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Riester lohnt sich???

von centimetre16.09.2009 | 09:11
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8 Antworten

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Als Geringverdiener erhielt ich eine Renteninformation aus der hervorgeht, dass sich meine geschätzte zukünftige Rente wohl etwas unter dem jetzigen Grundsicherungsniveau bewegen wird? Da die Riesterrente voll auf die Grundsicherung angerechnet wird (?), lohnt sich der Abschluß eines Vertrages für mich aus heutiger Sicht?

2 Moderatoren-Antworten

Moderatoren-Antwortam 17.09.2009 | 09:41
Moderatoren-Antwortam 17.09.2009 | 09:49

Gerade Geringverdiener können mit geringen Beitragszahlungen die maximalen Zulagen erhalten. Menschen mit geringen Einkommen weisen deshalb die höchsten Förderquoten auf. Berücksichtigt man auch noch die Laufzeit und den damit verbundenen Zinseszinseffekt, kann eine ansehnliche "Riester" -Rente im Laufe der Jahre angespart werden.

(Die Abschluss- und Verwaltungskosten für ein Riesterrentenprodukt sollten selbstverständlich in die Überlegungen mit einbezogen werden.)

Noch ein Hinweis:

Die Grundsicherung im Alter ist eine bedarfsorientiert gezahlte Sozialhilfe . Vor einer Leistungsgewährung wird stets die Bedürftigkeit des Antragstellers geprüft. Bei der Prüfung der Bedürftigkeit wird grundsätzlich das gesamte verwertbare Vermögen herangezogen. Geprüft werden neben den eigenen auch die finanziellen Verhältnisse des nicht getrennt lebenden Ehegatten bzw. Lebenspartners sowie des Partners einer eheähnlichen Gemeinschaft.

Somit wird Grundsicherung nur an Menschen geleistet, die im Alter bedürftig sind . Die Höhe der Leistung richtet sich nach Regelsätzen, die die jeweiligen Landesregierungen festlegen. Neben den Regelsätzen werden insbesondere die Kosten für eine angemessene Wohnung, Heizung und weitere vorliegende Mehrbedarfe übernommen.

Es stellt sich also zunächst einmal die grundsätzliche Frage, ob man selbst später auch auf die Grundsicherung angewiesen sein könnte. Dabei ist zu beachten, dass niemand den rechtlichen Rahmen der Grundsicherung in der Zukunft abschätzen kann. Auch die Höhe der künftigen Grundsicherung ist nicht bekannt. Es wäre deshalb falsch eine "Riester" - Rente ohne vorherige individuelle Abwägung kategorisch auszuschließen.

6 Antworten

Natürlicham 16.09.2009 | 09:41
Lieber Centriemetre, natürlich lohnt sich Riestern. Fragen Sie hierzu Bitte Herrn Schiko!Der rechnet Ihnen auch noch aus,wenn Sie vor 500 Jahren einen Knochen angelegt hätten was Sie heute an Fleisch hätten. Riesetn ist echt spitze!Für uns klein Verdiener.
centimetream 16.09.2009 | 10:33
Danke.
Rechneram 16.09.2009 | 10:13
Hallo, die Rechnung ist einfach: Wenn Sie denken, dass Sie es bis zur Rente schaffen, eine Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus zu erhalten, dann lohnt sich eine Riester-Rente (Riester-Banksparplan, nicht zu einer R-Versicherung greifen). Sie können hier auf dieser Internetseite errechnen, wie hoch ihre Rente ausfällt und dabei verschiedene Szenarien testen: Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche. Viel Erfolg und hoffentlich irgendwann mal mehr Kohle!
Schiko.am 16.09.2009 | 12:36
Überlasse es anderen Usern wie Sie Ihren Eintrag beurteilen. Gerade ich war ursprünglich von Riester überhaupt nicht angetan. Stellen Sie sich vor , ich habe meine Meinung geändert. Ausrechnen kann man nur etwas wenn Beträge und Fakten bekannt sind, dies gilt auch für die Geringverdiener die es leider zahlreich gibt. Dies können Sie für sicher selber ausrechnen, auch für Fünfhundert Jahre wenn Sie so lange leben. Richtig ist aber auch, nach Gesetzeslage gilt der- zeit- dies galt schon immer- eine Riester Nettorente wird bei der Grundsicherung als Einnahme bei der Bedarfsfeststellung bewertet. Falls für diese Steuer anfällt vermindert sich leider der anrechnungspflich- tige Nettobetrag nicht. Sie sind es doch, der scheinbar weiß , dieses Gesetz gilt auch noch wenn Sie Rente beziehen. Richtig ist aber auch, der Geringverdiener zahlt bei gleicher staatlicher Leis- tung weniger Eigenbeitrag, unter Umständen sogar im Jahr nur 60 Euro. Erlaube mir auch, für Ihre persönliche Beurteilung , für 40 Jahre die Nettorente nach Mindestlohn, ohne Berücksichtigung eventueller Rentensteigerungen auf- zuführen, ausgehend von monatlich 174 Arbeitsstunden. Stundenlohn: Jahreslohn: Rentenwert: Bruttorente: Nettorente: 7,50 Euro 15660 13,79 552 498 8,00 16704 14,71 588 530 8,50 18479 16,28 651 587 9,00 18792 16.55 662 597 9,50 19836 17,47 699 630 10,00 20880 18.39 736 664 11,00 22968 20,23 809 730 12,00 25056 22,07 883 796 13,00 27144 23,91 956 862 14,00 29232 25,75 1030 929 14.77 30839 27,20 1088 981. Bei 7,50 Mindestlohn ist doch die Grundsicherung vorprogrammiert. und bei 12 Euro Stundenlohn ? 359 Regelleistung 323 Partner 400 Miete 070 Heizung sind ----------- 1152 Bedarfsfeststellung minus 796 Nettorente und 104 Riester Netto ver- bleiben 252 Auszahlung von Grundsicherung. Es lebe der Mindestlohn. Wenn dies jemand nicht versteht liegt dies natürllich bei mir. Mit freundlichen Grüßen.
Keith Moonam 16.09.2009 | 14:22
Ich möchte mich den - gewohnt sehr detaillierten - Ausführungen von "Schiko" in diesem Fall ausdrücklich anschliessen und noch auf einen zweiten Aspekt hinweisen, der m. E. viel zu wenig Beachtung findet: Nicht jeder, dessen Rentenanspruch unterhalb des Niveaus der Grundsicherung liegt oder liegen wird, erhält doch automatisch diese Leistung. Erst nach sorgfältigster Prüfung der Bedürftigkeit kommt die Grundsicherung zur Auszahlung, und bei vielen Kleinrentnern wird sich herausstellen, daß aufgrund von zu hohem Sparguthaben oder Immobilienbesitzes eben keine staatliche Grundsicherung zur Auszahlung kommt. Und in einem solchen Fall ist jede auch noch so geringe zusätzliche private Altersvorsorge Gold wert gewesen. Oder glauben die Skeptiker von Bild & Co. wirklich, daß in Zukunft jeder zweite Rentner Grundsicherung oder Sozialhilfe beziehen wird? Für mich jedenfalls eine abstruse Vorstellung, daß Versicherte schon Jahre oder Jahrzehnte vor dem Rentenbeginn die Grundsicherung in ihre Altersvorsorge als Baustein berücksichtigen und deshalb glauben, sie müßten sich um nicht mehr selbst kümmern.
Frageam 16.09.2009 | 14:44
Wenn dies jemand nicht versteht liegt dies natürllich bei mir. WAS SOLL DAS???KÖNNEN SIE NICHT EIN EINZIGES MAL EINEN BEITRAG SCHREIBEN,OHNE ZU PROVOZIEREN?? ARMER KRANKER MANN!!!
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