Rentnerkrankenkasse

von
tränchen

Ich beziehe seit Februar06 volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit, als ich damals die Rente beantragt habe ging es bei meiner krankenkasse auch darum ob die Zeiten reichen um in die Rentenkrankenkasse zu kommen, sie reichte angeblich um 3 Monate nicht. Also muste ich mich seit dem freiwillig Krankenversichern und bezahle jetzt seit 1 Jahr monatlich meinen Beitrag. Nun hätte ich gerne gewust ob es für mich jetzt eine möglichkeit gibt in die Rentenkrankenkasse zu kommen, da ja nun die 3 Monate die damals fehlten erfüllt sind??
Hoffe es kann mir jemand Antworten, mit vielen Dank im vorraus, tränchen

von
bekiss

Diese Frage müssen Sie bei Ihrer Krankenkasse stellen. Die Krankenkasse meldet dem Rentenversicherungsträger, wenn Versicherungspflicht in der Krankenversicherung eintritt.

von Experte/in Experten-Antwort

Wenden Sie sich mit dieser Frage bitte direkt an Ihre Krankenkasse. Diese prüft, ob die Voraussetzungen für die Krankenversicherung der Rentner erfüllt sind.

von
Schiko.

Verstehe dies nicht ganz. Zu was fehlten die drei monate?

Gehe davon aus, sie gelten in der gesetzlichen als freiwillig
versichert. Bei der gleichen versicherung ist der satz als
pflicht oder freiwillg versicheter rentner identisch.

Wichtig ist, sie bekommen den hälftebeitrag ( ohne 0,90%)
von der rentenstelle.

Ich wurde nach dem beruflichen ausscheiden auch als rentner
weiterhin freiwillig versichert obwohl die bemessungsgrenze
nicht überschritten wurde.

Dies hat sich geändert, da seit 1.4.2002 freiwillig versicherte
rentner automatisch in die pflichtversicherung überführt wurden
soweit sie nicht erklärt hatten, dass sie weiterhin freiwillig ver-
sichert sein wollen.
Diese änderung basiert auf ein urteil des bundesverfassungsgerichts
durch beschluss vom 15.3.2000.

Vielleicht hilft ihnen dies ein wenig weiter.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Batrix

Wenn ein Rentenantrag gestellt wird, prüft die gesetzliche Krankenkasse, ob die Voraussetzungen für die Pflichtversicherung in der Krankenversicherung der Rentner. Dafür muß man in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens (= Tag der erstmaligen Beschäftigung bis Tag der Rentenantragstellung) min. 90% gesetzlich krankenversichert gewesen sein (egel ob familien-, freiwillig oder pflichtversichert). Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass sich an der Prüfung und Einschätzung der Krankenkasse während der laufenden Rente etwas ändert. GGf. könnte sich das aber ändern, wenn Ihre Rente in eine Altersrente umgewandelt wird. Vielleicht wird dann ein anderer Zeitraum genommen. Das kann Ihnen aber nur Ihre Krankenkasse sagen...

PS. Bis zum 31.03.2002 (siehe Eintrag von Schiko) mußte man mind. 90% gesetzlich PFLICHTversichert gewesen sein, um die Voraussetzungen zu erfüllen.

von
Schiko.

Glaube im umkehrschluss war es ja auch so,
-traf vermutlich bei mir zu-, wer in der zweiten
hälfte seines erwerbslebens mindestens zu neun
zehntel freiwillig in der gesetzlichen versichert war
blieb dies zunächst auch als rentner.

Dies wurde geändert(verfassungsgericht ) und als
nunmehr pflichtversicherten die beitragsstufen auf-
gehoben.
Aber auch als freiwillig versicherter muss ja der
rentner einen beitragszuschuss vom rentenver-
sicherungsträger bekommen, beantragung auch
bei erwerbsminderungsrenten erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Willi

"Dafür muß man in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens (= Tag der erstmaligen Beschäftigung bis Tag der Rentenantragstellung) min. 90% gesetzlich krankenversichert gewesen sein"
Ich habe Schwierigkeiten diesen Satz zu verstehen. Ist damit der Zeitraum vom ersten Beschäftigungstag (z.B. Beginn der Lehre) bis zum Tag der Rentenantrag-
stellung gemeint.
Wenn nicht, könnten Sie mir mal mit einem konkreten Beispiel auf die Sprünge helfen?

von
Schiko.,

Beginn der lehre am 1.9.1948 ende der beruflichen tätig-
keit am 31.08. 1996. War also 48 Jahre beschäftigt, am
31.08. 1972 war es die hälfte der insgesamt 48 jahre be-
ruflicher tätigkeit.
Seit 1.09. 1973 wurde ich als freiwillig versicheter ein-
gestuft, ergo 23 jahre lang. Neun zehntel von 24 jahren
ergeben 21.,6 jahre, klassenziel m it 9/10 erreicht.
Traue mir zu, dass ich mich verrechnet habe, reklam-
tionen werden demütig angenommen.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Batrix

ja, Tag der erstmaligen Beschäftigung ist bei den meisten Menschen der Tag des Beginns einer Lehre. Generell der erste Tag an dem man jemals angefangen hat zu arbeiten.

von
Willi

So, jetzt möchte ich gerne noch etwas genauer fragen:
Ich war vom 01.04.63 bis zum 30.06.04 krankenpflichtversichert beschäftigt.
Habe seit dem 01.07.04 bis zum 30.04.06
Arbeitslosengeld I bezogen und war dadurch über das Arbeitsamt krankenversichert. Bin seit dem 01.05.06
auch weiterhin arbeitslos gemeldet, allerdings ohne Leistungsbezug wegen fehlender Bedürftigkeit und bin daher seit dem 01.05.06 freiwillig bei der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Ich werde Mitte Oktober 08
60 Jahre alt, bis dahin weiterhin freiwillig in der ges. Krankenvers. versichert sein und mit 60 Rente wegen Arbeitslosigkeit beziehen (Vorraussetzungen dazu werden erfüllt).

Werde ich ab dem Rentenbezug wieder pflichtversichert in der KVdR oder muß ich dann weiterhin freiwillig in der ges. Krankenvers. versichert bleiben?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Willi,

die sogenannte Halbbelegung läßt sich leider nicht einfach so in diesem Forum prüfen. Außerdem ist dies auch Aufgabe der zuständigen Krankenkasse, was meine Möglichkeiten der individuellen Beratung zusätzlich einschränkt. Am Besten wenden Sie sich an Ihren zuständigen Krankenversicherungsträger. Dieser wird ihnen sicher weiterhelfen.