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Riester bei Harz 4?

von sylvia05.10.2009 | 11:38
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14 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Ich bin alleinstehende Mutter von zwei Kindern für die ich Kindergeld erhalte. Selbst bekomme ich seit zwei Jahren Harz4.Kann ich Riester abschließen und erhalte dann auch die entsprechenden Zulagen?

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Moderation · 1Ihre Vorsorge

Als Hartz IV-Empfängerin sind Sie unmittelbar förderberechtigt und erhalten damit die Riester-Förderung.

Wie alle unmittelbar Förderberechtigte müssen auch Sie für die voller Riesterförderung 4 % Ihrer Vorjahreseinnahmen in einen Riestervertrag einzahlen. Sie dürfen jedoch von diesem Ausgangsbetrag Ihre Grundzulage in Höhe von 154,00 EUR und zweimal Kinderzulage (185,00 EUR bzw. 300,00 EUR pro Kind) abziehen. Sollte der so errechnete Betrag unter 60,00 EUR liegen - was bei Hartz IV-Bezieher häufig der Fall ist - müssen Sie diese 60,00 EUR als sogenannter Mindesteigenbeitrag pro Jahr leisten. Sollte der so errechnete Betrag über 60,00 EUR liegen, ist dieser Betrag zu zahlen.

13 Antworten

Beitragam 05.10.2009 | 12:02
Ja! Wenn Sie ALG II beziehen, zahlt das Leistungszentrum Pflichtbeiträge für Sie zur Rentenversicherung. Dadurch ist eine Förderberechtigung gegeben. Sofern die Kinder vor 2008 geboren erhalten Sie pro Kind 185,- Eur und für sich 154,- Eur. Für jüngere Kinder wären es 300,- statt 185,- jährlich. Zahlen müßten Sie jährlich 60,- Eur bzw. mtl. 5,- Eur, und würden im ungünstigsten Fall 524,- Eur jährlich dazu bekommen.
Wolfgangam 05.10.2009 | 19:54
Hallo sylvia, je nachdem wie alt Sie sind, wir nah das Rentenalter vor Ihnen ist, sollten Sie sich aber auch bewusst sein, das die (löbliche!) Absicherung in eine spätere zusätzliche Altersvorsorge auch ein Schuss in den Ofen sein kann - Sie zahlen zusätzlich, der Staat holt es sich von Ihnen später einzueins wieder, durch Kürzung der Grundsicherung im Alter. In dem Fall haben Sie nicht einen Cent gewonnen, und Abzweigungen in Riester von den ohnehin knappen Hartz4-Leistungen versickern ohne Mehreinkommen. Möge es bei Ihnen anders sein und die finanzielle Situation sich (langfristig) bessern. Vielleicht wird 'Riester' auch eines Tages von der Anrechnung auf (spätere) Sozialleistungen freigestellt - zurzeit nicht. Gruß w.
Heidiam 05.10.2009 | 19:54
Sylvia, nur das Sie dann später für diese Rente einmal im Monat essen gehen können ,sagen Ihnen diese Experten nicht.
Friedaam 05.10.2009 | 19:58
Glauben Sie nicht diesen Experten,für Sie bringt das nichts. Lassen Sie sich nicht Ihr bischen Geld auch noch aus der Tasche ziehen.
Amadéam 05.10.2009 | 20:31
Noch vor wenigen Tagen erschien hier ein Artikel, der die lieben Versicherten darauf vorbereitete, dass die Rente mit 67 noch nicht das letzte Wort sei. Das, was Sie an Zulagen gewinnen, wird Ihnen mit tödlicher Sicherheit wieder abgezogen: a) Hohe Verwaltungskosten bei Versicherungsprodukten, daher grottenschlechte Rendite b) Kürzung Ihrer Rentenansprüche bei der Gesetzlichen Rentenversicherung durch weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit, damit u.a. auch die lumpigen Zulagen bezahlt werden können. Fragen Sie mal Ihren Abgeordneten -oder starten Sie mal eine Anfrage an den Deutschen Bundestag - ob die Berufspolitiker "riestern" und Zulagenanträge stellen? Natürlich nicht, weil die genau wissen, dass "Riester" ein Blendwerk ist.
Schiko.am 05.10.2009 | 22:06
Trotz Vorsatz, bei soviel Schlauigkeit kann ich einfach nicht zu- hören. Der Verweis, sich an den Einzelnen Abgeordneten zu wenden ist wenig hifreich. Der Hinweis , warum Abgeordnete nicht riestern ist unterste Schub- lade, für diesen Personenkreis war ja auch Riester nicht gedacht, ist auch nicht möglich. Die Begründung dafür, Riester sei ein Blendwerk ist genau so fremd wie die Behauptung, ab 2010 ist der Schnee schwarz. Richtig ist aber auch, bei Grundsicherung mindert die monatliche Netto Riesterrente die Bedarfsfeststellung,dies galt schon immer. Ob dies auch noch in zehn, zwanzig Jahrern gilt sei dahin- gestellt, was soll dies eigentlich?Nur Bibelforscher und Zeugen.. wissen dies genau. Gilt dies aber bei Verrentung noch so, kann man ohne Kapital- verlust vorzeitig den Vertrag auflösen. Darf auch vermerken, durch die LEBENSARBEITSZEIT- Verlängerung werden auch noch Beiträge nach dem 65 er- bracht und somit fällt die Rente höher aus. Im übrigen, bei 45 nachgewiesenen . anrechnungspflichtigen Beitragsjahren ist die Rente mit 65 Jahren abschlagsfrei möglich. Ganz schlaue Politiker erklärten sogar vor der Wahl im Fernsehen, beginnt jemand mit 15 Jahren, kann er mit 45 Jahren abschlagsfrei ausscheiden, dies stimmt nicht Die Normale Altersrente kann er trotzdem erst mit 65 Jahren beantragen. MfG.
Feliam 06.10.2009 | 07:27
"Der Staat holt es sich von Ihnen wieder..." - Der Staat holt sich gar nichts. Alles, was man tut, um sich sein eigenes Auskommen zu sichern, tut man für sich! Wer sagt denn, dass es in Zukunft noch ergänzende Sozialleistungen gibt? Dann ist es doch in jedem Fall gut, mit einem geringen eigenen Beitrag und geschenktem Geld (nichts anderes sind die Zulagen) eine Rücklage aufzubauen. Ich denke, dass oft vergessen wird, dass soziale Transferleistungen (Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Grundsicherung) steuerfinanzierte, durch nichts anderes als Bedürftigkeit und mangelnde Rücklagen (keine Beiträge, keine "besonderen Verdienste") gerechtfertigte Bezüge sind, die wir alle (denn wir sind "der Staat") bezahlen müssen. Und umso besser für alle, wenn diese Ausgaben eben nicht anfallen.
Amadéam 05.10.2009 | 22:16
Na, lieber Schiko. dass ist doch von den politisch Verantwortlichen wirklich nobel, dass diese auf solche "Schnäppchen" wie Riester verzichten. Mache mir daher echt Sorgen, dass der genannte Personenkreis deshalb in Altersarmut fällt. Oh, der Beitrag ist etwas zu ironisch ausgefallen. Vielleicht bemerken Sie es? Alles Gute Ihr Amade
Beitragam 06.10.2009 | 08:10
Wenn Sie davon ausgehen, daß Sie bis zum Renteneintrittsalter - vielleicht mit 67 - ALG II-Empfänger bleiben bzw nur sehr wenig verdienen werden, dann glauben Sie diesen Schwarzmalern hier. Dann wird, wie bei allen anderen Formen der priv.Altersvorsorge bisher und künftig auch, eigenes Vermögen/Einkommen bei Bedürftigkeit auf eine dann viell. nötige staatl. Unterstützung angerechnet.(Alles andere würde ja gesellschaftl auch nicht akzeptiert werden. Ich erspare mir da Beispiele.) Und nicht wie pauschal behauptet "auf Sozialleistungen". Auf die Rente der gesetzl. Rente eben auch nicht. Aber Sie können sich auch auf den Staat, also die dann vorhandenen Steuerzahler, zB Ihre Kinder, verlassen, daß diese für Sie dann aufkommen. Vielleicht bedeutet es Ihnen ja nichts, später einmal sagen zu können, ich habe es selbst geschafft und bin auf niemanden angewiesen und muß mich nicht "ausziehen/offenlegen", um staatl.Hilfe zu bekommen. Und wer sagt denn, daß Sie im Alter allein leben. Sofern Sie einen Partner haben, dessen Einkommen ausreicht, um Sie beide zu versorgen, dann ist eben Ihr selbst erspartes, wie auch immer, eben Ihres. Und eins gilt doch auch: Wer nichts macht, hat doch schon verloren, eine Chance hat nur der, der es selbst versucht. Und Ihre finanzielle Situation läßt vielleicht nicht zu, sinnvolle Sparraten von 50,- Eur und mehr mtl. zu zahlen und da ist eben die Riesterrente, ob Banksparplan, Versicherung oder Fond eine gute Möglichkeit, fürs Alter zu sparen. Hier reichen bei den ALG II-Empfängern in der Regel die 5,- Eur mtl., um bei 2 Kinder noch 524 Eur oder ggf. mehr dazu zu bekommen und so knapp 600,-Eur jährlich zu sparen. Mögen Sie bald einen vernünftig bezahlten Job finden und für sich selbst sorgen können. Ich drücke die Daumen. MfG
Tschackaam 06.10.2009 | 11:53
Ich finde es auch wichtig, dass Sie liebe Sylvia Ihren Beitrag leisten. Immerhin leben Sie vom Staat, also den Beitragszahlern. Vollkommen egal, warum. Ich unterstelle Ihnen hier gar nichts. Auch wenn Sie tatsächlich bis zum Rentenalter von Hartz4 leben müssen, so haben Sie zumindest Ihren Eigenbeitrag geleistet und müssen sich nichts vorwerfen lassen!!! Aber ich gehe davon aus, dass Sie bald eine Arbeit finden werden und wieder ein Licht am Ende des Tunnels sehen! das wünsche ich Ihnen! MfG Tschacka
Maria L.am 06.10.2009 | 18:57
Hallo Sylvia, ich habe einen Alternativvorschlag für Sie für Ihre zusätzliche Altersvorsorge: sparen Sie jeden Monat 10% Ihres Einkommens, und kaufen Sie davon ab und zu Anlage-Goldmünzen (Achtung: NICHT Sammlermünzen kaufen, die sind überteuert) in kleiner Stückelung (z.B. 1/10 Unze). Dieser Kauf sollte anonym, nicht über eine Bank, erfolgen, und die Münzen sollten Sie so verstecken, daß sie niemand findet. Im Unterschied zu Ihrem Riester-Kapital können Sie davon ausgehen, daß Gold langfristig nicht durch Inflation entwertet wird (auch wenn es kurzfristig starke Wertschwankungen geben kann). Unser Schuldenstaat steuert leider auf den Bankrott zu, unsere Papiergeldwährung wird dramatisch entwertet werden. Was dann aus Rentenansprüchen oder auch Riesterrentenansprüchen wird, kann jetzt niemand vorhersagen. Alle festverzinslichen Anlagen sind mit hohem Inflationsrisiko behaftet! Deshalb würde ich Ihnen vom Riester-Vertrag abraten, aber Sie trotzdem zur Eigenvorsorge ermuntern. Kaufen Sie echte Werte, z.B. Gold und Silber. Das ist kein Teufelszeug, sondern im Gegenteil eine seit Jahrtausenden bewährte und weltweit akzeptierte Währung. Bei höheren Einkommen empfehle ich ja Aktienfonds, aber die kann man einerseits nicht vor dem Staat verstecken, und vor allem ist Ihr Einkommen dafür zu gering. Viele Grüße, Maria L.
oh, 40 € mtl. bei Hartz IVam 07.10.2009 | 07:16
Maria L., ein wunderbarer Vorschlag für Sylvia, anscheinend haben Sie aber keine Ahnung, wie knapp die Regelsätze für Hartz 4 bemessen sind. Wie sollen bei Beträgen, die nicht zur Teilhabe am Leben in Deutschland ausreichen, 10% für Goldmünzen angespart werden ? Aber so ist das wahrscheinlich immer, wenn Personen Ratschläge geben, die sich mit den Lebensumständen der Betroffenen nicht beschäftigen. Ansonsten toller Vorschlag: Jeden Monat 2 Gramm Gold zurücklegen, d.h. bei 50 Mio Bundesbürgern 100 to Gold im Monat also 1200 to im Jahr. Aber: Da nur 2500 to je Jahr gefördert werden,scheint ihr Plan wohl unrealistisch, scheint eher nur wieder Spekulanten zu helfen.
Hmmmam 07.10.2009 | 07:57
"Dieser Kauf sollte anonym, nicht über eine Bank, erfolgen, und die Münzen sollten Sie so verstecken, daß sie niemand findet. " Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie haftet diesem Ratschlag doch ein klein bißchen etwas -sagen wir mal- Grenzwertiges an....
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