Riester Rente

von
Ralf

Hallo,
wir haben folgende Situation.
Meine Frau und ich haben jeweils einen Riestervertrag und haben eine Tochter.
Meine Frau war 2007 bis März arbeitslos und hat anschliessend einen 400 Euro Job bekommen. Hier hat sie auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichtet.
Dieser endet nun Ende März.
Aus steuerlicher Sicht hat sie
für 2007 den Höchstbeitrag
geleistet.
Welcher Beitrag ist für 2008
der optimale, auch unter steuerlichen Aspekten und wie weise ich dem Finanzamt
den Verzicht auf die Sozialversicherungsfreiheit nach?

Experten-Antwort

Auf Grund des 400 € Job mit (Verzicht auf die Versicherungsfreiheit) bis März 2008 hat Ihre Frau einen eigenen Anspruch auf die Zulage. Für die maximale Zulage ist das Einkommen 2007 maßgebend. Hier: Alo-Geld (erhalten?) plus Jahreseinkommen aus dem 400 € Job. Davon 4 %; abzüglich Zulage; mindestens jedoch 60 €. Liegt das Einkommen unter 5340 € ist immer der Mindestbetrag von 60 € zu erbringen. Dann ist es (für die Beitragszahlung) günstiger, die Zulage für die Tochter dem Vater zuzuordnen - ein höheres Einkommen bei ihm unterstellt.
Sollte das Finanzamt einen Nachweis für die Versicherungspflicht fordern kann der "Nachweis für die Sozialversicherung" verwendet werden.
Steuerlich können Sie sowohl für sich als auch für Ihre Frau bei Zusammenveranlagung jeweils bis zu 2100 € (Aufwendungen plus Zulagen) geltend machen. Welcher Betrag hier optimal ist errechnen die steuerberatenden Organsiationen und Berufe. Mit Hilfe von Elster kann man u.U. selber testen.

von
Ralf

Vielen Dank für Ihre
gut verständliche Antwort.Es ist wirklich sehr schwierig kompetente Ansprechpartner zu finden.

von
Schiko.

Ihre frau hat vermutlich auch einen vertrag als mittel-
barberechtigte abgeschlossen um auch 154 zulage
zu bekommen
Ihrer Beitragsleistung von 4% aus dem vorjahres-
brutto reicht aus für die vollen zulagen, insofern
ist der 400 eurjob zweitrangig.

Als steuerlicher höchstbetrag gilt 2.100 sonderaus-
gabenabzug ab 1.1.2008
Errechnen sich mit den 4% nur 1800 euro gilt
natürlich nur dieser betrag.
Ein nachweis für den 400 job ist nicht notwendig.

Vermutlich sind sie sich doch auch in klaren dass der
steuerlich errechnete effekt auf der gegenseite durch
die zulagen von 493 die steuerlast entsprechend er-
höht.

Bein einem grenzsteuersatz von 25% rechnet sich zunächst
für 2100 euro ein steuervorteil von 525 euro.

Gekürzt um 493 zulagen sind es noch 32 euro steuer-
licher gewinn.

MfG.

von
Ralf

Hallo Schiko,
vielen Dank für Ihren Beitag.
Meine Frau hat genau wie ich auch einen unmittelbar
geförderten Vertrag.
Ziel meiner Frage war es heraus zu finden welchen Beitrag wir steuerlich geltend machen können.
Wegen der unmittelbaren Förderung können wir, nach Information der Expertin, beide Verträge in voller höhe geltend machen.

von
Schiko.

Es ist ja richtig, jeden ehepartner stehen ab 2008
bis zu 2100 E. sonderausgaben abzug zu, wenn der
beitrag einschließlich zulagen in dieser höhe nach-
gewiesen wird.

Mit 4% nicht ausgenützte beträge können nicht
an den anderen übertragen werden.
Verdient der ehemann 62500 , daraus 4% sind
2500, der sonderausgabenabzug nur 2100

Vom AL I bis märz einmal abgesehen sind es
bei nur 400 eurojob-im jahr 4800- zu 4% nur
192 sonderausgabenabzug. Eine leihgabe von
400 euro für den ehemann ist steuerlich nicht
zulässig

Konkretes zu sagen, ist in solchen fällen nur möglich,
wenn die bruttoverdienste des vorjahres genannt
werden.

MfG.

von
Ralf

Hallo Schiko,

da meine Frau und ich jeder einen unmittelbar geförderten Vertag haben und steuerlich gemeinsam veranlagt werden
ist es tatsächlich so das wir 4200 Euro (inkl. Zulagen) als
Sonderausgaben geltend machen können.
Die Berechnungsgrundlage von 4% des Bruttoeinkommens bis 52500 Euro sagt nur das man dann die vollen Zulagen erhält.
Steuerlich können bis 4200 Euro
geltend gemacht werden, egal welches Einkommen.
Inwieweit sich das lohnt muss jeder nach seiner Situation entscheiden.

Experten-Antwort

Vereinfacht gesagt: steuerlich anzusetzen sind die für jeden Ehegatten gezahlten Beiträge (auch über 4% hinaus) und Zulagen bis 2100 € je Ehegatten. Wie Schiko richtig ausführt ist es nicht möglich vom einen nicht genutzte Beträge auf den anderen zu übertragen.
Das Finanzamt errechnet welche Steuerminderung sich ergibt und vergleicht dann ob die Steuerminderung oder die Zulage der größere Betrag ist. Ist die Zulage größer ergibt sich keine steuerliche Auswirkung. Ist die Steuerminderung größer, wird der Unterschied zwischen Steuerminderung und Zulage an den Steuerzahler erstattet.

von
Ralf

Hallo,

ich habe mich vielleicht ein wenig unglücklich ausgedrückt.
Ich gehe davon aus das auf jedem der beiden Verträge
je 2100 Euro eingezahlt werden.
Sorry für die Verwirrung und Danke nochmals für die Hilfe..