Riester mittelbare Förderung

von
Hartmer

Hallo,
ich habe einen Riestervertrag, und zahle den vollen Betrag. Meine Frau hat ebenfalls einen Riestervertrag, und ich dachte bisher, Sie wäre mittelbar zulagenberechtigt, da auch die Zulage gezahlt wurde. Sie zahlt nichts in Ihren Vertrag.

Meine Frau hat einen 400 EUR Job. Ihr Arbeitgeber zahlt jedoch den Pflichtbeitrag.

Jetzt hat die Zulagenstelle sämtliche Beiträge ab 2005 zurückgefordert, da meine Frau nur unmittelbar förderungsberechtigt sei.

Wer hat Recht, was kann getan werden? Eine Nachzahlung wäre auch nicht mehr möglich. In sämtlichen Informationen, steht, dass bei einem 400 EUR die mittelbare Förderung vorliegt, und evtl. eine unmittelbare Förderung errreicht werden kann.

von
Schiko.

Wenn ihre frau tatsächlich einen eigenen vertrag abgeschlossen hat steht ihr ohne einen cent eigenbeitrag die grundzulage zu.

Viel meinen ja für den ehe -partner wird automatisch auch die grundzulage bei nur
einen vertrag gewährt,ins-
gesamt also 308 euro, dies
ist nicht so.

Bin überzeugt, dies lässt sich
mit einen anruf klären.

MfG.

von
Hartmer

Hallo Schiko,

leider ohne Erfolg. Zulagenstelle beharrt leider auf der Rückforderung (Grundzulage und Kinderzulahe für die Jahre 2005-2007).Es wurde nichts ion den Vertrag einbezahlt, so die Begründung.

Meine Frau hat einen eigenen Vertrag.

Zulagenstelle hat - OHNE INFORMATION - eine Umstellung von mittelbarer auf unmittelbare Förderung vorgenommen; und zwar jetuzt rückwirkend für die Jahre ab 2005. Geld ist weg.

Begründung. Meine Frau hat im 4oo EUR Job Pflichtbeiträge in die Rentenkasse gezahlt.

von
Schiko.

Bevor die heuschrecken kom-
men noch schnell ein hinweis.

Habe dies so in"Altersvorsorge
macht Schule " gelernt.
Werde von der damaligen Kursleiterin auskunft ein-
holen und wieder berichten.

MFG.

von
KSC

wer zahlt was beim 400 € Job?

Hat Ihre Frau auf die Versicherungsfreiheit verzichtet und zahlt 4,9% selbst ein? Dann ist sie Pflichtversichert und somit "unmittelbar" förderberechtigt.
Und dann müsste Sie den Eigenbeitrag leisten (ohne Eigenbeitrag keine Zulage)

Ist sie hingegen nicht pflichtversichert (weil sie den Minijob nicht aufstockt).....

Was genau liegt vor?

von
Hartmer

der erste Fall liegt vor.
Es war uns aber nicht bekannt, dass somit wohl unmittelbare Förderung besteht. War von mitterlbarer Förderung ausgegangen.

Hätten wir dies vorher gewusst? Leider meldet sich die Behörde erst nach 3 Jahren, sodass eine Nachzahlung nicht mehr möglich ist. Hier wäre eine entsprechzende Mitteilung angebracht gewesen. Ansonsten hätte ich mir das Geld ja auch über die Steuererklärung holen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dies nun nachträglich für die Jahre 2005-2007 korrigieren lässt.

von Experte/in Experten-Antwort

Damit dürfte der Fall geklärt sein.

Hat Ihre Frau gegenüber dem Arbeitgeber auf die Versicherungsfreiheit verzichtet und zahlt 4,9% selbst ein, ist sie pflichtversichert und somit "unmittelbar" förderberechtigt. Das ist genau die Fallkonstellation, in welcher 400€-Jobber nicht nur einen eigenen Vertrag zur "Riesterförderung" abschließen, sondern auch einen Mindesteigenbeitrag erbringen müssen.

Auf diesen Umstand weist die Rentenversicherung in ihren Broschüren, Materialien und so auch in der Schulung "Altersvorsorge macht Schule" stets hin.

Ob Sie den Rückforderungsbescheid mit Erfolg anfechten können, können wir leider von hier aus nicht beurteilen.