Riester-Abschlussgebühren

von
Vertreter-Hinterfrager

Moin!
Bei welchem Riester-Vertrag ist die Provision am höchsten:
a) Banksparplan
b) Fondssparplan
c) Versicherung?

Habe gehört, dass die Abschlussgebühren auf die ersten 5 Jahre verteilt werden müssen, so dass ein Normal-Sparer mit Durchschnittseinkommen, der immer gemäß der maximalen Zulage spart (3% des Einkommens), in diesen Jahren für die Bank, den Fondsmanager bzw. dem Versicherungsvertreter spart. Stimmt das?

Danke Euch für Antworten!

von
Johann

moin, moin

ohne den Experten vorgreifen zu wollen, empfehle ich vorab folgende Lektüre:

http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/themen/geld/altersvorsorge/riester_produkte_auswahlkriterien.html

Die niedrigsten Provisionen gibt es bei einem Banksparplan. Das ist schon allein daraus ersichtlich, dass sie fast nie angeboten werden und oft erst auf ausdrückliches Verlangen hin als eine der drei möglichen Alternativen erklärt werden.

Was die Kostenkalkulation hinsichtlich klassischer Rentenversicherung bzw. Fondssparplan betrifft, dürfte zum Vergleich eine alte hessische Lebensweisheit zutreffen:"Das Herz von einer Frau, der Magen einer Sau, der Inhalt einer Leberworscht bleiben auf ewig unerforscht."

Ich bin gespannt, ob wirklich mal jemand aus der Branche klare und vergleichbare Zahlen hier öffentlich vorlegt.

von
Vertreter-Hinterfrager

Danke Johan!
... vor allem für die hessische Lebensweisheit - hat mich (als Hesse) sehr zum Schmunzeln gebracht .... Den Spruch werde ich mir merken!

Experten-Antwort

Wir gehen davon aus, dass Ihre Anfrage zur Provision auf die Höhe der Kosten für einen Riestervertrag abzielt. Üblicherweise wird unter der Provision eine Vermittlungsgebühr verstanden, diese wird jedoch nicht für alle Produkte verlangt.

Sie haben richtigerweise bereits die drei Produkttypen Banksparplan, Fondsparplan und Versicherung unterschieden. Es ist klar, dass mit der Verwaltung dieser unterschiedlichen Produkttypen auch unterschiedliche Kosten für den Anbieter entstehen, die an den Kunden weitergegeben werden. Die Produkttypen unterscheiden sich und haben jeweils Vor- und Nachteile, die der Sparer in seine Überlegungen mit einbeziehen sollte. Die Kostenseite haben die Anbieter allerdings transparent zu gestalten.

Riester-Banksparpläne verursachen in der Regel keine Abschlusskosten und zeichnen sich durch geringe Verwaltungskosten aus. Andererseits werden Kosten für Anbieter-/und Produktwechsel fällig, die extrem teuer werden könnten. Ferner kann der Riestersparer aufgrund der variablen Verzinsung nie im Voraus wissen, wie viel Monatsrente der Vertrag letztlich bringt. Der hohen Sicherheit stehen bescheidener Ertrag und ein nur regional begrenztes Angebot gegenüber.

Die Riester-Rentenversicherung gibt es ebenfalls in verschiedenen Formen. Gemeinsam ist ihnen, dass auch für den Abschluss einer Riester-Rentenversicherung Abschlusskosten und im Weiteren laufende Kosten fällig werden. Die Kostenquote ist weit gestreut, so dass grundsätzlich empfehlenswert ist, als Verbraucher Produkttests zur Rate zu ziehen, die auch die Gesamtkostenbelastung des Vertrages berücksichtigen.
An dieser Stelle kann auf Ihre Anfrage zurückgekommen werden. Eben durch Verteilung der Abschlussgebühren über einen Zeitraum von 5 Jahren wird verhindert, dass Sie nicht in den ersten Monaten nur "Provision" zahlen, sondern dass auch schon eine Anlage für das Alter erfolgt.

Auch Fondssparpläne sind nicht kostenlos zu haben, sondern finanzieren sich über Ausgabeaufschläge, fondsinterne Verwaltungsgebühren, erfolgsabhängige Vergütungen sowie jährliche Kontoführungsgebühren. Vorteilhaft sind hohe Ertragschancen bei gleichzeitiger Garantie auf Kapitalerhalt. Dem steht jedoch gegenüber, dass eine vergleichsweise hohe Kostenbelastung existiert und die Höhe der Monatsrente im Voraus nicht kalkulierbar ist.

von
Riesersparer

Wo (in der ESt-Erklärung) kann ich die Depotgebühren für den Riester-Vertrag geltend machen?

In Anlage KAP passt es nicht, weil ich zur Zeit ja noch keine Erträge aus diesem Vertrag habe.

Vorweggenommene Werbungskosten zu Einkünften, die ich in 30 Jahren mal habe, also Anlage N ?