Riester-Rente auflösen/umswitchen?

von
Riester-Rente

Meine traurigen Fakten:

Abschluss Riester-Rentenversicherung 2010
immer volle Zulagenausreizung
seit 2012 Kinderzulage
und dennoch: Abschlusskosten nicht ganz abgegolten, Verzinsung supermau

Überlegung A: Raus, kündigen, Zulagen zurück an Staat

FRAGE: Die Verzinsung wurde ja berechnet auf Grundlage der Sparbeiträge UND Zinsen - muss ich auch Zinsen anteilig an die Versicherung zurückzahlen? Muss ich das ausgezahlte Geld versteuern?

Überlegung B: Vertrag kündigen, Riester-Investmentfondssparplan abschließen, Versicherungskapital dort reinfließen lassen.

FRAGEN: Darf die Versicherung - bevor sie das Geld in den neuen Vertrag transferiert - mir die vollen Abschlusskosten abziehen?

Welche Kostenpositionen muss ich genau erfragen?

Hat jemand Praxistipps für mich?

Ich danke Euch!

von
B.W.

Frage A oder B? Das ist die Frage. Ich würde auf B tippen. Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

MFG

von
Fastrentner

Nach allem, was ich in den letzten Jahren so gelesen habe, ist es keine gute Idee durch Kündigung auf die bisher gezahlten Zulagen zu verzichten.
Besser wäre es, den Vertrag ruhend zu stellen.
Im Übrigen dürfte es schwierig sein, aktuell einen neuen Vertrag abzuschließen, der eine bessere Verzinsung bietet.

Experten-Antwort

Guten Morgen Riester - Rente,
Im Prinzip kann man problemlos die Riester-Rente kündigen. Dies lohnt sich allerdings in den seltensten Fällen und sollte daher genau überdacht werden. Alternativ zu einer Kündigung der Riester-Rente kann man den Vertrag auch ruhen lassen.
Wer seine Riester-Rente kündigt, sollte wissen, dass im Zuge dessen auch alle erhaltenden Zulagen zurückgezahlt werden müssen. Denn eine Kündigung der Riester-Rente gilt als sogenannte „schädliche Verwendung“. Da die Riester-Rente bei Kündigung nicht wie vorgesehen für die Altersvorsorge verwendet wird, erlöschen auch rückwirkend die Ansprüche auf die staatliche Förderung. Die Zinserträge, die sich durch die Riester-Zulagen ergeben haben, sind ebenfalls davon betroffen.
Zudem werden die anfallenden Kosten oftmals zu Vertragsbeginn mit den jeweiligen Einzahlungen abgegolten. Wird der Vertrag gekündigt, erhält man von der Versicherung so unter Umständen einen Rückkaufswert ausgezahlt, der geringer als die bisher eingezahlten Beiträge ist.
Wenn man sich für einen Wechsel des Riester-Anbieters entscheidet, können sowohl Wechsel-Kosten beim alten Anbieter anfallen als auch Abschlusskosten beim neuen Vertrag.

von
KPJMK

Hallo. Ich würde auch beitragsfrei stellen und abwarten bis zur Vertragserfüllung. Einzahlungen und Zulagen sind ja garantiert.
Wenn nicht viel drin ist und die Rente dadurch nicht über Kleinbetragsrente 30€ ist gibt es eine unschädliche Einmalzahlung. Es dürften dann nur bis etwa 10000€ sein.
Kannst ja etwas Neues bei einem anderen Anbieter machen.
Ungefähr Dein Problem ist hier geschildert.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/altersvorsorge-warum-sie-ihre-riester-rente-nicht-kuendigen-sollten-a-1178534.html

von
SE

Stelle den Vertrag beitragsfrei

Die Riesterrente dient der Vermögensbildung des Volkes. Würde das Volk sich bilden, müssten die Vermögenden riestern."

von
Riester

Zitiert von: Riester-Rente
Meine traurigen Fakten:

Abschluss Riester-Rentenversicherung 2010
immer volle Zulagenausreizung
seit 2012 Kinderzulage
und dennoch: Abschlusskosten nicht ganz abgegolten, Verzinsung supermau

Überlegung A: Raus, kündigen, Zulagen zurück an Staat

FRAGE: Die Verzinsung wurde ja berechnet auf Grundlage der Sparbeiträge UND Zinsen - muss ich auch Zinsen anteilig an die Versicherung zurückzahlen? Muss ich das ausgezahlte Geld versteuern?

Überlegung B: Vertrag kündigen, Riester-Investmentfondssparplan abschließen, Versicherungskapital dort reinfließen lassen.

FRAGEN: Darf die Versicherung - bevor sie das Geld in den neuen Vertrag transferiert - mir die vollen Abschlusskosten abziehen?

Welche Kostenpositionen muss ich genau erfragen?

Hat jemand Praxistipps für mich?

Ich danke Euch!

Hallo

Wenn Vertragsauflösung: dann mußt du nur die Zinserträge versteuern. Die von dir eingezahlten Beiträge waren ja bereits versteuertes Geld.
Die Zinsen mußt du nicht zurückzahlen.
Zurückzahlen mußt du die erhaltenen Zulagen plus die eventuellen zusätzlich entstandenen Steuerersparnisse.

Vorschlag:
Vertrag beitragsfrei weiterlaufen lassen.
Einen besseren zweiten Vertrag abschließen z.B. den von dir angesprochenen Investmentfondsparplan. Den gibts inzwischen schon mit ETF. Aber nur wenn Zulagen und Steuerersparnis sich bezahlt machen.

Die Riester Geschichte rechnet sich eigentlich nur, wenn ordentlich Zulagen z.B. Kinder + eigene Zulagen reinfließen. Oder wenn du gut verdienst und du den Höchstbeitrag steuerlich geltend machen kannst.
Diese steuerliche Ersparnis sollte dann allerdings zusätzlich fürs Alter angespart werden.

Ich hoffe du hast ein glückliches Händchen und machst es richtig.

Ich selbst werde meinen Riesterbanksparplan förderschädlich auflösen.
Ich zahle die Zulagen und Steuererparnisse zurück. Ich stehe kurz vor der Rente und stelle fest, dass die errechnete Riesterrente aus meinem Vertrag viel zu niedrig ausfällt.(Kapital: 24000.- ergibt 69,- Rente) Zusätzlich muß diese Minirente auch noch versteuert werden. Leider war das ein völliger Flop.
Ich würde heute privat vorsorgen ohne staatliche Unterstützung.

Grüße

von
vor der Rente

Mein herzliches Beileid!

Ich meine das nicht ironisch. Solche Verträge mit 15% Kosten und natürlich mit dem Höchstbetrag wurden gerne abgeschlossen. Der Vermittler bewohnt wohl mittlerweile eine Finca in Malle!
Aber schon 2006 hatte ich bei der Cosmos einen variablen Vertrag abgeschlossen, den ich im Nachhinein ohne Kosten individuell gestalten konnte. Fixe Verträge mit fixen Kosten über Jahrzehnte waren mir damals schon ein Gräuel.
Ich hatte dann noch einen Banksparplan mit guter Verzinsung, den ich als Kleinbetragsrente mit 63 in die DRV meiner Frau einbringen konnte. Soweit alles ok.

Den Vertrag auf alle Fälle beitragsfrei stellen und wenn möglich die Zulagen mitnehmen. Die 1/20 der Sozialkennzahl im Auge behalten. Diese "Kleinbetragsrenten" kann man bei verschiedenen Anbietern parallel betreiben.

Ob es noch Neuverträge gibt, die ohne große Kosten möglich sind, kann ich nicht beurteilen.

Wenn sie noch Jahrzehnte bis zum Ruhestand haben, sollten sie einige Konsumgüteraktien auswählen und dann die Dividende kassieren. Da ist der Einstieg egal.
Bei 3-5% Dividende pro Jahr haben sie in 20-30 Jahren die Einstiegskosten egalisiert und die Div. wird momentan zu 25% besteuert. KV-Beträge momentan außen vor.

Riester & Co. sollte man heute mM.abhaken.
Alles Geförderte ist mit einem Versicherungsmantel verbunden und mit hohen Sekundärkosten versehen.

Was die Zukunft bringt, kann niemand wissen.
Aus eigener Erfahrung sollte man ohnehin alle fünf Jahre seine Strategie überprüfen.
Eine optimale Strategie gibt es nicht.

Viel Erfolg!

von
vor der Rente

Mein herzliches Beileid!

Ich meine das nicht ironisch. Solche Verträge mit 15% Kosten und natürlich mit dem Höchstbetrag wurden gerne abgeschlossen. Der Vermittler bewohnt wohl mittlerweile eine Finca in Malle!
Aber schon 2006 hatte ich bei der Cosmos einen variablen Vertrag abgeschlossen, den ich im Nachhinein ohne Kosten individuell gestalten konnte. Fixe Verträge mit fixen Kosten über Jahrzehnte waren mir damals schon ein Gräuel.
Ich hatte dann noch einen Banksparplan mit guter Verzinsung, den ich als Kleinbetragsrente mit 63 in die DRV meiner Frau einbringen konnte. Soweit alles ok.

Den Vertrag auf alle Fälle beitragsfrei stellen und wenn möglich die Zulagen mitnehmen. Die 1/20 der Sozialkennzahl im Auge behalten. Diese "Kleinbetragsrenten" kann man bei verschiedenen Anbietern parallel betreiben.

Ob es noch Neuverträge gibt, die ohne große Kosten möglich sind, kann ich nicht beurteilen.

Wenn sie noch Jahrzehnte bis zum Ruhestand haben, sollten sie einige Konsumgüteraktien auswählen und dann die Dividende kassieren. Da ist der Einstieg egal.
Bei 3-5% Dividende pro Jahr haben sie in 20-30 Jahren die Einstiegskosten egalisiert und die Div. wird momentan zu 25% besteuert. KV-Beträge momentan außen vor.

Riester & Co. sollte man heute mM.abhaken.
Alles Geförderte ist mit einem Versicherungsmantel verbunden und mit hohen Sekundärkosten versehen.

Was die Zukunft bringt, kann niemand wissen.
Aus eigener Erfahrung sollte man ohnehin alle fünf Jahre seine Strategie überprüfen.
Eine optimale Strategie gibt es nicht.

Viel Erfolg!

von
vor der Rente

Mein herzliches Beileid!

Ich meine das nicht ironisch. Solche Verträge mit 15% Kosten und natürlich mit dem Höchstbetrag wurden gerne abgeschlossen. Der Vermittler bewohnt wohl mittlerweile eine Finca in Malle!
Aber schon 2006 hatte ich bei der Cosmos einen variablen Vertrag abgeschlossen, den ich im Nachhinein ohne Kosten individuell gestalten konnte. Fixe Verträge mit fixen Kosten über Jahrzehnte waren mir damals schon ein Gräuel.
Ich hatte dann noch einen Banksparplan mit guter Verzinsung, den ich als Kleinbetragsrente mit 63 in die DRV meiner Frau einbringen konnte. Soweit alles ok.

Den Vertrag auf alle Fälle beitragsfrei stellen und wenn möglich die Zulagen mitnehmen. Die 1/20 der Sozialkennzahl im Auge behalten. Diese "Kleinbetragsrenten" kann man bei verschiedenen Anbietern parallel betreiben.

Ob es noch Neuverträge gibt, die ohne große Kosten möglich sind, kann ich nicht beurteilen.

Wenn sie noch Jahrzehnte bis zum Ruhestand haben, sollten sie einige Konsumgüteraktien auswählen und dann die Dividende kassieren. Da ist der Einstieg egal.
Bei 3-5% Dividende pro Jahr haben sie in 20-30 Jahren die Einstiegskosten egalisiert und die Div. wird momentan zu 25% besteuert. KV-Beträge momentan außen vor.

Riester & Co. sollte man heute mM.abhaken.
Alles Geförderte ist mit einem Versicherungsmantel verbunden und mit hohen Sekundärkosten versehen.

Was die Zukunft bringt, kann niemand wissen.
Aus eigener Erfahrung sollte man ohnehin alle fünf Jahre seine Strategie überprüfen.
Eine optimale Strategie gibt es nicht.

Viel Erfolg!

von
vor der Rente

Mein herzliches Beileid!

Ich meine das nicht ironisch. Solche Verträge mit 15% Kosten und natürlich mit dem Höchstbetrag wurden gerne abgeschlossen. Der Vermittler bewohnt wohl mittlerweile eine Finca in Malle!
Aber schon 2006 hatte ich bei der Cosmos einen variablen Vertrag abgeschlossen, den ich im Nachhinein ohne Kosten individuell gestalten konnte. Fixe Verträge mit fixen Kosten über Jahrzehnte waren mir damals schon ein Gräuel.
Ich hatte dann noch einen Banksparplan mit guter Verzinsung, den ich als Kleinbetragsrente mit 63 in die DRV meiner Frau einbringen konnte. Soweit alles ok.

Den Vertrag auf alle Fälle beitragsfrei stellen und wenn möglich die Zulagen mitnehmen. Die 1/20 der Sozialkennzahl im Auge behalten. Diese "Kleinbetragsrenten" kann man bei verschiedenen Anbietern parallel betreiben.

Ob es noch Neuverträge gibt, die ohne große Kosten möglich sind, kann ich nicht beurteilen.

Wenn sie noch Jahrzehnte bis zum Ruhestand haben, sollten sie einige Konsumgüteraktien auswählen und dann die Dividende kassieren. Da ist der Einstieg egal.
Bei 3-5% Dividende pro Jahr haben sie in 20-30 Jahren die Einstiegskosten egalisiert und die Div. wird momentan zu 25% besteuert. KV-Beträge momentan außen vor.

Riester & Co. sollte man heute mM.abhaken.
Alles Geförderte ist mit einem Versicherungsmantel verbunden und mit hohen Sekundärkosten versehen.

Was die Zukunft bringt, kann niemand wissen.
Aus eigener Erfahrung sollte man ohnehin alle fünf Jahre seine Strategie überprüfen.
Eine optimale Strategie gibt es nicht.

Viel Erfolg!

von
Erfolg

Zitiert von: vor der Rente
Mein herzliches Beileid!

Ich meine das nicht ironisch. Solche Verträge mit 15% Kosten und natürlich mit dem Höchstbetrag wurden gerne abgeschlossen. Der Vermittler bewohnt wohl mittlerweile eine Finca in Malle!
Aber schon 2006 hatte ich bei der Cosmos einen variablen Vertrag abgeschlossen, den ich im Nachhinein ohne Kosten individuell gestalten konnte. Fixe Verträge mit fixen Kosten über Jahrzehnte waren mir damals schon ein Gräuel.
Ich hatte dann noch einen Banksparplan mit guter Verzinsung, den ich als Kleinbetragsrente mit 63 in die DRV meiner Frau einbringen konnte. Soweit alles ok.

Den Vertrag auf alle Fälle beitragsfrei stellen und wenn möglich die Zulagen mitnehmen. Die 1/20 der Sozialkennzahl im Auge behalten. Diese "Kleinbetragsrenten" kann man bei verschiedenen Anbietern parallel betreiben.

Ob es noch Neuverträge gibt, die ohne große Kosten möglich sind, kann ich nicht beurteilen.

Wenn sie noch Jahrzehnte bis zum Ruhestand haben, sollten sie einige Konsumgüteraktien auswählen und dann die Dividende kassieren. Da ist der Einstieg egal.
Bei 3-5% Dividende pro Jahr haben sie in 20-30 Jahren die Einstiegskosten egalisiert und die Div. wird momentan zu 25% besteuert. KV-Beträge momentan außen vor.

Riester & Co. sollte man heute mM.abhaken.
Alles Geförderte ist mit einem Versicherungsmantel verbunden und mit hohen Sekundärkosten versehen.

Was die Zukunft bringt, kann niemand wissen.
Aus eigener Erfahrung sollte man ohnehin alle fünf Jahre seine Strategie überprüfen.
Eine optimale Strategie gibt es nicht.

Viel Erfolg!

Dir auch viel Erfolg. Bist wohl auf der Tastatur eingeschlafen!