Richtige Schlufolgerung für die Höhe der EM-Rente?

von
Columbus

Oben fand ich folgende Beschreibung:

"Beginnt die EM-Rente vor dem 60.Lj., so wird bis zum 60.Lj. die Zurechnungszeit ermittelt und, vereinfacht gesprochen, mit dem Durchschnittswert Ihrer bislang zurückgelegten Rentenzeiten bewertet - das kann je nach Biografie besser sein, als die zuletzt erzielten 'echten Punkte'."

Eine Schlußfolgerung daraus wäre, daß man möglichst frühzeitig - wenn man noch gut verdient - die EM-Rente beantragen sollte.

Falsch wäre es noch über Jahre mit geringem Verdienst weiterzuarbeiten, weil sich dadurch der Durchschnittswert der zurückgelegten Rentenzeiten verschlechtern würde (mit dem später einmal hochgerechnet wird). Die EM-Rente würde somit niedriger ausfallen.

von
Columbus

Ergänzung: Ist die obige Schlußfolgerung richtig?

von
...

Ja, wenn man die Arbeitszeit aus gesundheitlichen Gründen verringern muss, sollte man sich ernsthaft überlegen einen EM-Rentenantrag zu stellen, denn dann KÖNNTE es sein, dass die Rente bei längerem Warten geringer ausfällt aus den von Ihnen genannten Gründen.
Das hängt aber auch von dem von der RV festgelegten Leistungsfall (Eintritt der Erwerbsminderung) ab.

von
Schade

Eine bahnbrechende Erkenntnis, die Sie gewonnen haben:
Läuft nämlich darauf hinaus, dass es für die Rente besser ist viel zu verdienen statt wenig.
Das wusste schon Norbert Blüm, als er sagte: Jeder Beitrag steigert die Rente.

Weil man aber in aller Regel keinen Einfluß auf den Eintritt einer zur Erwerbsminderung führenden Erkrankung hat, nützt mir diese Erkenntnis allerdings wenig.

Das Ei des Columbus haben Sie nicht entdeckt.

von Experte/in Experten-Antwort

Die Zurechnungszeit als beitragsfreie Zeit erhält den Durchschnittswert an Entgeltpunkten, der sich aus der Gesamtleistung an Beiträgen im belegungsfähigen Zeitraum ergibt.

von
öha

Zitiert von: Columbus

Eine Schlußfolgerung daraus wäre, daß man möglichst frühzeitig - wenn man noch gut verdient - die EM-Rente beantragen sollte.

Falsch wäre es noch über Jahre mit geringem Verdienst weiterzuarbeiten, weil sich dadurch der Durchschnittswert der zurückgelegten Rentenzeiten verschlechtern würde (mit dem später einmal hochgerechnet wird). Die EM-Rente würde somit niedriger ausfallen.

Schön, dass Sie mich zitieren - unschön, dass Sie meine Ausführungen aus dem Zusammenhang nehmen! Meine (richtigen) Ausführungen sollten dem Fragesteller verstehen helfen, dass 'Entgeltpunkte' nach dem Eintritt der EM 1. nicht verloren sind und 2. in anderer Form vorläufig ersetzt werden!

Ihr bösartige Interpretation 'EM-Rente' gibt es auf Antrag, wenn einem danach ist ... naja, das wird allen echt Betroffenen die zornesröte ins Gesicht treiben. Und: genau Ihr Denk- bzw. Interpretationsansatz hat dazu geführt, dass auch EM-Renten mittlerweile einem Abschlag unterliegen!

von
Columbus

Auch für mich, Columbus, kommt die Erkenntnis zu spät. Meine EM-Rente könnte, wenn ich mich früher mit dieser Materie beschäftigt und diese Forum-Seiten gelesen hätte, vielleicht um ca. 150 Euro höher sein.
Nichtsdestotrotz wollte ich aber wissen, ob meine späte Erkenntnis bzw. Schlußfolgerung richtig ist. Mit dieser theroetischen Erkenntnis wollte ich niemand zu Nahe treten, sondern mich nur vergewissern, ob ich gewisse Zusammenhänge verstanden habe. Entschuldigen Sie bitte, wenn diese Frage nicht klug bzw. klug gestellt war.

von
öha

Das Rentenrecht hat sich zuletzt lfd. verschlechtert (Bewertung Ausbildung, Abschmelzung der Bewertung von Schulzeiten, Bewertung von ALO-Zeiten, Einführung der Abschläge bis 10,8% etc.) - somit war es in den letzten Jahren für die Betroffenen grds. 'besser' früher in EM-Rente zu gehen. ABER: bei der Antragstellung (Zeitpunkt) spielt natürlich immer auch das lfd. Einkommen eine Rolle - einem deutlich höheren Krankengeld würde man sicher immer den Vorzug gegenüber der Rente geben müssen, solang die KK mitspielt!

Ob der Verlust bei Ihnen 150 EUR ausgemacht hat kann ich nicht beurteilen - wenn Sie alte Renteninformationen vergleichen, dann sehen Sie sich bitte die Werte der EM-Rente an und nicht der fiktiven Hochrechnung zur Regelaltersrente, welche in den Anfängen der Renteninformation noch mit 3,5% dynamiseirt wurde ;-)