< content="">

Republikflucht/Rehabilitierung

von
Eeru

Ich habe an die 10 Jahre in Deutschland und 25 Jahre im Ausland gearbeitet. Die Rentenberechnung ist jetzt schon abgeschlossen - durch den Abschlag gemindert.
Im nachhinein möchte ich wissen, ob die Republikflucht (1972) und die Rehabilitierung (2003) dabei unter Umständen hätte berücksichtigt werden können.
Habe von den ganzen diesbezüglichen Erlassen überhaupt keine Ahnung.

E.R.

von
Gerhard

Auf jeden Fall! Antrag beim Landesamt für Gesundheit und Soziales gem. Beruflichem Rehabilitierungsgesetz stellen !

Gruß Gerhard

Experten-Antwort

Hallo Eeru,
Personen, die im Beitrittsgebiet infolge politischer Verfolgung im Beruf in erheblichem Maße benachteiligt worden sind, können über das BerRehaG einen gewissen Ausgleich erhalten. Bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger müssten Sie zunächst entsprechende Tatbestände geltend machen.

von
LS

Das Urteil zur Rehabilitierung ist dem Rentenversicherungsträger als beglaubigte Kopie zur Verfügung zu stellen, oder dort vorzulegen, um es kopieren zu lassen.
.
Im Ergebnis müßte die DRV die Zeit der politischen Haft als Ersatzzeit in der Rente Berücksichtigen, (Bewertung erfolgt als Entgeltpunkte. ermittelt aus (Monate Haft * Gesamtleistungswert).

Liegen Folgeschäden vor oder berufliche Beeinträchtigungen durch die Verurteilung, können darüberhinaus auch Ansprüche nach dem schon erwähnten &#34;BerReHag&#34; (Beruflichen Rehabilitierungsgesetz) geltend gemacht werden.

von
Eeru

Ich habe hier im Kleinformat wohl wirklich die treffendsten Hinweise bekommen.
Einem jeden der drei Beitragsverfasser meinen allerherzlichsten Dank.

So kann ich mir wenigstens sagen, dass ich nichts übersehen habe. Auf den berufl. Rehabilitierungsantrag war mir übrigens nach Vier-Jahresfrist beschieden worden, dass dem nicht stattgegeben werden könne - habe es sich doch nicht im Beitragsgebiet (sondern in einer Handelsvetretung der DDR in Nordafrika) zugetragen.
Nach dieser Initiative hier, die ich als ermutigend empfinde, werde ich mich wohl doch noch mal mit der Sache beschäftigen.

Mit freundlichem Gruß
E.R.