Riester Rente für Pflegepersonen

von
mh

Als alleinerziehende Mutter, mit 20stündiger Teilzeitbeschäftigung, betreue ich in häuslicher Pflege meine pflegebedürftige Mutter mehr als 14 Stunden (Pflegestufe II). In der Funktion als Beamte erhalte ich ein Bruttogehalt von 1455 € mtl. Als Pflegeperson bin ich in der gesetzlichen Renten-VS pflichtversichert. Wird für die Pflegetätigkeit ein bestimmtes Einkommen unterstellt oder ist die Zahlung des jährlichen Sockelbeitrages in Höhe von 60 € p. a. für den vollen Zulagenanspruch ausreichend?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo mh,
bei einer nicht erwerbsmäßig tätigen Pflegeperson werden als beitragspflichtige Einnahmen 0,- € zugrunde gelegt, da das gezahlte Pflegegeld der pflegebedürftigen Person zusteht.
Somit ist in diesem Fall als Mindesteigenbeitrag der Sockelbeitrag i.H.v. 60,- Euro zugrunde zu legen.
Da Sie aber "nebenbei" in einem Beamtenverhältnis stehen, kommt es auch darauf an, ob sie bei Ihrem Dienstherrn der Übermittlung Ihrer Einkommensdaten an die ZfA zugestimmt haben. Sollte dies der Fall sein, werden auch die Beamtenbezüge für die Ermittlung des Mindesteigenbeitrags herangezogen, so dass dann der Sockelbeitrag i.H.v. 60,- Euro jährlich nicht für die Gewährung der ungekürzten Zulage ausreichend ist.