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Riester-Fonds

von
Manfred

Ich habe einen Riester-Fonds bei Union Investement, deswegen vielen Dank für Ihre Informationen im Beitrag: &#34;Investmentfonds: Aussitzen oder Aussteigen?&#34; Meine Frage bezieht sich jedoch auf die Steuerersparnis, die man auf die eingezahlten Beiträge erhält. Ab welchem Einkommen bzw. ab welchem Grenzsteuersatz lohnt es sich, statt der Zulage ausschließlich die Steuerförderung in Anspruch zu nehmen? Da die eingezahlten Beiträge steuerfrei gestellt werden müssen, könnte es bei hoher Steuerprogression doch sein, dass man günstiger fährt, wenn die Zulage ausschlägt.

von
Maria L.

Hallo Manfred,

Sie haben keine Wahl. Bei der Steuerförderung wird die Zulage von der berechneten Steuerrückerstattung immer abgezogen, unabhängig davon, ob Sie die Zulage beantragt haben oder nicht. Das Finanzamt geht einfach davon aus, daß Sie die Zulage erhalten haben.

Wenn Sie für Aktienfonds aufgeschlossen sind, sollten Sie sich auch mal über die selbständige Investition in Fonds informieren - ohne vermeintliche staatliche Förderung, die Sie mit Ihren eigenen Steuergeldern bezahlen und die die geringere Rendite von Riester-Verträgen gegenüber freiem Fondssparen (Ursache: renditeschädliche gesetzliche Förderbedingungen bei Riester-Verträgen) in der Regel nicht ausgleicht.

Linktip: www.finanzuni.org

Gruß,
Maria L.

Experten-Antwort

Hallo,

diese Entscheidung müssen Sie nicht treffen.

Die Riester-Förderung besteht aus einer Zulagenförderung und der Möglichkeit des zusätzlichen Sonderausgabenabzugs. Die beiden &#34;Förderwege&#34; ergänzen sich und sind immer gemeinsam zu beschreiten. Sie werden, bei Zahlung des Mindesteigenbeitrags, immer die volle Zulagenförderung erhalten. Der zusätzliche Sonderausgabenabzug steht Ihnen darüber hinaus zur Verfügung. Das Finanzamt errechnet von Amts wegen die Steuerersparnis aus den Beiträgen zum Riester-Vertrag. Von dieser Ersparnis wird die, Ihnen zustehende, Zulage abgezogen. Die Differenz wird Ihnen entweder erstattet oder mit einer evtl. Steuerschuld verrechnet.

Die Zulage kann nicht ausgeschlagen oder z. B. an den Ehepartner abgetreten werden.