Riester bei Familie mit 1 Hauptverdiener und 1 Minijob

von
Andreas Kumst

Folgender aktueller Stand haben wir grad:

Ehemann 29000 Euro Einkommen
Ehefrau 4680 Euro Einkommen (Minijob mit Rentenbeitrag)
2 Kinder (2000 + 2002 geboren)

1. Riestervertrag von Ehemann wird mit 35 Euro im Monat bespart, die Kinder laufen auf dem Vertrag vom Ehemann.

2. Riestervertrag von der Ehefrau wird mit 60 Euro im Jahr bespart.

Meine Frage die ich mir stelle. Ist es möglich nur noch den Riestervertrag der Ehefrau zu besparen, die Kinder auf Sie zu übernehmen und den Vertrag vom Ehemann ruhen zu lassen. Würde man die volle Zulagen für Frau und Kinder bekommen oder wird das Gesamteinkommen der Familie hinzugezogen und die Ehefrau würde nur anteilig die Förderung bekommen?

von
Sternsucher

Grds. könnten Sie Ihren Vertrag ruhend stellen, d.h. sie zahlen nichts mehr ein und würden auch keine eigene Grundzulage erhalten!
Wenn Sie die Kinder auf den Vertrag Ihrer Frau umstellen, dann würde der Eigenbeitrag bei 60 Euro im Jahr bestehen bleiben (Mindesteigenbeitrag). Da Ihre Frau den Minijob aufstockt, ist sie unmittelbar förderberechtigt! Das Einkommen des Mannes wird bei der Berechnung d. Beiträge der Frau nicht zugrundegelegt!
Bei der jetzigen Konstellation wird in den Vertrag (Ehemann) zu wenig eingezahlt, somit werden alle Zulagen derzeit gekürzt!!
Mindesteigenbeitrag = 4% des Vorjahresbrutto (= 4% von 29.000 ==> 1160 Euro abzgl. 2x Kinderzulage (2x 185 Euro) abzgl. Eigenzulage (=154 Euro) --> verbleiben 636 Euro jährlich, d.h. monatlich 53 Euro. Der gezahlte Beitrag ist zu niedrig --> Kürzung !!!

von
Andreas Kumst

Zitiert von: Sternsucher

Grds. könnten Sie Ihren Vertrag ruhend stellen, d.h. sie zahlen nichts mehr ein und würden auch keine eigene Grundzulage erhalten!
Wenn Sie die Kinder auf den Vertrag Ihrer Frau umstellen, dann würde der Eigenbeitrag bei 60 Euro im Jahr bestehen bleiben (Mindesteigenbeitrag). Da Ihre Frau den Minijob aufstockt, ist sie unmittelbar förderberechtigt! Das Einkommen des Mannes wird bei der Berechnung d. Beiträge der Frau nicht zugrundegelegt!
Bei der jetzigen Konstellation wird in den Vertrag (Ehemann) zu wenig eingezahlt, somit werden alle Zulagen derzeit gekürzt!!
Mindesteigenbeitrag = 4% des Vorjahresbrutto (= 4% von 29.000 ==> 1160 Euro abzgl. 2x Kinderzulage (2x 185 Euro) abzgl. Eigenzulage (=154 Euro) --> verbleiben 636 Euro jährlich, d.h. monatlich 53 Euro. Der gezahlte Beitrag ist zu niedrig --> Kürzung !!!

ich weiss dass der Eigenbeitrag zu gering ist. Habe diesen Betrag die letzten Jahre nicht angepasst obwohl Gehalt gestiegen ist.

Es gibt also keine Kürzung bei der Frau + Kindern bei der Förderung, wenn der Mann seinen Vertrag beitragsfrei stellt? Spielt das Gesamteinkommen bei der Familie keine Rolle bei den Zulagen?

Experten-Antwort

Hallo Andreas Kumst,

dem Beitrag von Sternsucher ist aus meiner Sicht zuzustimmen. Und um es (hinsichtlich Ihrer Nachfrage) noch einmal deutlich zu machen: Das Familiengesamteinkommen spielt bei der Zulagenberechtigung Ihrer Ehefrau keine Rolle.