Riester nach Heirat

von
Olaf

Hallo,

nach der Heirat stellt sich die Frage wie mache ich mit Riester weiter. Meine Frau hat einen Riester-Vertrag (Klassisch) und zahlt eben jeden Monat 30 Euro ein. Die Summe kommt noch von Ihrer Berufstätigkeit.
Das dürfte eben zu viel sein wegen Kinderbetreuung seit Mai 2011 sie geht aber ab 2013 wieder arbeiten.
Das ist auch nicht mein Punkt. Sie hat eine Tochter (*2003 = meine Stieftochter) mit in die Ehe gebracht und wir haben ein gemeinsames Kind (*2011). Sie bekommt das Kindergeld für beide Kinder.

Meine Fragen...

Ich gehe Vollzeit arbeiten und verdiene gut. Muss ich durch die Heirat jetzt unbedingt auch einen Vertrag abschließen? Was passiert wenn ich das nicht tue?

Können wir in Ihren Vertrag die 4% des gemeinsamen Einkommens einzahlen und alles ist OK um die Zulagen zu bekommen? Ich verzichte damit dann aber wissentlich auf die staatliche Grundzulage, denn die Kinderzulage gibt es ja nur einmal. Das ist wahrscheinlich aber dumm, oder?

Wenn ich also doch einen eigenen Vertrag abschließe...in welchen der beiden Verträge zahlt man dann wie viel ein damit es Sinn macht? Ich würde gerne meine Frau begünstigen, da ihr Rentenpolster klein ist.
Kann ich dann also bei mir z.B. nur die 60 Euro einzahlen und bei ihr den Rest der 4% des Einkommens damit ihr Riester-Konto später besser gefüllt ist?

Wer kann mir hier etwas grundsätzlich helfen?

Vielen Dank.

mfG

von Experte/in Experten-Antwort

Gezwungen werden Sie selbstverständlich nicht, einen Riesterrentenvertrag abzuschließen.

Ohnehin wird Ihre Frau die Zulagen für die beiden Kinder auf Ihren Vertrag angerechnet bekommen.

Allerdings könnten außer Ihrer Frau auch Sie die Zulagen für Ihre Kinder von dem von Ihnen zu leistenden Sparbetrag i.H.v. 4% Ihres Vorjahreseinkommens absetzen.

Insofern stimmt Ihre Aussage, dass Sie auf Ihre Grundzulage verzichten, wenn Sie keinen Riester-Vertrag abschließen.

Um die Ihnen zustehende Förderung in voller Höhe zu erhalten, können Sie leider nicht Ihren Beitrag auf 60 Euro begrenzen (soweit dies nicht 4% Ihres Vorjahreseinkommens abzüglich der Zulagen entspricht) und den Rest in den Vertrag Ihrer Frau einzahlen. Sollten Sie weniger als die 4% abzüglich der Zulagen in Ihren Vertrag einzahlen, wird die Ihrem Vertrag zustehende staatliche Förderung entsprechend gekürzt.

Ansonsten empfehle ich den Artikel:
http://www.ihre-vorsorge.de/riester-rente/das-zahlen-sie/fuer-verheiratete-mit-zulagen-jonglieren.html