Rentner oder Arbeitslos?

von
Maurice

Hallo Leute vom Fach
Ich bin 62 (März )und möchte aufhören zu arbeiten (GdB50%).Vorab,meine Rente mit -3,6% in etwa identisch mit ALG1.
Meine Frage:
Variante 1 dh,da ich schon länger AU bin,4 Monate,muß ich bis 06.04.09 den sogenannte Rehaantrag stellen,danach bin ich Rentner alles ist OK und die KK hat mich los, Keine Krankengelder Zahlungen mehr.
Variante 2(ist mir angetragen worden)
Mein Arzt schreibt mich zum 01.04.09 AF,mein Chef schreibt mir eine Betriebsbedingte Kündigung (wegen Speerfristen) zum 01.04.09 aus und ich melde mich Arbeitssuchen bei der AA mit dem Risiko noch vermittelt zu werden was aber sehr unwahrscheinlich ist.Ich käme dann in den Genuss(01.04.10) zu eine Abzugsfreie Rente nach 47 Arbeitsjahre .
Ist sowas machbar ?
Bitte um eine verständliche Antwort.
Vielen Dank

Experten-Antwort

Da Sie bei der Variante 2 Vorteile haben, sollten Sie versuchen es so hinzubekommen. Sie schreiben ja selbst schon die Probleme; etwas anderes kann Ihnen keiner in diesem Forum raten.

von
So-Nicht

Das ist Missbrauch von Sozialleistungen, was Sie da "empfehlen", kann doch nicht Ihr Ernst sein?!

von
Es geht !

Hier versucht jeder das beste aus seiner Situation zu machen. Auch Sie tun das! Also halten Sie den Ball mal flach.

Experten-Antwort

Wo ist da bitte Missbrauch von Sozialleistungen? "Maurice" hat einen Rechtsanspruch auf AloGeld 1! Ich habe ihm lediglich geraten es so zu machen; und das werde jeder Zeit wieder so beraten.

von
So-Nicht

Natürlich kann jeder einen "Vertrag" so gestalten, wie er finanziell am besten fährt. Wenn jeder alles ausnutzt wo er einen "Rechtsansruch" drauf hat ........

Sie sind also der Meinung, dass die "Kündigung" kein "Geschmäckle" hat?

Damit will ich es auch beruhen lassen.

Experten-Antwort

Nein! Nach dem Motto "Irgendwann hat man auch genug gearbeitet und versucht anderweitig über die Runden zu kommen!" (Wenn es denn geht - und hier geht es!)

von
B´son

Und sie würden es 100%ig ganz genauso machen...

Experten-Antwort

Wenn ich in der gleichen Lage wäre: JA!

von
B´son

Ich meinte eigentlich "So-nicht" ;-)

von
Maurice

Bedanke mich für die schnelle Antwort.Zu meiner Person:Seit 1961 zahle ich brav und ohne zu murren meine Sozialbeiträge in allen Richtungen, habe sicherlich irgenwie dazu beigetragen das viele,viele,viele vor mir in diesen Solidaritätsystem ihre Rente oder ALG bekommen haben,seis drumm.Was mir im Magen liegt ist das eine KK Angestellte Ohne abzuwarten obwohl ich mich zur zeit immer noch in einer Schmerztherapie befinde, mir noch nicht einmal die Chance gibt dies zu Ende zu bringen ob mit Erfolg oder nicht und statt dessen mir Einen Rehaantrag zuschickt mit der Absicht mir das Geld zu kürzen. Mein Rat:Die KKbosse sollten sich vielleicht Leute enstellen die eine Soziale Ader haben .Nichts für Ungut, das wollte ich einmal los werden

von
Heinz

Maurice,genau richtig so, nach so vielen Arbeitsjahren sind die Abschläge einfach ein Witz. Ich werde mein letztes Jahr nach 48 Arbeitsjahren mit Krankheit überbrücken,aber immer in Lohnfortzahlung.Der Gesetzgeber will es nicht anders.

von
Knubi

Hallo Maurice
Du machst das Richtig so , ich finde es auch nach so einer langen Zeit im Arbeitsleben hat man auch mal das Recht an sich zu denken oder.<ich bin auch in der gleichen Situation wie Du (fast 62 Jahre alt) immer gearbeitet und 47 Jahre voll einbezahlt.
Auch seit 4 Monate krank geschrieben nach einer schwierigen OP. KK hält noch ruhig mal sehen wie lange.
Maurice ich wünsche Dir viel Glück und alles Gute.
LG Knubi

von
Wolfgang

Dem Experten muss ich vollkommen beipflichten ...es geht hier nicht um illegale Tricksereien, sondern ausschließlich um Ausschöpfung der rechtlich/sozialen Möglichkeiten im Rahmen der eigenen (neudeutsch) Lebenslage. Wer hinterfragt, sollte dazu schlicht die Informationen auch erhalten - weniger wäre nahe an einer 'unterlassenen Hilfeleistung' - kommt einer Amtspflichtverletzung gleich. 'Wir' sind hier nicht die Moralbewahrer der aktuellen Gesetze, die kommen von 'da oben' !! Sie transparent zu machen ...Dank dafür ? Nee, ist nur unser Job. Die meisten werden es honorieren, dass der Obrigkeitsstaat gestern war - auch wenn noch hier und da kleine Fürsten in den Ämtern sitzen ;-)

Gruß
w.

von
sab

Eins vorweg, ich arbeite nicht bei einer Krankenkasse

Ich bin mir aber sicher, dass nicht die KK-Angestellte "schuld" daran ist, dass Sie zur Reha-Antragstellung aufgefordert wurden, sondern einfach die Vorgaben, die sie "von oben" hat. Die Mitarbeiter hätten sicher öfter diese "soziale Ader", die Sie ihnen absprechen, können aber einfach nicht entgegen den vorhandenen Anweisungen handeln.

von
So-nicht

Ich entschuldige mich bei Maurice und allen anderen für meine Beiträge und gebe zu, dass Sie alle mich mit Ihren Argumenten überzeugt haben.
Sorry.

von
Brainless

Entschuldigen Sie sich besser nicht hier, sondern bei Ihrer Frau, die muss Sie jeden Tag ertragen. Hier im Forum haben Sich die Leute eher kaputt gelacht, als das Sie jemand ernst genommen hat.

von
CrashTestDUMMI

Die Ausführungen von Maurice und den Experten sind moralisch völlig vertretbar und korrekt. Die Ausführungen von "so-nicht" sind hinzunehmen, weil jeder ein Recht auf Meinungsäußerung hat. Ob Sie Sinn machen, steht jedem frei zu beurteilen.

Es kann nicht sein, das grosse Konzerne, wie RWE, Bayer, Ford etc. Ihre "Aussortierten" Mitarbeiter in den Vorruhestand schicken, erstmal 2 Jahre bei der Agentur für Arbeit "parken", somit den Steuerzahler mit MILLIARDEN belasten, da die Allgemeinheit somit dafür sorgt, das diese Betriebe in dem Zeitraum Milliarden an Gehaltszahlungen sparen, weil der dumme Steuerzahler ja für diese Zeit die Gehälter finanziert.

Warum wird hier vom Staat nicht eingegriffen fragt sich der normale Menschenverstand????

Also bitte keine Kritik an Maurice und seinen Überlegungen!!!!Er handelt völlig zurecht!!

von
medina

Hallo an alle,
ein interessantes Thema, ich kann ebenfalls dem Experten nur beipflichten. Wenn es eine Möglichkeit gibt, für sich persönlich aus einer Situation Vorteile zu ziehen, die sich auch noch mit den gesetzlichen Vorgaben vereinbaren lassen, würde ich das ebenfalls tun. Es sind uns schon genug Nachteile durch die so genannte "Rentenrefom" enstanden. Ich, weiblich, stehe ebenfalls kurz vor der Rente mit dem gleichen Problem; d.h. nicht mehr voll arbeitsfähig, da nach einem Arbeitsunfall vor ca. 20 Jahren mehrere Bandscheibenvorfälle im HWS und LWS-Bereich vorhanden sind. Eine EU- oder BU-Rente oder auch Unfallrente erhält man nicht von heute auf morgen, das ist ein Kampf ohne Ende mit etlichen Erniedrigungen seitens der Gutachter und einem absolut unsicheren Ergebnis. ggf. muss man sich dann die Arbeitszeiten erträglicher gestalten, indem man hin und wieder in die Reha geht oder krank feiert. Da ich eine MdE von 50 % habe, muss noch bis zum 63. Lj. aushalten, fast zwei Jahre arbeiten und weiß nicht wie ich es gesundheitlich schaffen soll, um dann "abschlagsfrei" in Rente gehen zu können. Mit 63 Jahren habe ich gesetzlich einen 2-jährigen Anspruch auf ALG, welches mit Sicherheit höher sein wird als meine "bescheidene" Rente (max. 700,00 € nach 37 Jahre Einzahlung bei Vollbeschäftigung); da kommen mir die Tränen, denn aktuell verdiene ich das 2 1/2 -fache netto. Wie soll ich später als Renter noch klar kommen, wenn der bisherige Lebensstandard ein höheres Einkommen erforderlich machte? Es ist in unserem Lande m. E. politisch und im sozialen Bereich vieles nicht ganz korrekt gelaufen und hat uns viele Nachteile eingebracht. Ich erlebe es tagtäglich, dass Mitbürger aus dem Osten (Migranten etc) -obwohl nie hier eingezahlt- eine Rente in Höhe von 1.500,00 € - errechnet nach dem alten Gesetz - erhalten. Das soll nicht heißen, dass ich hier gegen diese Mitbürger bin nein, aber wo bleibt da die Gerechtigkeit dem braven über Jahre hinweg einzahlenden pflichtversicherten deutschen Beschäftigten gegenüber? Es ist inzwischen tatsächlich so, dass die Arbeit sich nicht mehr lohnt. Ein in seinem Leben nie Beschäftigter erhält eine Grundsicherung in Höhe von € 800,00 (soll er auch haben), aber diese Situation steht in keinem Verhältnis zum braven Einzahler, dessen Rente zum Teil noch unter der Grundsicherung liegt. Fazit des Ganzen ist, alle Möglichkeiten die sich bieten ausschöpfen. Ein Bravo an CrashTestDUMMI und den ehrlichen Experten, der hier im Forum korrekt Stellung genommen hat. Die Entschuldigung von So-nicht war auch dringend erforderlich. Außerdem werden (so glaube ich) in den Jahren der Arbeitslosigkeit wohl weiterhin noch Rentenbeiträge in die Rentenversicherung eingezahlt, was einerseits der RV zugute kommt und dem Arbeitslosen noch einen kleine Rentenerhöhung bringen wird. Allerdings bin ich mir hierbei auch nicht sicher und möchte diese Frage gerne von dem Experten beantwortet wissen, ob es sich auch lohnt diesen Weg der Arbeitslosigkeit vor Rentenbeginn zu gehen oder nicht. Wirkt sich diese Zeit tatsächlich noch rentenerhöhend aus?
Gruß medina

von
Wolfgang

Hallo medina,

> (...) und möchte diese Frage gerne von dem Experten beantwortet wissen, ob (...)

Sie werden gemerkt haben, das neue Fragen so ganz am Ende und nun beinahe 10 Seiten tiefer im Forum nicht mehr wahrgenommen werden :-)

Hier haben Sie mehr Erfolg:
http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Neues-Thema.html?dekade=1

Neues Thema, neue Frage, aktuelle Antworten.

Gruß
w.
...und bitte mal ein paar Absatzmarken setzen - 50 Zeilen Fließtext ?! Meine Brille korrigiert das nicht mehr ;-)