Geld. Mit den genannten Defiziten ist man dort möglicherweise besser aufgehoben, als auf dem ersten Arbeitsmarkt.
mag alles zutreffen, aber so lange es andere Alternativen gibt, muss ich ihn nicht wider seinem Willen dorthin zwingen.

von
Henry

Zitiert von: Orel
Es gibt allerdings leider auch Menschen, die finden nie einen Arbeitgeber und sind lebenslange Sozialfälle.
hast Du gut beobachtet.
Zitiert von: Orel
Gibt's alles gar nicht mehr so. Was für Perspektiven haben solche Menschen?
ür viele hier gibt es nur die WfbM. Tatsächlich sollte man mehr Inklusion praktizieren, dann wäre allen geholfen. Die Werkstätten benötigen ausreichend viel qualifiziertes Personal. Das ist recht teuer, möglicherweise teurer als die Integration von größere Betriebe. Während meiner Lehrzeit wurden noch genügend Menschen beschäftigt, die heute in Arbeitslosigkeit, Rente und WfbM abgeschoben werden.

von
Flora

Zitiert von: Henry
Zitiert von: frantic
Für die "Frührente" (Erwerbsminderungsrente?) gibt es hohe Hürden. Und selbst wenn Ihr Sohn die Beitrags-Mindestzeiten gesammelt hat, wird die Rente aus den bisher erwirtschafteten Punkten hoch gerechnet.
ist bekannt. Ich will ja auch keine große Rente auf Kosten aller Beitragszahler herausschinden. Mir geht es hauptsächlich um eine für ihn kostenlose Krankenversicherung plus ein Taschengeld in Höhe der Mindestrente.
Zitiert von: frantic
Bekommt Ihr Sohn die jährliche Renteninformation?
bekommen meines Wissens nur rentennahe Jahrgänge.
Zitiert von: frantic
Das andere Thema ist der sog. "Leistungsfall", d.h. der Zeitpunkt zu dem die gesundheitliche Beeinträchtigung eingetreten ist.
Beeinträchtigung ist seit seiner Geburt eingetreten.
Zitiert von: frantic
Sollte er schon seit den Kindertagen / von Geburt an gegeben sein, gibt es die Erwerbsminderungsrente generell erst nach 20 Jahren Arbeit in der WfBM.
ist jetzt endlich mal eine brauchbare Antwort auf meine Frage.
Zitiert von: frantic
Lassen Sie sich doch einmal einen (telefonischen) Beratungstermin bei der DRV geben. Die Sachbearbeiter können in das Versicherungskonto sehen und beantworten alle Ihre Fragen.
habe ich ohnehin vor. Hier bereite ich mich nur auf diesen Besuch vor.
Zitiert von: frantic
Erwerbsminderungsrente hat übrigens nichts damit zu tun, dass man keinen Job/Ausbildung bekommt und durchhält, oder dass man nicht in einer geeigneten Einrichtung arbeiten will, sondern dass man es (körperlich) nicht kann. Dafür muss man schon sprichwörtlich den Kopf unter dem Arm tragen.
trifft das weitgehend zu, d. h., er bekommt keinen Ausbildungs- und/oder Arbeitsplatz, weil er die Voraussetzungen nicht erfüllen kann.
Es gibt keine Mindestrente. Mit Alg 2 ist man ebenfalls krankenversichert und erhält Taschengeld. Das mit dem Erbe ist dann allerdings bedauerlich,was genauso für die Grundsicherung gelten würde. P. S. Sie leben im falschen Land. Der andere deutsche Staat kannte eine Rente für behindert Geborene. Keine Wartezeit, keine Einzahlungen, Anspruch nur durch krank sein. Egal, vorbei. Ihr Sohn möchte arbeiten, Sie wollen ihn berentet sehen.

von
Jana

Realismus ist keine dümmliche Antwort.

Sie haben hier Tipps bekommen. Aber dafür sind Sie und Ihr Sohn sich zu fein.

Schade vor allem für Ihren Sohn. Sie schaden ihm damit.

von
Henry

Zitiert von: Anna
Nein Henry, die aufgezählten Tätigkeiten können voll erwerbsgeminderte eben nicht machen. Wohl ein paar Minuten, aber stundenlang nicht.
hast wenig Erfahrung oder kennst keine voll Erwerbsgeminderten. Unter diejenigen, die ich kenne, sind genügend, die nach ihrer Verrentung überaus viel bewegen können.
Zitiert von: Anna
..., wenn eins nach dem anderen abgebrochen wird.
schreiben Du und vor Dir andere. Ich habe dies habe dies nicht geschrieben.
Zitiert von: Anna
..., wenn der Sohn tatsächlich behindert ist, dann sollten sie erst recht überlegen, wie man ihn finanziell sichern kann.
ist mein hauptsächliches Interesse.

von
Henry

Zitiert von: Siehe hier
Wenn Sie Ihr 'Halbwissen' etwas ergänzen möchten, dann sollten Sie noch diese Broschüre lesen

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.html

Hier stehen eigentlich alle Informationen rund um das Thema Erwerbsminderungsente drin, inklusiv Zugangsberechtigungen.

Und ob Ihr Sohn überhaupt schon Rentenansprüche erworben hat, können Sie mit Anforderung einer Rentenauskunft auch schnell feststellen.
Die Anforderung ist online möglich:

https://www.eservice-drv.de/SelfServiceWeb/

.

von
Alfons

Zitiert von: Henry
Zitiert von: Orel
Es gibt allerdings leider auch Menschen, die finden nie einen Arbeitgeber und sind lebenslange Sozialfälle.
hast Du gut beobachtet.
Zitiert von: Orel
Gibt's alles gar nicht mehr so. Was für Perspektiven haben solche Menschen?
ür viele hier gibt es nur die WfbM. Tatsächlich sollte man mehr Inklusion praktizieren, dann wäre allen geholfen. Die Werkstätten benötigen ausreichend viel qualifiziertes Personal. Das ist recht teuer, möglicherweise teurer als die Integration von größere Betriebe. Während meiner Lehrzeit wurden noch genügend Menschen beschäftigt, die heute in Arbeitslosigkeit, Rente und WfbM abgeschoben werden.
Tja, Arbeitsplätze entstehen dann, wenn der Unternehmer Gewinne damit einfährt. Ein Behinderter ist da eher hinderlich, zu wenig Arbeitsleistung, Zusatzurlaub, erweiterter Kündigungsschutz, Recht auf Teilzeit. Da zählen viele lieber, als das sie jemanden einstellen. Früher mag das anders bewertet worden sein, aber da gab es noch den Wettlauf gegen die Bolschewisten, da wurden ganz andere Zugeständnisse gemacht!

von
Henry

Zitiert von: Peter T.
Die große Frage ist immer, was möchte derjenige selber und was ist er bereit zu geben?Der Betroffene möchte sehr weit gehen. Leider führen seine Wege nicht unbedingt zu einem Ziel.[quote=368229]
Wenn ich den Fall hier lese, dann wird hier auf die "Rente" hingearbeitet. Ich kann den Vater verstehen, auch wenn man vielleicht nicht einverstanden ist, mit dem Kind, man steht trotzdem zu ihn und "beschützt" bzw. verteidigt es.
hast Du richtig erkannt.
Zitiert von: Peter T.
Aber das Problem dabei ist leider, der Junge wird sich nie wirklich Mühe geben, weil er denkt, er ist im Recht und die Welt ist so schlecht.
ürde sich ein jeder die Mühe geben, die er investiert, dann wäre vieles besser. Aber auch Du wirst wissen, dass Mühe allein nicht alles ist. Oftmals führt sie direket zum Frust.
Zitiert von: Peter T.

Wenn er also keine Ausbildung machen kann/will aber in eine Werkstatt nicht will (vermutlich unter seinem Niveau bzw zu wenig Geld), gibt es trotzdem Arbeiten, die auch ohne Ausbildung gemacht werden können. Ich denke da so an Betreuungsleistungen, z. B. im Pflege/Hauswirtschaftsbereich. Da wird wie verrückt gesucht, es braucht keine Ausbildung oder die Firma gibt eine "Fortbildung". Man bekommt Anerkennung von den z. B. Pflegebedürftigen und kommt unter Leute. Und es ist nun wirklich (außer für ganz schwere Fälle) schaffbar.
selbst ist daran interessiert, aber in der Regel erwarten die Arbeitgeber Unterstützung von der Arbeitsagentur und deshalb ist er darauf angewiesen, was der Sachbearbeiter bewerkstelligen kann. Mehr oder weniger wird er wegen Corona von dort bereits seit einem Jahr hingehalten.
Und damit sind wir bei der zweiten von zwei Fragen, die ich gestellt habe und die hier keiner beantworten kann.
Zitiert von: Peter T.
Ich kann nur raten, wie viele hier geschrieben haben, machen Sie ihrem Sohn Dampf.
der Realität wurde mir schon mehrfach geraten, dass ich ihn nicht so unter Druck setzen soll und ich habe selbst erkannt, dass ich damit nur einen weiteren Patienten für die Psychiatrie fabrizieren würde.

von
Henry

Können die Verantwortlichen dieses Forums einmal ergründen, warum bei meinen Antworten meist das erste Wort fehlt?

Es ist nicht gerade schön, wenn ich z. B. einen ganzen Beitrag zitiere und mit dem Wörtchen "Danke" quittiere und anschließend nur der Punkt, den ich hinter dem Wörtchen platziert habe, unter dem Zitat steht.

von
Fakerator

und wida nen Schread der durch wichtichtua zerschört wurdä

Experten-Antwort

Hallo Henry,

wir können den Fehler nicht replizieren. Nur ein Verdacht: die Bildschirmskalierung auf 100% einstellen. Evtl. hilft der Tipp am ANfang einfach ein Leerzeichen zu setzen.

Bitte mal ausprobieren.

Viele Grüße!

Ihr Admin

von
Anna

@Henry, das angeblich Moralische haben Sie reingebracht.Die anderen antworten nüchtern und nach finanziellen Aspekten. Gucken Sie sich in Ruhe an, was finanziell möglich ist. Sie schreiben, eine Rente plus Krankenversicherung würde ihm ein Erbe retten. Nein, würde eben nicht. Er bräuchte ganz sicher ergänzende Leistungen nach SGB 12. Da gibt es aber deutlich geringeren Selbstbehalt als in ALG 2. Also soviel ist klar: Ein Erbe noch ein Weilchen durchretten kann man besser, wenn man arbeitslos gemeldet ist. Wer keinen Rentenanspruch erarbeitet hat, mit dem er zumindest über Grundsicherungsniveau hinaus kommt, tut gut, sich bloß nicht von der Arbeitsagentur verschieben zu lassen. Der Regelsatz ist zwar annähernd identisch, nicht aber das Drumherum. Unterhaltsverpflichtung von von Eltern übrigens galt im SGB 12 bis vor kurzem lebenslang, auch wenn Kinder nicht mehr im Elternhaus wohnen. Aktuell ist die abgeschafft, aber keiner sagt Ihnen, für wie lange.

Letztlich wird vieles davon abhängen, ob er nun schwerbehindert ist oder nicht. Dann steht ihm auch Eingliederungshilfe zu. Sie müssen dem Sohn unbedingt klarmachen, worum es geht. Es gibt jedenfalls keine Rentenansprüche, die er ohne Arbeit bekommen kann. Ob nun mit Berufsausbildung, oder ohne mit Job, oder in Behindertenwerkstatt. Er muss entweder arbeiten. Oder Sie als Eltern müssen ihn wegen der Behinderung schützen und für ihn sorgen. Dazu gehört dann auch finanzieller Realismus und ein Schwerbehindertenausweis. Nur Sie vor Ort wissen, wie die Lage tatsächlich ist. Aber machen Sie sich und dem Sohn nicht vor, dass eine Berentung die beste Lösung wäre. Es ist verdammt bitter, auf diese Weise rauszufliegen aus dem aktiven Leben.

Experten-Antwort

Zitiert von: Henry

Die Arbeitsagentur möchte den Sohn nun über eine unterstützende Beschäftigung auf dem Arbeitsmark unterbringen. Die Einrichtung, die dies bewerkstelligen soll, vertröstet ihn infolge immer wieder zu hohen Inzidenzwerten Monat für Monat. Infolge Covid19 hängt er nun bereits seit einem Jahr zu Hause herum.

Nun frage ich mich, ob diese Wartezeit bei der Rentenanrechnung berücksichtigt werden kann.


Hallo Henry,

ob die Zeit in der Rentenversicherung berücksichtigt werden kann, hängt unter anderem davon ab, ob Ihr Sohn während dieser Zeit durchgehend bei der Agentur für Arbeit gemeldet war.

Für die Vermittlung Ihres Sohnes in eine Tätigkeit ist die Agentur für Arbeit zuständig. Vielleicht ist aufgrund der gesunken Inzidenz mittlerweile oder in naher Zukunft die geplante Vermittlung in die unterstützende Beschäftigung möglich. Wir empfehlen Ihnen daher, sich an die Agentur für Arbeit zu wenden. Hier im Forum können wir dazu leider keine weitergehenden Auskünfte erteilen.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen rentenversicherung

von
Anna

Zitiert von: Henry
[quote=368234]Du hast wenig Erfahrung oder kennst keine voll Erwerbsgeminderten. Unter diejenigen, die ich kenne, sind genügend, die nach ihrer Verrentung überaus viel bewegen können.

Es ist alles gesagt, aber diesen Satz sah ich jetzt erst und im Interesse des Sohnes überdenken Sie das doch bitte: Natürlich ist das nicht so. Es mag ein paar Schauspieler geben, aber die Masse der voll Erwerbsgeminderten ist nicht belastbar. Ich bin es selber, seit 24 Jahren...Und auch ich kann mich bewegen, muss ich sogar täglich. Aber einen Arbeitsalltag durchstehen ist ausgeschlossen. Ich bin eine neurologisch erkrankte Krankenschwester. Bevor ich mit 36 Jahren aufhörte zu arbeiten, lebte ich von Hefeteilchen vom Bäcker und Wasser aus der Leitung. Weil ich die allerletzte Kraft brauchte im Job. Die Kollegen wussten, nach 2 bis 3 Stunden kann ich nicht mehr viel laufen. Nach dem Dienst nach Hause in Zeitlupe direkt ins Bett. Als ich endlich raus war, habe ich erst mal Monate fast nur geschlafen vor Erschöpfung. Und ja, wenn Henry mich heute kurz im Supermarkt sieht, sieht er davon nicht soviel.

Also nix für ungut, aber Sie sind dem Sohn keine Hilfe, wenn Sie so falsches Zeugs erzählen. Eine Erwerbsminderungsrente kriegt man nicht eben mal so. Und damit leben tut man grad als junger Betroffener auch nicht eben mal so, wenn alle anderen berufliche Ziele verfolgen und Familien gründen.

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