Riester, Kleinstrente da Kapital unter 30.000€

von
Riestersparer

Hallo und weiterhin hoffentlich noch sonnige Pfingsten !

Ich habe jahrelang in einen Riestervertrag eingezahlt.
Es aber nicht geschafft, die 30.000€ Marke zu überspringen.
In absehbarer Zeit gehe ich in Rente.
In den Medien habe ich inzwischen öfters gelesen, dass sich Riestervertragspartner um eine monatliche Kleinstrentenzahlung drücken und den eingezahlten Betrag komplett auszahlen.

1. Ist das so vom Gesetzgeber her erlaubt ?
2. Wo kann man das nachlesen ?
3. Hängt das vom jeweiligen Riestervertrag ab, was da geregelt wurde ?
4. Ist so eine Zwangsauszahlung dann wenigstens verwendungsunschädlich und man bekommt auch Zulagen und Zinsen dazu, ohne sie versteuern zu müssen ?
5. Kann ich mich gegen eine Auszahlung wehren, wenn ich eine Rente will ?

von
Riester

Hier können Sie Ihre Antworten finden.
Nur Riesterrente googlen und schon gefunden.
https://www.riester-rente.net/foerderung/auszahlung/

von
KPJMK

Hallo. Eine Rentenversicherung wird Dir ein Angebot machen über die Höhe der monatlichen Zahlung. Die Kleinstbetragsrente ist in 2018 bei 30,45€. Darunter kann das komplette Kapital ausgezahlt werden.
Wenn es darunter ist legen die Versicherungen es gern zu einer Jahresrate zusammen. Das ist aber eine Sache in Deinen Vertragsbedingungen.
Bei der Auszahlung wegen Kleinstbetragsrente sind auch die Zulagen dabei.
Der ganze Betrag wird versteuert. Es kann aber jetzt in der Steuer die Fünftelregelung angewendet werden.
Hier zu

https://www.haufe.de/steuern/finanzverwaltung/bmf-verbesserungen-bei-der-riester-rente_164_423126.html

Wenn Du über 10000 € in der Versicherung hast wird es knapp als Kleinstbetragsrente.
Du stehst Dich doch gut bei einer Einmalzahlung als Kleinstbetragsrente. Es gibt keine Abschlussgebühr, keine Verwaltungskosten und die Versicherungsprämie ist bei so späten Abschlüssen durch die hohe Sterbetafel sehr hoch. ich denke mal 40% des Kapitals gehen leicht an die Versicherung.

Experten-Antwort

Hallo Riestersparer,

nach § 93 Abs. 3 Satz 1 EStG sind Auszahlungen zur Abfindung einer Kleinbetragsrente keine schädliche Verwendung. Ansonsten verweise auf die Beiträge von "Riester" und "KPJMK"

von
Riesteraussteiger

Zitiert von: Riestersparer
...... Sofern die monatliche Riester Rente geringer ist, besteht das Re

Für mich stellt sich genau die Komplementärfrage zu der, die dieem Thread ursprünglich zugundeliegt:

Darf der Riestersparer gegebenenfalls die Abfindung tatsächlich fordern?

Gibt es eine belastbare Gesetzesstelle, in der das steht? Ich finde immer nur die Sprachregelung ".... kann abgefunden werden..." oder im einem mir konkret vorliegendne Vetragstext, die Klausel, dass der Versicherer das Recht hat, die Kleinstbetragsrente abzufinden. Nirgends steht, dass der Versicherte das Recht hat, dies auch zu fordern, sollte der Versicherer es nicht anbieten.

von
Hallo

Ich denke da wirst Du wohl nicht finden.
Sogar im AltZertG steht auch nur unter §1.4a können vereinbaren.
Habe hier aber zwei Verträge Vorsorge Plus wo bei bei einer Kleinbetragsrente die Einmalzahlung als vereinbart gilt.
Hast Du wohl einen Vertrag wo diese Klausel nicht geregelt ist und der Anbieter verweigert die Einmalzahlung.

von
Riesteraussteiger

Zitiert von: Hallo

Hast Du wohl einen Vertrag wo diese Klausel nicht geregelt ist und der Anbieter verweigert die Einmalzahlung.

Nicht ganz. Im Vertrag steht eben, der Versicherer kann...
Noch ist es auch nicht soweit, aber dir Fortführung des Vertrags macht m.e. nur noch Sinn, wenn man die Abfindung wegen Klinstrente abzielt.

von
Hallo.

So ein Gesetz wird ja von Finanzleuten der Vesicherungwirtschaft mit Beratervertrag ausgearbeitet und dann im Bundestag beschlossen. Weil es auch so mit--können vereinbaren--im Gesetz steht denke ich es ist gewollt. Alles schön unklar halten dann gilt es nur für den der es auslegen darf.